MBS Research Series

MBS Research Series

Finance

Band 6: Lamberti, Matthias: Der Einsatz des Black-Littermann-Verfahrens in der Praxis als zentrales Modell zur Portfoliooptimierung, München 2007, ISBN: 978-3-8370-0592-9

Die aus der klassischen Portfoliotheorie abgeleitete Idee der Optimierung von Portfoliostrukturen auf der Basis von Risiko- und Renditeeigenschaften hat in der Anlagepraxis in den letzten Jahren immer mehr Interesse hervorgerufen. Hierbei kann der gezielte Einsatz von quantitativen Modellen als eine sehr vielschichtige und komplexe Aufgabe zu einem nachhaltigen Erfolg beitragen. Dabei muss ein Modell zahlreiche Kriterien erfüllen, um für die praktische Anwendung geeignet zu sein.

Anhand der besonderen Eigenschaften hinsichtlich Risiko und Renditeverhalten von Portfolios werden in der vorliegenden Arbeit die theoretischen Erkenntnisse prüfend und kommentierend reflektiert und ihre Eignung und Nutzung für die Anlagepraxis untersucht. Insbesondere soll dies ein Beitrag dazu sein, das Erfolgspotential quantitativer Portfoliooptimierungsmodelle am Beispiel des Black-Litterman Verfahrens auch unter kritischer Betrachtung aufzuzeigen. Das Hauptaugenmerk ist darauf gerichtet, die Vorteilhaftigkeit, aber auch die Grenzen der Anwendung dieses Verfahrens im Vergleich zur klassischen Portfoliotheorie nach Harry M. Markowitz hervorzuheben und einen möglichen Einsatz bei der praktischen Arbeit aufzuzeigen.

Band 5: Richter, Timo: Value Based Materiality – Die Ableitung von Wesentlichkeitsgrenzen aus dem Unternehmenswert, München 2006, ISBN-10: 3-8334-5401-6

Autor der aktuellen Neuerscheinung in der Finance Research Series ist Timo Richter (inzwischen KPMG). Das Buch basiert auf seiner im Sommer vorgelegten Master-Arbeit. Im Mittelpunkt steht ein Problem aus dem Bereich Wirtschaftsprüfung: Während Unternehmen kaum noch nach Bilanzzahlen sondern zunehmend wertbasiert gesteuert werden, erfolgt die Prüfung noch weitgehend bilanzorientiert. Diese Divergenz eröffnete in der Vergangenheit Raum für Fehleinschätzungen und Ungenauigkeiten, welche allzu oft in Falschbilanzierungen und existenziellen Unternehmenskrisen ihren Niederschlag fanden.

Kritische Parameter sind in diesem Zusammenhang die Wesentlichkeitsgrenzen (engl.: materiality threshold), die Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Planung ihrer Tätigkeit für ihre Mandanten festlegen müssen. Da diese Grenze das Ausmaß und zugleich die Genauigkeit der Prüfung bestimmen, wird die Festlegung auch als „Achillesverse der Wirtschaftsprüfung“ bezeichnet. Dabei war bisher eine Orientierung der Wesentlichkeitsgrenzen am Unternehmensgewinn üblich, was bei hohen Gewinnen zu großen Ungenauigkeiten in der Prüfung führen konnte.
Timo Richter beschäftigt sich mit der Möglichkeit, die Wesentlichkeitsgrenzen aus der Entwicklung des Unternehmenswertes abzuleiten und gibt eine Handhabe für die wertbasierte Festlegung der Wesentlichkeitsgrenzen in der Wirtschaftsprüfung.

„Auf wissenschaftlicher Ebene treibt das vorliegende Buch die Verknüpfung von Corporate Finance und Wirtschaftsprüfung voran. Gleichzeitig kann es als Handbuch für die zunehmende Wertorientierung bei Entscheidungen im Prüfungsalltag sowie als Grundlage für weitere wisschenaftliche Diskussionen dienen.“, würdigte Ralf Beunker, Partner der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG in München, die Neuerscheinung.

Band 4: Chiandussi, Claudio: Private Equity in China - Eine Analyse für ausländische Investoren, München 2005, ISBN 3-8334-4014-7

Der Markt für die Bereitstellung von Beteiligungskapital hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch verändert. Das jährlich stetig steigende Investitionsvolumen fand dabei mit dem Platzen der Dotcom-Blase zu Beginn des 21. Jahrhunderts seinen bisherigen Höhepunkt. Aus der sich anschließenden Konsolidierungswelle heraus haben sich Beteiligungsgesellschaften und ihre Investoren neu ausrichten und potenzielle Investitionsvorhaben vorsichtiger und strenger als zuvor analysieren müssen. Die Möglichkeiten, hohe Renditen zu erwirtschaften, bleiben vor allem im europäischen Raum weiterhin begrenzt. Die Welt blickt auch deshalb heute verstärkt nach Asien, insbesondere auf bevölkerungsreiche Schwellenländer wie die Volksrepublik China. Die Beteiligungsindustrie in China hat sich seit ihrem Entstehen vor 20 Jahren zu einem „wichtigen Finanzmotor der größten Schwellenwirtschaft der Welt“ entwickelt. China war 2004 im asiatisch-pazifischen Raum hinter Japan und Australien bereits das drittwichtigste Land für Investitionen in Private Equity.

Interkulturelle Unterschiede und für ausländische Geschäftsleute ungewöhnliche Handelspraktiken machen China jedoch keinesfalls zu einem einfachen Terrain. Die Kenntnis der regionalen Traditionen, Gesetze und Gepflogenheiten sind für ein ausländisches Private-Equity-Engagement unerlässlich auf dem Weg zum langfristigen Erfolg.

Mit „Private Equity in China – eine Analyse für ausländische Investoren“ wird ein wissenschaftlicher Beitrag zum besseren Verständnis der länderspezifischen Gegebenheiten im chinesischen Beteiligungsmarkt geleistet. In diesem Zusammenhang werden die geschichtlichen Hintergründe und die aktuellen Rahmenbedingungen für eine Investition in Private Equity in der Volksrepublik China grundlegend thematisiert.

Band 3: Staehle, Hubertus: Das Minimum-Varianz-Portfolio und seine Bedeutung für die Anlagepraxis, München 2005, ISBN 3-8334-2870-8

Bereits vor ungefähr 50 Jahren machte sich Harry M. Markowitz in seiner Arbeit zur „Portfolio Selection“, die als Grundstein der modernen Portfolio-Theorie gilt, Gedanken zur Ableitung von effizienten Portfoliostrukturen auf der Basis von Rendite und Risiko. In der Praxis erweist sich das Modell von Markowitz aufgrund der Nicht-Beachtung der Prognosebildung häufig als nicht hinreichend praktikabel. Markowitz selbst hat aber bereits die Grundkonzeption eines Ansatzes entwickelt, der die Bestimmung eines Portfolios ohne Prognosen erlaubt. Das so genannte Minimum-Varianz-Portfolio ist
das Portfolio mit dem geringsten Risiko aller effizienten Portfolios zu dessen Bestimmung keinerlei Renditeerwartungen benötigt werden.

In der vorliegenden Arbeit wird das Minimum-Varianz-Portfolio im Rahmen der theoretischen Modellwelt der Portfolio-Theorie dargestellt. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaft hinsichtlich erwarteter Rendite und Risiko und durch die Beurteilung der Vorteilhaftigkeit seines Anlageerfolges wird seine Bedeutung für die Anlagepraxis insbesondere bei internationalen Investments aufgezeigt. Hierzu wird anhand verschiedener empirischer Untersuchungen der Anlageerfolg eines solchen risikominimalen Portfolios am deutschen, englischen, japanischen, kanadischen und US-amerikanischen Aktienmarkt analysiert.

Band 2: Holzamer, Matthias: Shareholder-Value Management von Banken, München 2004. ISBN 3-8334-1128-7

Die mangelnde Shareholder-Value-Orientierung deutscher Großbanken hat diese in eine tiefe existentielle Krise geführt.

Ausgehend von der Kritik an bisherigen risiko- und ertragsorientierten Banksteuerungsmodellen werden dem Leser neue Möglichkeiten zur Messung des bankspezifischen Shareholder-Values eröffnet. Schließlich werden als konkrete Handlungsempfehlungen ausgewählte Anwendungsbereiche der wertorientierten Bankführung vorgestellt.

Auf wissenschaftlicher Ebene treibt das vorliegende Buch die Verknüpfung aus Bankbetriebslehre und Corporate Finance voran. Gleichzeitig dient es dank seiner Handlungsanweisungen dem Bankmanager als praxisorientiertes Handbuch.

„Die vorliegende Veröffentlichung beschäftigt sich mit einem akuten Problem der Banken. Leider haben diese dem Shareholder-Value erst zu spät die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet. Herr Holzamer hat in seiner Arbeit hervorragend herausgearbeitet, welche strategischen Neuausrichtungen notwendig sind, um wertorientiert zu arbeiten und wie Wertsteigerungen gemessen werden können. Die Arbeit ist exzellent.“ - Prof. Dr. Günther Picker, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bayerischen Bankenverbandes

Band 1: Hirsch, Nina: Agency-theoretische Analyse der Private-Equity Beteiligung - Gestaltungsmöglichkeiten zur Minimierung von Informationsasymmetrien, München 2004. ISBN 3-8334-1127-9

In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts gewann der Private-Equity-Markt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Nach dem Crash an den Börsen gingen jedoch die Bruttoinvestitionen der Kapitalbeteiligungsgesellschaften deutlich zurück. Statistische Untersuchungen zeigen, dass sich die Private-Equity-Gesellschaften großen Schwierigkeiten gegenübergestellt sehen. Als Hauptursachen gelten die Managementpraxis der Private-Equity-Gesellschaften sowie die vorherrschenden Rahmenbedingungen der Unternehmen.

Die neoklassische Finanzierungstheorie, die strenge und damit unrealistische Annahmen zum Marktumfeld und zum Verhalten der Marktteilnehmer trifft, reicht zur Analyse von Private-Equity-Beteiligung nicht aus, um alle möglichen Entwicklungen abzuwägen. Eine Lösung bietet hier die Agency-Theorie, die aufgrund der Berücksichtigung von Interessenkonflikten und asymmetrischer Informationsverteilung die Beziehung zwischen Private-Equity-Gesellschaft und dem Management des Portfoliounternehmens sehr treffend zu beschreiben vermag. Dieses Buch analysiert und systematisiert die Risiken von Private-Equity-Beteiligungen in allen Finanzierungsphasen aus Sicht der Kapitalbeteiligungsgesellschaft unter agency-theoretischen Gesichtspunkten. Es liefert eine Handlungsanleitung, welche Schritte eine Private-Equity-Gesellschaft gehen muss, um die durch Informationsasymmetrien entstehenden Risiken so weit wie möglich zu reduzieren.

Organization and Leadership

Band 1: Heidinger, Natalie: Unternehmenskrisen und Maßnahmen zur Restrukturierung kleiner und mittlerer Handelsunternehmen – Am Beispiel des Marketing-Mix eines Unternehmens aus der Werbeartikelbranche, München 2005, ISBN 3-8334-2869-4

Die Globalisierung der Märkte, eine Verschiebung von Markt- und Wettbewerbsgrenzen, beschleunigte technologische Entwicklungen, Konzentrationstendenzen wie auch veränderte Marktbedingungen des Standortes Deutschland erfordern eine umfassende strategische Neuausrichtung der Unternehmen. Gelingt es dem Management nicht, die Veränderungen schnell zu erkennen und sich an diese im notwendigen Maße flexibel anzupassen, kann eine Unternehmenskrise die Folge sein.

Diese Arbeit vermittelt einen allgemeinen Überblick über Ursachen von Unternehmenskrisen sowie ein generelles Maßnahmenportfolio zu deren Überwindung, wobei sich die Ausführungen auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beziehen. Hierzu werden innerbetriebliche Schwächen (Strategie/Ziele, Management, Personal, Organisation/Kosten, Rechnungswesen/Controlling, Finanzierung und Nachfolgeregelung) wie auch das Marketing (Umfeldanalyse, Marketing-Mix) beleuchtet. In Form eines Maßnahmenportfolios werden mögliche Restrukturierungsmaßnamen in den Bereichen Betrieb/Betriebsführung und Marketing zur Überwindung der Unternehmenskrise erläutert.

Mit Hilfe einer Fallstudie aus der Werbeartikelbranche wird der Restrukturierungsprozess anhand des Marketing-Mix verdeutlicht.

In Fokus: MBS Research Series

The series Research Series by Munich Business School presents the public with the results of university work from the areas Finance and Organisation and Leadership at irregular intervals. In the publisher's eyes, the papers selected for this purpose are excellent contributions to practical science in their highly methodical and content quality. Oftentimes emerging in close cooperation with enterprises, within this publication they are understood as theory-based support for hands-on solutions in business practice.