AluMBS – Alumni Erfolgsgeschichten

Die Absolventen der Munich Business School haben sehr unterschiedlíche berufliche Laufbahnen eingeschlagen. Viele haben sich für Herausforderungen in internationalen Konzernen entschieden, unter ihnen sind aber auch Firmengründer, Selbständige und Führungskräfte mittelständischer Unternehmen.

„In jeder größeren Stadt muss eine Bierothek stehen“

Wie MBS Alumnus Christian Klemenz zum ersten Beerpreneur Deutschlands wurde
Dass in ihm ein großer Gründer- und Unternehmergeist steckt, erkannte Christian Klemenz während seines Bachelor-Studiums an der Munich Business School (MBS). Die Leidenschaft für Bier war ihm als gebürtigen Oberfranken ohnehin in die Wiege gelegt worden – weist die Region doch die höchste Brauereidichte der Welt auf.


„Warum also nicht beides miteinander verbinden“, sagte sich Christian – und wurde binnen weniger Jahre zu Deutschlands erstem „Beerpreneur“: mit einer eigenen, exportstarken Biermarke, einem immer weiterwachsenden Netz an Bierfachgeschäften und der Vision, die Anerkennung und Wertigkeit des Produktes Bier zu steigern. Und als ob das nicht genug wäre, gibt Christian sein Gründer- und Unternehmerwissen auch noch an MBS Studierende weiter und unterstützt junge Start-ups mit Rat und Tat. Doch der Reihe nach…


Als Christian Klemenz 2006 sein Bachelor International Business Studium an der MBS begann, hatte er noch keine genauen Vorstellungen von seiner Karriere. „Während meines Studiums stellte sich dann aber recht schnell heraus, dass Gründer- und Unternehmertum eine große Faszination auf mich ausübten; einschließlich der Prozesse, die mit einer Gründung einhergehen: Innovationen, Businesspläne, Kapitalbeschaffung, solche Sachen eben“, erinnert sich Christian an den Beginn seiner akademischen Laufbahn. „Ich habe dann im Rahmen des Studiums ein Praktikum bei Holtzbrinck Ventures gemacht, einem großen Investor und Risikokapitalgeber. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war meine Leidenschaft für das Thema Unternehmensgründungen geweckt.“


Von da an ging es Schlag auf Schlag: Christian gründete MBS Innovate (heute: MBS Entrepreneurship Society), eine Studenteninitiative für angehende Gründer. Anschließend rief er gemeinsam mit der MBS Hochschulleitung Münchens größten Gründerkongress ins Leben, den Munich Venture Summit. Das Event fand bislang sechsmal statt – und begeistert seither die Münchner Start-up-Szene mit renommierten Gast-Speakern wie beispielsweise Oliver Samwer oder Anil Gupta.


Von der Theorie in die Praxis

Nach Bachelor-Abschluss und Praktikum in den USA (natürlich im Silicon Valley!) hatte Christian während seines Master-Studiums die zündende Idee: „2010 verbrachte ich ein Auslandssemester in Indien. Mir fiel auf, dass es am dortigen Markt kein dominierendes Exportbier gab. So entstand die Idee einer exportorientierten Biermarke ‚made in Germany‘: St. ERHARD war geboren“, erzählt Christian von den Anfängen seines Unternehmens. Bereits ein Jahr später verließen die ersten Flaschen Kellerbier die Abfüllanlage im fränkischen Hallerndorf nahe Bamberg in Richtung Indien.


Fünf Jahre St. ERHARD

Zurück in die Gegenwart: Gerade hat Christian das fünfjährige Bestehen seiner Biermarke gefeiert. Mit einem Ausstoß von rund 1.000 Hektolitern pro Jahr ist St. ERHARD heute einer der größten Craft-Beer-Produzenten in Deutschland: „Wir exportieren unser Bier inzwischen in 12 Länder auf vier Kontinenten. Neben unserem ersten Exportmarkt Indien ist St. ERHARD inzwischen auch in Neuseeland, Japan, Hongkong und Mexico erhältlich“, so die stolze Zwischenbilanz des „Beerpreneurs“, wie Christian sich selbst bezeichnet.


„Wir wollen die Bierfachgeschäft-Branche dominieren“

Auch Christians zweite Unternehmung erfreut sich stetigen Wachstums – und hat selbstverständlich auch mit Bier zu tun: 2014 eröffnete der sympathische Oberfranke seine erste Bierothek – eine Vinothek für den Bierfreund, einen „Fachladen rund ums Bier“.
Hier finden Bierfreunde nicht nur Christians Eigenmarke, sondern darüber hinaus eine riesige Auswahl an Bieren aus aller Herren Länder, insgesamt mehr als 300 Sorten. Die Fremdmarken vertreibt der Beerpreneur, genau wie die St. ERHARD Biere, international, die Bierothek dient als Vertriebsplattform.
Heute gibt es neben einem Onlineshop bereits sechs Bierothek-Ladengeschäfte im fränkischen Raum (Bamberg, Erlangen, Nürnberg, Fürth), in Frankfurt und in Erfurt mit insgesamt 30 Angestellten. „Die Bierothek ist nicht nur ein Bierfachhandel. Wir wollen die erste Anlaufstelle sein für alles rund um das Thema Bier. Wir bieten zum Beispiel Bierberatung an, veranstalten Bier- und Brauseminare“, erläutert Christian das Konzept seines stationären Handels. „Unser Anspruch ist es, die Wertigkeit und das Ansehen von Bier positiv zu verändern.“
Schon heute ist Christian mit seinen Bierotheken Marktführer im Bereich Bierfachgeschäfte in Deutschland. Dieses erfolgreiche Konzept möchte er weiter ausbauen: „Derzeit befinden sich vier weitere Bierotheken in der Planungsphase, zusätzlich haben wir einige Franchising-Anfragen, auch aus dem Ausland“, so Christian über seine Zukunftspläne. Sein ehrgeiziges Ziel: „Wir wollen die Bierfachgeschäft-Branche dominieren. In jeder größeren Stadt muss eines Tages eine Bierothek stehen!“


Rückkehr zur Alma Mater

Vor wenigen Jahren selbst noch wissbegieriger Student mit Gründerambitionen, gibt Christian sein inzwischen beachtliches Wissen heute an die nächste Generation weiter: Er hält Vorträge auf Messen und an verschiedenen Hochschulen zum Thema Gründung, an seiner Alma Mater MBS unterrichtet er in den MBA-Programmen „Management in Emerging Markets – India“.
„Eine Hochschule wie die Munich Business School bietet den perfekten Rahmen, um Gründer zu werden. Die professionellen Ratschläge meiner Dozenten und das Netzwerk aus der Studienzeit waren die Basis für meine erste eigene Unternehmung“, so Christians Rat an angehende Gründer. „Für mich war es die richtige Entscheidung, schon während des Studiums mein erstes Unternehmen zu gründen.“
Außerdem unterstützt Christian ambitionierte Gründer mit seiner Beteiligungsgesellschaft Brand Passion Ventures, die er 2013 gegründet hat: „Neben fränkischem Bier gehört meine Leidenschaft eben auch dem Gründer- und Unternehmertum.“ So gehört es sich schließlich für Deutschlands ersten und einzigen Beerpreneur.

Was macht Ihr Unternehmen yavalu eigentlich genau?

Mit yavalu schaffen wir für Privatanleger einen neuen Zugang zum Thema Finanzen und Geldanlage. Es ist eine Online-Plattform, die es jedem Anleger ermöglicht, seine Geldanlagen selbst und mit wenig Zeitaufwand in die Hand zu nehmen; das alles extrem einfach und transparent. Etwas Vergleichbares gibt es in Deutschland nicht.

Wie sieht für Sie ein „normaler“ Arbeitstag aus?

Absolut abwechslungsreich, spannend und immer wieder mit neuen Herausforderungen. Wir wollen unser Angebot Tag für Tag verbessern. Da gilt es natürlich, das Feedback und die Anregungen der Kunden auszuwerten und unseren Service entsprechend zu erweitern und anzupassen. Nur ein Beispiel: Der Wunsch zahlreicher Kunden war es, unser Angebot für kleine Sparbeträge auszuweiten. Das Signal war für uns eindeutig und so haben wir die letzten Wochen Tag und Nacht daran gearbeitet, um diesen Service jetzt anbieten zu können.

Macht Ihnen Ihr Job Spaß?

Und wie! Jetzt kann ich endlich das umsetzen, was mich jahrelang an der Finanzindustrie geärgert hat, und den Anlegern eine faire und transparente Lösung bieten.

Wie kamen Sie in den Bereich?

Ich war schon während meines Studiums und dann auch danach mehrere Jahre für eine Schweizer Großbank und zuletzt für eine Münchner Privatbank tätig. Meiner Meinung nach ist der Markt für innovative Online-Finanzdienstleistungen dramatisch unterversorgt, im Gegensatz dazu floriert das Anlageberatungs- und Vermögensverwaltungsgeschäft. Die leisten aber meistens Schlechtes und verdienen viel zu viel. Da war ein neues Konzept wie yavalu längst überfällig. Mit yavalu werden wir einer überbezahlten Branche ein Schnippchen schlagen und dem Anleger endlich eine faire Lösung für die Geldanlage bieten.

In wiefern profitieren Sie in Ihrer heutigen Position von Ihrem Studium an der MBS?

Am allermeisten durch das yavalu-Team, das ich zum Großteil an der MBS kennengelernt habe: Adi Hadzimuratovic, Michael Wieser und Martina Lutz.

Was macht, aus Ihrer Sicht, ein Studium an der MBS aus?

Die Menschen: Studenten, Professoren, das MBS Team… Vor allem aber auch die Möglichkeit, verschiedene Themen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.

Welche 3 Dinge fallen Ihnen spontan ein, wenn Sie an Ihre Zeit an der MBS zurückdenken?

Lernen (!), die Abschlussgala und MBS Invest natürlich, da mich diese Studenteninitiative auch über die Studienzeit hinaus begleitet hat und ich heute noch mit großer Freude ihre Entwicklung beobachte.

Wie haben Sie den Wechsel vom Studium in die Berufspraxis erlebt?

Das war schon ein fließender Übergang, da ich zum Ende des Studiums relativ viel gearbeitet habe. So war die Anpassung an „geregelte“ Arbeitszeiten gar nicht so schlimm.

Wem würden Sie einen Job in Ihrer Branche bzw. Position empfehlen?

Jedem, der engagiert und motiviert ist und die Veränderungen in der Finanzbranche mit gestalten möchte.

Welche Tipps haben Sie für die Bewerbungsphase nach dem Studienabschluss?

Erst einmal das machen, was einem am meisten Spaß macht bzw. worauf man Lust hat. Alles weitere ergibt sich meistens automatisch.

Welchen Ratschlag können Sie Studenten an der MBS für ihr Studium geben?

Genießt es! Nicht umsonst sagt man, dass das Studium die schönste Zeit im Leben ist.

Waren Sie eigentlich ein guter Student?

Ich glaube schon (grinst).

Was macht Ihr Unternehmen keller sports eigentlich genau?

Wir haben eine E-Commerce- Plattform Keller-sports.com, die sich auf die Sportarten Tennis und Running spezialisiert hat und mehr als 100.000 Markenprodukte in 4 Sprachen europaweit vertreibt. Als weiterer Geschäftsbereich hat sich bei uns die Beratung von internationalen Sportmarken bei deren Internetaktivitäten entwickelt.

Wie kamen Sie in den Bereich?

Ich habe schon als kleiner Junge sehr gerne Sport getrieben und hatte auch immer Spaß daran, mir etwas über mein Taschengeld hinaus dazuzuverdienen. So habe ich erst im Sportgeschäft , dann in einem hochwertigen Modegeschäft Kunden beraten und mit 15 Jahren angefangen, für andere Tennisschläger zu besaiten. Mein Bruder Jakob hatte die gleichen Interessen und so haben wir unseren ersten kleinen Besaitungsservice gemeinsam geführt. Als Kunden von Tennisversendern haben wir 2005 dann gemerkt, dass die Sportbranche das Potential des e-commerce nicht wirklich nutzt und es in kleinen Schritten selber mit einem onlineshop versucht – erst neben Schule und Studium, danach Vollzeit. Gemäß unserem Familiennamen hat es auch wirklich in unserem Keller begonnen, bis der eine Raum für die Waren zu klein war und auch unser Auto die täglichen Pakete nicht mehr unterbringen konnte.

Was haben Sie heute gemacht?

Meetings mit einigen Mitarbeitern, dann ein Treffen mit unserem Onlinemarketing-Leiter zur weiteren Planung für unser neuestes Land Spanien, dann Currywurst-Pause, dann ein strategisches Telefonat mit Nike bzgl. TV-Werbung, zwei Bewerbungsgespräche bei uns im Büro und dazwischen noch ein paar Emails.

Macht Ihnen Ihr Job Spaß?

Ich liebe meinen Job! Am meisten macht es mir Spaß, mich und meine Ideen als Unternehmer selbst verwirklichen zu können. Das Tollste ist, dass ich das riesige Glück habe, das nun schon mehr als sechs Jahre mit meinem Bruder machen zu können. Wir ergänzen uns perfekt, kritisieren uns oft genug und haben am Ende trotzdem eine gemeinsame Grundlage für alle Entscheidungen.

Was ist die größte Herausforderung?

Unternehmer sein ist Adrenalin pur. Im Positiven, wie wenn der erste eigene TV-Spot läuft oder man die erste Million umsetzt, wie im Negativen, wenn man zu Beginn von Bank zu Bank rennen muss und jeden Tag mit vollem Herzen und großem finanziellen Risiko Entscheidungen trifft.

Inwiefern profitieren Sie heute von ihrem Studium an der MBS?

vom überdurchschnittlichen Praxisbezug in den meisten Fächern sowie von der internationalen Ausrichtung der MBS, die meiner Meinung nach heute absolute Grundlage für jede Karriere (egal ob als Unternehmer oder Angestellter) ist. Bei uns sind mehr als die Hälfte der Mitarbeiter keine deutschen Muttersprachler, das heißt, dass fast alle Meetings auf Englisch ablaufen.

Was macht aus Ihrer Sicht ein Studium an der MBS aus?

Neben den genannten Punkten ist für mich das integrierte Auslandssemester
an tollen Partneruniversitäten in coolen Städten ein großer Pluspunkt.

Welche 3 Dinge fallen Ihnen spontan beim Stichwort MBS ein?

Viele coole Kommilitonen, vollgepackte Prüfungsphasen und ein tolles Auslandssemester in Italien an der Bocconi.

Wie haben Sie den Wechsel vom Studium in die Berufspraxis erlebt?

Als sehr befreiend, da ich endlich nicht nur abends weiter für und an Keller Sports arbeiten konnte, sondern 24 Stunden pro Tag.

Wem würden Sie einen Job in ihrer Branche empfehlen?

Wir vereinen ja die Sportartikel- und die e-commerce-Branche. Beides sind sehr innovative und internationale, aber auch dynamische und daher fordernde Branchen. Jeder, der iese Eigenschaften als motivierend ansieht, sollte sich den Bereich mal genauer ansehen. Gerne auch bei Keller Sports!

Haben Sie Tipps fürs Bewerben nach dem Studium?

Wenn Du einen Job unbedingt haben willst, bring das auf eine sympathische
Art deutlich rüber. Und überlege Dir wirklich, was Du jeden Tag mindestens 8 Stunden machen willst. Nur dann wirst du auch großartige Leistungen abliefern und Dich und andere glücklich machen.

Welchen Ratschlag haben Sie rückblickend fürs Studium parat?

Während dem Studium so viele Praktika und andere Berufserfahrungen sammeln wie möglich – und Sprachen lernen.

Maultaschen to go – von der Schnapsidee auf die Überholspur

Angefangen hat alles mit einer „klassischen Schnapsidee“ auf einer Reise nach dem Zivildienst durch Kanada. Nach drei Wochen Verpflegung in Fastfood-Restaurants und dem gefühlt 3000. Hotdog kam die Sehnsucht nach der heimischen schwäbischen Küche und der Gedanke: „Wie schön wäre jetzt eine Maultasche auf die Hand!“. Diese Idee ging Frédéric Bierbrauer und Florian Romer, Gründer von Erna & Co., auch während ihres anschließenden BWL-Studiums nie ganz aus dem Kopf. Mit dem  Abschluss in der Tasche sowie um zahlreiche praktische und theoretische Erfahrungen reicher setzten sich die beiden also zusammen und feilten an ihrem Businessplan. Heraus kam das Erfolgskonzept von Erna & Co.:  Hausgemachte schwäbische Spezialitäten to go, schnell und lecker. Der Grundgedanke dahinter: „Warum gibt es die schwäbische Küche nicht auch in einer lockeren, frischen Verpackung, sondern nur altbacken beim Metzger oder im Restaurant mit hohem Service-Aufwand?“ Nach vielen Monaten Arbeit wurde aus der Idee Realität. Ganz nach dem Vorbild amerikanischer Foodtrucks werden seit 2011 Maultaschen, Linsen und andere regionale Gerichte frisch zubereitet und den Kunden sofort essbereit aus dem Wagen gereicht. 

Auf der Homepage ihres fahrbaren Imbiss-Stands wird der jeweilige Standort des Trucks täglich aktualisiert:  „Erna & Co. ist heute…“. Ein wichtiger Hinweis, denn die regionalen Mahlzeiten sind im Großraum Stuttgart heiß begehrt. Vor allem der lokale Bezug und die Assoziation mit Muttis Küche sind bei den Kunden sehr beliebt – ebenso wie die gute Qualität des Essens und die Möglichkeit, es schnell im Vorbeigehen zu kaufen und zu verzehren.

Von der eigenen Familiengeschichte geprägt

Der Plan, direkt nach dem Studium in die Selbstständigkeit zu starten, kam bei Frédéric Bierbrauer nicht von irgendwoher. Er stammt aus einer typischen Unternehmerfamilie und sieht sich selbst als „charakterlich vorbelastet“, da schon die beiden Großväter jeweils ihr eigenes Geschäft hatten. Welchen Berufsweg man letztendlich einschlägt, empfindet er als „eine Sache des eigenen Naturells“, die in erster Linie nichts mit der Ausbildung zu tun hat. „Allerdings beeinflusst die Wahl der Hochschule natürlich den späteren Lebensweg. Sie kann dich – beispielsweise durch Kontakte in die Gründerszene – auf das richtige Gleis setzen und damit die spätere Karriere in bestimmte Bahnen lenken.“ Für sich persönlich konnte sich Bierbrauer einen Einstieg in ein Unternehmen bisher nicht gut vorstellen und beneidet ehemalige Kommilitonen in Festanstellung nur sehr selten – etwa dann, wenn bei ihm mal wieder alles auf einmal kommt und er mit seinem Partner die ganze Verantwortung trägt. Dennoch ist er aus tiefster Überzeugung selbstständig und setzt sich mit vollem Einsatz für die Weiterentwicklung von Erna & Co ein. 

Die Munich Business School als Wegbereiter

Ein Hochschulstudium allein reicht nicht aus, um ein Projekt wie Erna & Co. erfolgreich auf die Beine zu stellen. „Mit einem Seminar ist eine Selbstständigkeit noch lange nicht getan – vieles lernt man erst, wenn man mitten drin steckt“, sagt Bierbrauer.  „Gerade deshalb war es für mich wichtig, ein sehr praxisorientiertes Studium zu absolvieren, wie es die Munich Business School (MBS) anbietet. Ich hatte den Studiengang Bachelor International Business gewählt und habe heute den Eindruck, wirklich sehr viel aus dem Programm mitgenommen zu haben. Was mir zum Beispiel geholfen hat, ist ein Business-Plan, den wir an der MBS über zwei Semester entwickeln und anschließend präsentieren mussten. Dabei habe ich viel über die Strukturen und Inhalte  eines solchen Plans gelernt.“ Darüber hinaus haben ihm die regelmäßigen Präsentationen sehr weitergeholfen, die er in Seminaren und nach seinen Praktika regelmäßig halten musste.  Dabei war der Inhalt eher zweitrangig. Der Fokus lag viel mehr darauf, „sich selbst vorzustellen und zu lernen, sich und sein Thema zu verkaufen.“ Auch die zahlreichen integrierten Praktika, die im Rahmen des Hochschulstudiums auf internationaler Ebene von den Studierenden geleistet werden, erweisen sich als äußerst hilfreich. Bierbrauer absolvierte gleich drei – er arbeitete drei Monate in Stuttgart, vier Monate in Bangkok und ein Jahr in Friedrichshafen – und erhielt so bei namhaften Unternehmen, wie Mercedes und fish & more, tiefe Einblicke in die Bereiche Unternehmensberatung, Marketing Support und Vertrieb. „Dass die Praktika verpflichtend sind, halte ich im Nachhinein für einen großen Vorteil.“

Mit Disziplin und Ausdauer gelingt der optimale Sprung ins Berufsleben

Doch nicht nur die starke Praxisorientierung des Studiums an der Munich Business School hat Frédéric Bierbrauer bei der Gründung von Erna & Co. geholfen. Vielmehr profitierte er auch von der straffen Struktur des Bachelor International Business, die ihn perfekt auf das Berufsleben vorbereitete. „Ich habe so gelernt, was es heißt, sich an Aufgaben und Termine zu halten. Ich hatte gar nicht erst die Möglichkeit, den einen oder anderen Kurs schleifen zu lassen oder Prüfungen zu schieben. Man hat ein Thema wirklich bis zum Ende verfolgen müssen. Das bringt mich heute noch jederzeit voran.“ Was zunächst vielleicht nicht danach klang, stellte sich somit als wahrer Segen heraus, denn mit Disziplin gründet sich auch ein Startup deutlich besser. Und die Früchte, die dieser Lernprozess trägt, können sich sehen lassen. Nicht nur ein zwei- bis dreistelliges prozentuales Wachstum pro Jahr kann Erna & Co. bis jetzt verzeichnen, auch personell fand seit der Gründung ein stetiger Ausbau statt, so dass die Initiatoren Bierbrauer und Romer inzwischen nur noch einen Tag pro Woche selbst im Wagen stehen. Auch was die Zukunft betrifft, hat Bierbrauer eine klare Vision vor Augen: „Mittel- bis langfristiges Ziel ist es, unser Konzept auf feste Filialen zu übertragen und schwäbische Küche als schnelles und hochwertiges Essen  zu etablieren.“

Für Bierbrauer war das BA-Studium an der Munich Business School definitiv die richtige Wahl: „Die überschaubare Größe der Hochschule, der persönliche Kontakt zu den Dozenten und das Gefühl, nicht nur eine Nummer zu sein, sondern wirklich ein Teil des Ganzen“ führten dazu, dass er sich an seiner Hochschule stets wohl fühlte Und wenn man sich die Geschichte von Erna & Co. ansieht, kann sich der Auftritt mehr als sehen lassen!

Sich stetig weiter zu entwickeln, ist eine Grundmaxime von Niklas Goetzen, Gründer des Nischen-Fachportals Aumedo. Bereits vor seinem Studium betreute der junge Unternehmer im Rahmen der väterlichen Augenarztpraxis den Aufbau und später die Vermarktung des regionalen Praxis und Ärztenetzwerks in Düsseldorf. Anschließend stieg er tiefer in das Unternehmen ein. Doch das Studium an der Munich Business School weckte seinen Unternehmergeist und so kam für Goetzen nur die Fortentwicklung eines solchen Netzwerkes in Frage – neue Märkte und Zielgruppen mussten erschlossen werden. Er gründete die Online-Plattform Aumedo, die heute das größte Portal für Kunden und Patienten rund um die Themen Optik und Augenheilkunde ist. „Aumedo war einfach der nächste Schritt, weil es eine übergeordnete Plattform ist, die für ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz gedacht ist und auf der jeder Patient seinen Augenarzt sowie seine benötigten Informationen findet“, so Goetzen. Mit dem Abschluss des Bachelor International Business der MBS in der Tasche und den Erfahrungen aus dem regionalen Portal, entwickelte der junge Gründer das Fachportal Aumedo als die Anlaufstelle für Kunden und Patienten zum Thema Optik. Seit der Ideenfindung Mitte 2013 verging ein dreiviertel Jahr Konzeptionierung und Entwicklungszeit, bevor das Portal in seiner endgültigen Form im Januar 2014 mit Beiträgen zu Augenkliniken, Ärzten oder Optikern sowie einem eigenen Magazin und Lexikon live ging.

Auf der Webseite haben Kunden und Patienten die Möglichkeit, Informationen zu Augenheilkunde und Optik abzurufen – entweder per Stichwort-, Ärzte- oder Postleitzahlsuche. Die jeweiligen Einträge werden mit Zertifikaten und Fakten der Fachkunden belegtund von Niklas Goetzen und seinemTeam geprüft. Das Besondere des Nischenportals ist, dass es sich dezidiert mit dem Fachgebiet der Augenheilkunde im deutschsprachigen Raum auseinander setzt und die Einträge nicht auf subjektiven Patienten- und Kundenbewertungen basieren. „Wir möchten Ärzten und Optikern die Möglichkeit geben, sich objektiv darzustellen“, erklärt Goetzen. „Damit wird ein möglichst transparentes Bild der Einträge gewährleistet.“ Abgerundet wird das Angebot für den Nutzer durch ein Lexikon mit 280 bis 300 Fachbeiträgen, wie beispielsweise zu Erkrankung und Diagnostik, Anatomie des Auges oder Hilfsmittel, und einem blogähnlichen Magazin zu aktuellen Themen.

Der Weg in die Selbstständigkeit

Der Plan, sich nach dem Studium selbstständig zu machen, zeichnete sich bei Niklas Goetzen nicht sofort ab. Zunächst sammelte er erste Berufserfahrung als betriebswirtschaftlicher Leiter des Praxis- und Ärztenetzwerks im Großraum Düsseldorf. Anschliessend arbeitete er zwei Jahre bei einer Werbeagentur, nachdem er in deren Tochterfirma ein Praktikum in London absolviert hatte. Nach dieser Zeit folgte der Weg in die Selbstständigkeit, um seine Ideen freier verwirklichen zu können. „Sich nicht mehr rechtfertigen zu müssen und für alles selbst verantwortlichzu sein: Für Erfolge, aber auch für Fehler. Das war es, was mich reizte, denn selbstständig zu sein heißt, eine direktere Art der Arbeit zu verfolgen“, freut sich der Unternehmer. Nachseinen unterschiedlichen Erfahrungen weiß er heute, dass jeder seinen Weg individuell finden muss. So würde er auch nicht jedem den Weg in die Selbstständigkeit raten. „Man muss sich der Herausforderungen durchaus bewusst sein – selbstständig sein wird nicht einfach so gemacht! Jeder sollte für sich entscheiden, ob er 24/7 mit dem Kopf bei der Arbeit sein möchte. Nicht jeder empfindet dies als erstrebenswert. Und viele lieben die Sicherheit, die mit einer Anstellung verbunden ist“, gibt Niklas Goetzen zu bedenken.

MBS weckt Unternehmergeist

Bei der Etablierung eines Fachportals reicht das theoretische Wissen alleine nicht aus. Marktkenntnisse und viele technische Anforderungen sind zu beachten. Wer diese nicht selbst bewältigen kann, muss sich Hilfe holen. Beim Aufbau der Fachplattform arbeitet Niklas Goetzen als Geschäftsführer mittlerweile mit vier weiteren Kollegen zusammen: einer Assistenz, einem Kollegen für Grafikdesign, einem Programmierer und einem Mitarbeiter für den Kundensupport. Auch wenn er während der Konzeptionierung der Webseite viele spezifische Aspekte beachten musste, hat ihn das Studiuman der MBS hervorragend auf seinen Lebensweg vorbereitet. „Die MBS hat vorallen Dingen meinen Unternehmergeist geprägt. Die vielen Praxisbeispiele, Fallstudien, Planspiele und Marktanalysen halfen bei der richtigen Zielfindung“, so der Aumedo-Gründer. Besonders die Planspiele von Prof. Dr. Schäffner haben Eindruck auf ihn gemacht. Generell habe die MBS bei ihm den Grundsteinfür die Lust auf die Wirtschaft gelegt. Heute resümiert er: „Ich bin bewusst an die MBS gegangen, weil ich gern einen durchdachten und durchgetakteten Plan verfolgen wollte. An staatlichen Hochschulen hätte mir alles zu lange gedauert. Dass das Studium so klar strukturiert und vorgegeben war, hat mir sehr geholfen. Mit der straffen Organisation des Studiengangs folgten auch die nötige Eigenständigkeit und Disziplin zur Gründung des Portals.“

Straffes Programm als Vorbereitung für den Berufsweg

Die Disziplin und Ausdauer, die solch ein Programm nach sich zieht, kommt dem MBS Absolventen noch heute zu Gute. Sein Alltag besteht vor allen Dingen aus Netzwerken: Emails schreiben, telefonieren, Präsentationen vorbereiten und bei Vorortterminen das Fachportal erklären. Niklas Goetzen ist viel im deutschsprachigen Raum unterwegs und koordiniert zusätzlich seine vier Mitarbeiter. Aufgrund seines familiären Hintergrunds und der guten Kontakte in die Industrie fühlt er sich emotional an seine Gründung gebunden. „Jetzt gerade ist es mein Baby, mit dem ich meine Ziele verwirklichen möchte“, soder Gründer des Portals.

Aumedo hat sich seit dem Live-Gang im Januar 2014 zufriedenstellend entwickelt. Nach nur drei Monaten erreichte das Fachportal bereits 3.500 Nutzer proTag. Das Lexikon umfasst mittlerweile 280 bis 300 Einträge und das Magazin im Blogformat wird regelmäßig bespielt. Goetzen zielt nun darauf ab, die Plattform weiter am Markt zu positionieren und mittel- bis langfristig steigende Nutzer und Abonnentenzahlen zu generieren.

Wie kamst Du auf die Idee, “Sunny-Food” zu gründen?

Während meines Studiums an der MBS und meinen Praktika bemerkte ich, dass man sehr häufig unter Zeitdruck steht und nur ein geringes Zeitfenster hat, um zu essen. Da es immer schnell gehen muss, greift man häufig zu wenig nahrhaften Mahlzeiten. Da war die Idee mit Green Smoothies auch schon geboren. Neue Studien besagen übrigens, dass entgegen der allgemein bekannten Faustregel „fünfmal Grün am Tag“ sieben grüne Portionen am Tag das Wohlbefinden steigern.

Was zeichnet Dein Produkt aus?

Ich gehe mit jedem Smoothie auf bestimmte Konzepte ein. So werden die Obst-, Gemüse- und Superfood-Variationen speziell für die jeweilige Funktion ausgewählt, die sie erfüllen sollen. So biete ich beispielsweise Smoothies als perfekten Frühstücksersatz, zur Stärkung des Immunsystems oder als Wachmacher an. Da alle Smoothies vor den Augen der Kunden zubereitet werden, stehe ich für 100% Frische.

Würdest Du sagen, dass Du schon immer Unternehmergeist hattest?

Nein (lacht). Während den drei Jahren an der MBS ist dieser maßgeblich geprägt worden. Ich wurde außerdem von Kommilitonen mit starkem Unternehmergeist angespornt.

Wie viel Zeit musstest Du von der Planung bis zur Umsetzung investieren?

Tatsächlich nur zwei Monate! Aber dieser Zeitraum ist sicherlich kein Maßstab für andere Projekte. In dieser Zeit habe einen Businessplan geschrieben, das Logo entworfen, die Homepage erstellt, ein Factbook angelegt, einen Laden gefunden, Rezepte entworfen und noch mehr.

Inwieweit hat Dir Dein Studium an der MBS bei der Gründung geholfen?

Aus meiner Sicht gibt es vor allem zwei Gründe, warum Start-ups scheitern: Vertrieb und Finanzen. Für den Vertrieb sind gute Unternehmenskontakte und ein persönliches Netzwerk essentiell – beides konnte ich an der MBS aufbauen. Bei der Erstellung des Businessplans und der Finanzplanung haben mir die Vorlesungen von Prof. Schäffner und Prof. Zirus auf jeden Fall weitergeholfen.

Was würdest Du den MBS Studenten auf den Weg in die Selbständigkeit mitgeben?

Als Entrepreneur kann man sich nicht nur auf ein Fachgebiet beschränken, man muss vielmehr von allem Ahnung haben, wenn auch nicht bis ins kleinste Detail. Fehler werden einem nicht verziehen und man bekommt sofort die Konsequenzen seiner Entscheidungen zu spüren. Wer sich vorstellen kann, 24/7 für seine Idee zu kämpfen, sollte einfach Mut zeigen und es versuchen. Je älter man wird, desto schwieriger wird der Weg in die Selbständigkeit. Es wird immer harte und gute Zeiten geben. Vor allem der Anfang ist von viel Ehrgeiz, Geduld und Willen geprägt.

Wie würdest Du „Sunny-Food“ mit einem Satz beschreiben?

„Sunny-Food“ ist die Neuerfindung des Fast Foods.

Presentationgym - was ist das?

Wir unterstützen Individuen und Organisationen bei der Erstellung richtig cooler Präsentationen. Wenn man fit werden will, liest man ja auch kein Buch, sondern muss trainieren. Für die Kommunikationsskills gilt genau das gleiche. Unsere große Leidenschaften bei presentationgym sind Übung, Feedback und das echte Trainieren von Kommunikationsfähigkeiten - damit unsere Kunden kreative und authentische Präsentationen abliefern, die Geschichten erzählen und die Zuhörer für sich gewinnen.

Wie kamen Sie in diesen Bereich?

Ich war irgendwie schon immer “auf der Bühne”, ob als Schauspieler im Schultheater oder als Bandmusiker. Die Präsentation von Ideen war da der nächste logische Schritt.

Wie sah Ihre Arbeitswoche aus?

In einem Start-up gibt es keine “normalen” Arbeitstage und wegen der begrenzten Ressourcen machen alle alles. Diese Woche habe ich einen Marketing-Newsletter geschrieben, gebloggt, mich mit dem Buchhalter getroffen, zwei potentielle Kunden in Japan gecoached, unsere Großkunden betreut, den Businessplan aufpoliert und dieses Interview gegeben. Und zwischendurch Unmengen an Emails geschrieben.

Mögen Sie Ihren Job?

Absolut. Ich genieße es besonders, direkt mit Geschäftsführern an strategischen Präsentation zu arbeiten. Der beste Arbeitstag meines Lebens: bei einem Firmenevent des weltgrößten Sportartikelherstellers in Zell bin ich morgens auf dem Gletscher Ski gefahren und habe mittags gearbeitet. Fantastisch - das könnte ich jeden Tag so machen.

Was mögen Sie nicht so sehr?

Wenn man in einem Start-up arbeitet, hat man weniger Sicherheit als bei einem größeren Unternehmen. Das hat natürlich Vor- und Nachteile.

Inwiefern profitieren Sie heute von Ihrem Studium an der MBS?

Ein Wort: Selbstvertrauen. Ich hatte zuvor sieben Jahre in derselben Firma gearbeitet und der MBA an der MBS hat mir das Selbstvertrauen gegeben, etwas anderes zu tun.

Was macht aus Ihrer Sicht ein Studium an der MBS aus?

Da ich nur einen MBA gemacht habe, kann ich es nicht wirklich mit anderen Programmen vergleichen. Ich habe jedoch mit einer großartigen Gruppe von Menschen studiert, von denen ich sehr viel gelernt habe. Zudem konnte ich während meines Studiums an der MBS weiterarbeiten - aus meiner Sicht ein großes Plus.

Welche 3 Dinge fallen Ihnen spontan beim Stichwort MBS ein?

Raucherpausen am Samstagmorgen, ein toller Trip nach Singapur mit meinen Kommilitonen und meine erste richtige Einführung in die Philosophie in Harald Müllichs Unterricht.

Wem würden Sie einen Job in Ihrer Branche empfehlen?

Jedem der eine Leidenschaft für Präsentieren, Lernen und Wissenstransfer hat.

Haben Sie Tipps fürs Bewerben nach dem Studium?

Hören Sie genau hin und antworten Sie präzise. In einem Interview geht es eigentlich gar nicht um Sie. Es geht um die Interviewer und darum, denen die Informationen zu geben, die sie suchen - auf klare, prägnante und verständliche Art und Weise.

Welchen Ratschlag haben Sie rückblickend fürs Studium parat?

Einstein hat mal gesagt: “Bildung ist das, was bleibt, nachdem man vergessen hat, was man in der Schule gelernt hat”, und wie so oft hatte er recht. Studieren Sie mit dem Ziel, dass Sie sich weiterbilden wollen, nicht nur Dinge auswendig lernen, die Sie wieder vergessen werden. Konzentrieren Sie sich auf die Fähigkeiten, die Sie (weiter-)entwickeln möchten und arbeiten Sie hart an diesen.

Oliver Wyman - was ist das?

Oliver Wyman ist eine weltweit führende Unternehmensberatung mit hoher Industrie- und Fachexpertise in Strategie, Operations, Risk Management und Organisationstransformation. Ich selbst arbeite in der Business Unit „Organization Transformation“. In dieser Abteilung helfen wir Unternehmen  dabei, notwendige Veränderungen in ihrer Organisation umzusetzen. Das reicht
von der Umsetzung neuer Strategien, über Restrukturierungen bis zur Unterstützung unserer Kunden bei M&A-Aktivitäten.

Wie kamen Sie in diesen Bereich?

Durch einen Kommilitonen an der MBS wurde ich darauf aufmerksam. Der sagte: „Micha, das passt genau zu dir!“ Daraufhin habe ich es mir angeschaut und er hatte Recht! Ich habe mich beworben und wurde glücklicherweise direkt angenommen.

Wie sieht eine “normale Woche” aus?

Wir reisen viel – in der Regel sind wir direkt an den Standorten des Kunden. Wie viele Tage in der Woche ist dann jedoch abhängig vom Kunden und vom Projekttyp. Vor Ort arbeiten wir eng mit allen Hierarchie-Ebenen des  Unternehmens zusammen – vom Vorstand bis zum einfachen Mitarbeiter. Analysen durchführen, Abstimmungsmeetings halten und Entscheidungsvorlagen erstellen. Freitags kommen häufig noch interne Aufgaben wie Bewerberinterviews dazu. Ein wichtiger Punkt auf der täglichen To-Do-Liste ist aber auch die gemeinsame Freizeit mit den Kollegen: Sport, gemeinsam Essen oder worauf man auch immer Lust hat.

Mögen Sie Ihren Job?

Zuallererst macht es Spaß, sonst wäre ich nicht mehr dabei. Mir gefällt die tägliche Herausforderung im Projekt: Die Challenge besteht darin, sich jeden Tag neuen Situationen zu stellen und diese professionell zu meistern. Man hat mit verschiedenen Industrien, Inhalten, Geschäftsmodellen und Unternehmensbereichen zu tun. Da muss man sehr flexibel sein, langweilig wird es nicht so schnell! Zudem gibt es fast nichts Besseres in der Geschäftswelt, als eine scheinbar unlösbare Aufgabe erfolgreich für den Kunden zu bewältigen.

Was mögen Sie nicht so sehr?

Wir treffen häufig von vielen Seiten auf politische Widerstände, obwohl die Vorteile unserer Vorschläge und Empfehlungen für jeden offensichtlich sind. Das frustriert ab und an – aber am Ende schaffen wir es doch immer, alle Beteiligten zu überzeugen.

Inwiefern profitieren Sie heute von Ihrem Studium an der MBS?

Im Studium habe ich einen sehr guten Gesamtüberblick über die meisten betriebswirtschaftlichen Themen erhalten. Dieses grundsätzliche und breite Verständnis hat mir gerade zu Beginn meiner Laufbahn geholfen, mit den unterschiedlichsten Funktionen in Unternehmen arbeiten zu können.

Was macht aus Ihrer Sicht ein Studium an der MBS aus?

Wie gesagt: Das Studium gibt einen sehr breiten Überblick über alle Disziplinen. Außerdem wird man für interkulturelle Zusammenhänge sensibilisiert, z.B. durch die zwei Semester im Ausland, die ich in Hong Kong und Madrid verbracht habe. Und vor allem: Die Praxisnähe – viele Methoden und Tools, die ich während des Studiums gelernt habe, wende ich noch heute an.

Welche 3 Dinge fallen Ihnen spontan beim Stichwort MBS ein?

  • „Nur Druck macht aus Kohle Diamanten“. Der Spruch war immer sehr präsent während der Klausurphase – muss man aber nicht so ernst nehmen. (lacht)
  • Freundschaften – ich habe fantastische Menschen kennengelernt, das möchte ich nicht missen.
  • Students Clubbing als Orgateam für studentische Aktivitäten – wir hatten unglaublich viel Spaß, als wir es damals gegründet haben!

Sind Sie heute da, wo Sie als Student hinwollten?

Ich bin da, wo ich zu diesem Zeitpunkt sein wollte. Aber die Reise geht ja weiter!

Wem würden Sie einen Job in Ihrer Branche empfehlen?

Jedem der Spaß hat an einem herausforderndem Job und dem Abwechslung wichtig ist: Denn jeder Tag ist anders. Die Fähigkeit zu analytischem Denken schadet auch nicht. (lächelt)

Haben Sie Tipps fürs Bewerben nach dem Studium?

Fangt frühzeitig an, Eure Wunschunternehmen zu suchen und sucht nicht nur nach den großen bekannten Unternehmen aus dem Dax. Es gibt so viele interessante Unternehmen, gerade auch in Deutschland, die Weltmarktführer sind und gute Leute wie Euch dringend suchen. Dort könnt Ihr in der Regel auch schneller mehr Verantwortung übernehmen. Und: Stellt im Bewerbungsgespräch nicht etwas dar, was ihr nicht seid – jeder erfahrene Interviewer findet dies mit der 1. Frage heraus.

Welchen Ratschlag haben Sie rückblickend fürs Studium parat?

  • Probiert aus, was Euch Spaß macht. Auch wenn Ihr mehr oder weniger alles in Euren Kursen behandelt, legt Euren Fokus auf das, was Euch morgens aufstehen lässt.
  • Nehmt Euch auch mal ein wenig Auszeit, das gehört zum Studium dazu.
  • Seid relaxed, wenn etwas im Studium nicht funktionieren sollte, wie Ihr Euch das vorstellt. Das gehört auch dazu.

Wie bist Du zu diesem Job gekommen?

Bereits während meines Studiums an der MBS hatte ich einige Freunde in der Red Bull World, die mir positiv vom Trainee Programm bei Red Bull berichtet haben. Dieses Programm wird nur alle zwei Jahre angeboten und ist auf 18 Monate angesetzt. Der Bewerbungsprozess läuft insgesamt 6 Monate und innerhalb dieses Zeitraums müssen verschiedene „Tests“ absolviert werden. Nach einem abschließenden zweitägigen Assessment Center bekommt der Bewerber dann die Zu- bzw. Absage. Bei diesem Programm kann sich der Kandidat beim Bewerbungsstart für verschiedene Länder und auch „Bereiche“ (Media, Marketing, Finance etc.) bewerben. Eine zielgerichtete Bewerbung auf eine bestimmte Stelle ist bei dem Trainee Programm nicht möglich. Dem Bewerber wird entsprechend seiner Fähigkeiten, bisherigen Berufserfahrungen und persönlichen Wünsche eine Stelle zugeordnet.

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag in Deinem Job aus?

Die Aufgabe beim B2B Marketing im Red Bull Media House besteht darin, potentielle Partner/Unternehmen in unsere Formate und Kanäle zu integrieren. Aufgrund dieser Vielfältigkeit gibt es keinen „klassischen“ Arbeitstag. Es kommen fast täglich neue Anfragen, von größeren als auch von kleineren Kunden und daher müssen wir immer wieder nach neuen Integrationsmöglichkeiten für die potentiellen Partner suchen. Bei diesen „Ideen“ arbeiten wir viel mit internen Abteilungen zusammen z.B. dem Athleten- oder Event- Department oder mit unseren Print oder Onlinekanälen.

Inwiefern profitierst Du in Deiner heutigen Position von Deinem Studium an der MBS?

Das Studium an der MBS hat mir vor allem bei dem Bewerbungsprozess geholfen, da es dabei auch sehr auf Präsentationen ankam. Zudem haben mir die vielen praktischen Projekte Kenntnisse vermittelt, die wichtig für meine jetzige Aufgabe sind. Dabei handelt es sich nicht nur allein um Briefings, sondern auch um den Umgang mit Kunden und deren Prioritäten. Vor allem Projekte mit Adidas, Audi und dem FC Ingolstadt 04 waren hier lehrreiche Beispiele. Auch die internationale Ausrichtung des Studiums an der MBS (Vorlesungen in englischer Sprache, Auslandsstudium etc.) erleichtern mir die tägliche Arbeit im englischsprachigem Arbeitsumfeld im Red Bull Media House.

Über Julian Heise:

  • Kontakt: julian.heise(at)onlinehome.de
  • Studienstart an der MBS: 2013/2014
  • Studienabschluss an der MBS: 2015
  • aktueller Arbeitgeber: Red Bull Media House (Salzburg)

Wie bist Du zu diesem Job gekommen?

Ich habe mich ganz klassisch über die Karriere Homepage von Lidl Schweiz beworben und mich in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren durchgesetzt.

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag in Deinem Job aus?

Den klassischen Arbeitstag gibt es nicht. Es sei mal soviel gesagt -  es gibt nie nichts zu tun. Wenn ich am Morgen ins Büro komme, dann kann es passieren, dass über Nacht (wie dieses Jahr geschehen) der Schweizer Franken eingebrochen ist. Im Lebensmitteleinzelhandel bedeutet dies: „nur der Erste wird vom Kunden wahrgenommen“.  Dies hat zur Folge, dass man unheimlich schnell und flexibel handeln und entscheiden muss: je nach Wichtigkeit der Ereignisse werden dann auch mal über Nacht TV Spots gebucht und produziert oder eine großflächige Billboard-Kampagne lanciert. Neben den „Spontanaktionen“ bin ich noch für die Mediaplanung, Imagekampagnen und für den kompletten Online-Bereich zuständig.

Inwiefern profitierst Du in Deiner heutigen Position von Deinem Studium an der MBS?

Am meisten profitiere ich von den praxisnahen Situationen, die wir im Studium geschaffen haben. Mit der Theorie legt man die Basis, aber die realitätsnahen Fallbeispiele bereiten einen ganz konkret auf den Berufsalltag vor. Zudem profitiere ich von den erlernten Soft-Skills, da ich viel mit Mitarbeitern, Agenturen und Testimonials zu tun habe. Heutzutage kann man fast alles nachlesen bzw. recherchieren. Geschicktes Verhandeln, souveränes Auftreten oder beispielsweise troubleshooting sind Fähigkeiten die heutzutage immens wichtig sind und die man eben nicht mal schnell „googeln“ kann. Die MBS hat gut erkannt, dass es darauf ankommt, die High Potentials von morgen bestmöglich auszubilden. Dies gelingt durch einen guten Mix aus theoretischem Wissen, realistischen Praxisbeispielen, dem Auslandsaufenthalt und gezielter Persönlichkeitsentwicklung. 

Über Robert Uwira:

  • Kontakt: Uwira.robert(at)googlemail.com
  • Studienstart an der MBS: Sommer 2013
  • Studienabschluss an der MBS: SoSe 2015
  • aktueller Arbeitgeber: Lidl Schweiz AG

Wie bist Du zu diesem Job gekommen?

Ich habe mich während meines Auslandssemsters an der Texas A&M für eine Praktikumsstelle bei der WWP im Büro in Wien beworben. Ganz klassisch, mit Lebenslauf und Motivationsschreiben, ohne dass die Stelle damals offiziell auf der WWP-Seite ausgeschrieben war. Glücklicherweise wurden meine Bewerbungsunterlagen dennoch an den Account Director vom Büro in Wien für den Kunden „bwin“ weitergeleitet, welcher mich zu einem Skype-Bewerbungsgespräch einlud. Dessen Hauptaugenmerkt lag klar auf meiner Ausbildung auf der MBS, wobei ich durch die Präsentation einiger Sponsoring Aktivierungs- und Evaluationsprojekten, welche ich auf der MBS absolviert hatte, punkten konnte. Zwei Wochen später habe ich die Zusage erhalten und habe Anfang Februar 2015 als Praktikant für den Kunden „bwin“ im Wiener WWP Büro begonnen.

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag in Deinem Job aus?

Mein Aufgabengebiet umfasst die Betretung des Kunden „bwin“ für den belgischen Fußballverein RSC Anderlecht, wobei ich für jeglichen Markenauftritt und die Konzeption als auch Durchführung der Sponsoring Aktivierungen zuständig bin. Insofern verbringe ich einen Großteil meines Arbeitstags mit Projekt Management, der Koordinierung von Projekten als auch der Abstimmung der unterschiedlichen Aktivierungsideen mit den Kunden. Am Anfang der Fußballsaison wurde dem Kunden, anhand seines erworbenen Rechtepakets, eine Auswahl an unterschiedlichen Aktivierungsprojekten vorgelegt, welche ich im Laufe der Saison sukzessive abarbeite, den Erfolg beobachte und Projekte dementsprechend adaptiere um die KPIs, welche vom Kunden vorgegeben wurden, zu erreichen. Abgesehen davon, bin ich dadurch relativ oft vor Ort in Belgien um die finale Durchführung der Projekt zu koordinieren und zu kontrollieren. Was mitunter der spannendste und lustigste Teil der Arbeit ist.

Inwiefern profitierst Du in Deiner heutigen Position von Deinem Studium an der MBS?

Ich habe dem Studium an der MBS meine derzeitige Position als auch den bisherigen Werdegang meiner Karriere zu verdanken. Auch wenn man beim Berufseinstieg wieder bei „Null“ beginnt, was die firmeninterne Arbeitsprozesse und Strukturen angeht, hat mich das Studium sehr gut auf den Einstieg in die Berufswelt vorbereitet. Vor allem wenn es um die Evaluation und Konzeption von Sportsponsoring Aktivierungsmaßnahmen geht, profitiere ich sehr von dem was mir die Dozenten an der MBS beigebracht haben.

Über Thomas Trinkl:

  • Kontakt: thomas.trinkl(at)yahoo.com
  • Studienstart an der MBS: Herbst 2013
  • Studienabschluss an der MBS: Frühjahr 2015
  • aktueller Arbeitgeber: Weirather – Wenzel & Partner GmbH

Wie bist Du zu diesem Job gekommen?

Aus meiner Sicht, werden die Weichen für eine erfolgreiche Karriere im Sportbusiness bereits während des Studiums gelegt. So arbeitete ich als Praktikant und Werkstudent, parallel zu meinem Master an der MBS, bei der Allianz Deutschland AG in den Bereichen Sponsoring & Werbung. Mein aktueller Arbeitgeber fungiert als Sponsoring-Leitagentur für die Allianz, sowohl im deutschen Markt als auch für die globale Allianz SE. Diese Synergie ermöglichte mir den perfekten Einstieg als Junior Berater nach meinem Masterabschluss.

Nicht oft genug kann man das Thema „Praktika/Ausbildung-Erfahrungen“ gesondert herausheben. Bereits vor meiner Zeit bei der Allianz, hatte ich u.a. die Möglichkeit für die VfB Stuttgart Marketing GmbH, den Südwestrundfunk, die Wirtschaftsförderung Frankfurt oder auch der Unternehmensberatung Ernst & Young  zu arbeiten.  

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag in Deinem Job aus?

Aufgrund meiner Beratungstätigkeit für unterschiedliche Kunden aus verschiedenen Branchen, wie z.B. einerseits der Versicherer Allianz und andererseits der Konsumgüterhersteller Henkel, verfüge ich über ein sehr abwechslungsreiches Aufgabengebiet. Neben der Betreuung jährlicher Großevents, wie der FC Bayern Teampräsentation, fungierte ich im letzten Jahr beispielsweise auch als Projektleiter der Allianz Kampagne #Titeltraum zur Frauenfußball WM in Kanada: In einem umgebauten Wohnwagen, dem Allianz „Bloghaus“, mehrere Wochen durch Kanada zu reisen war sicherlich etwas Besonderes.

Erfolgreiches Arbeiten im Sponsoring basiert allerdings natürlich nicht nur auf „Highlight-Aktivierungen“, die tägliche Arbeit erfordert auch eine Menge Einsatz außerhalb der glorreichen Sportwelt: Das rasche Priorisieren von Aufgaben und Email-Korrespondenzen, Vor- und Nachbearbeiten von Meetings und Brainstormings, Aufbereiten von Projektplänen, Budgetkalkulationen, Kunden-Präsentationen und Vorstands-Entscheidungsvorlagen gehört ebenso zum Tagesgeschäft, wie Location-Besichtigungen und das geschickte Handling von Dienstleistern.

Inwiefern profitierst Du in Deiner heutigen Position von Deinem Studium an der MBS?

Ich würde das aus zwei Perspektiven betrachten: Zum einen bereitet der Masterstudiengang mit seinen inhaltlichen Schwerpunkten Sport, Business & Communication fachlich optimal auf einen Job im Sponsoring vor. Zum anderen verfügt die MBS über ein unvergleichliches Dozenten-Netzwerk. Diese Vielfalt an wichtigen, leitenden Persönlichkeiten aus der Sport- und Medienbranche ist der, aus meiner Sicht, größte Mehrwert für die Studenten. Es ist erstaunlich wie schnell man im tatsächlichen Berufsleben wieder auf „ehemalige Weggefährten“ stößt.

Über Benedikt Weiss:

  • Kontakt: Benedikt.Weiss(at)cemano.com
  • Studienstart an der MBS: Januar 2013 / SoSe
  • Studienabschluss an der MBS: Juli 2014
  • aktueller Arbeitgeber: Cemano Communication GmbH

Wie bist Du zu diesem Job gekommen?

Zu PowerBar bin ich durch einen persönlichen Kontakt gekommen. Als ehemaliger Inhaber einer Agentur konnte ich mein Wissen und meine Erfahrung im Onlinebereich mit einbringen und habe damit wohl bei den Gesprächen punkten können. Doch keine Angst, bei Powerbar kann man auch ohne persönliche Kontakte reinkommen.

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag in Deinem Job aus?

Als Digital Brand Manager bin ich für alle Online-Bereiche verantwortlich. Hierzu gehören nicht nur die europäische Internetseite, sondern auch Seiten weiterer Wirtschaftsregionen wie beispielsweise Japan. Soziale Netzwerke spielen bei uns auch eine wesentliche Rolle und werden derzeit in einer internationalen Strategie vereint. Die Arbeit mit dem Global Framework von Facebook, Twitter, Instagram, YouTube oder den Businessportalen gehört natürlich auch zu meinen Aufgaben.

Paid Social, Google Display Network, Advertising on Demand – Werbung im Internet läuft ebenfalls über meinen Tisch. Vom Media Brief bis hin zur Aufwertung der Kampagnen ist hier alles dabei.

Inwiefern profitierst Du in Deiner heutigen Position von Deinem Studium an der MBS?

Das Studium hat mir noch einmal geholfen, Marketing strategisch zu fundieren – um nicht „immer“ dem Bauchgefühl nachzugehen. Gerade für Social Media ist dies hilfreich, wenn man eine internationale Strategie entwickelt.

Über Sebastian Koch:

  • Kontakt: bastian.koch(at)powerbar.de
  • Studienstart an der MBS: WiSe 2013/2014
  • Studienabschluss an der MBS: SoSe 2015
  • aktueller Arbeitgeber: PowerBar Europa GmbH

Blau und rot, Schalke und Bayern, die beiden Fraktionen existierten in der fußballbegeisterten Familie Christoffer im Sauerland, wo Ina aufwuchs.

„Aber ich war schon immer für die Bayern, und ich habe auch früh beschlossen, dass ich beruflich mit Sport zu tun haben möchte, am liebsten mit Fußball”, erzählt Ina. So studierte sie ab 2005 zunächst Sport & Event Management an der BiTS Iserlohn. Schon während ihres Bachelor- Studiums absolvierte sie Praktika bei Profi-Vereinen wie Paderborn, Leverkusen oder Bochum. Auch für adidas arbeitete Ina regelmäßig neben dem Studium, so zum Beispiel bei der Fußball-WM 2006.

Mit Bewerbungen für Praktika beim FC Bayern hatte sie zweimal kein Glück. Und so mag letzten Endes vielleicht doch ein wenig Zufall mit im Spiel gewesen sein - betrachtet man jedoch den Weg, auf dem Ina Christoffer zum FC Bayern gelangt ist, dann spielen wohl eher Eigenschaften wie Leidenschaft, Zielstrebigkeit und Energie die entscheidende Rolle.

Christian Nerlinger, Sportdirektor des FC Bayern München, hatte die Munich Business School schon verlassen, als Ina im Herbst 2008 ihr Master-Studium an der MBS begann. Trotzdem fand sie den Link zum FC Bayern: Gemeinsam mit einigen Kommilitonen schlug sie dem damaligen Marketingchef Andreas Jung ein Business Project im Bereich Auslandsvermarktung des FC BayernMünchen vor. Der FCB stimmte zu, und das Ergebnis, das die MBS Studenten ablieferten, war offensichtlich überzeugend. Denn dieses Mal wurde Inas Anfrage für ihre Abschlussarbeit beim FC Bayern berücksichtigt, und so begann sie im Februar 2010 in der Sponsoring-Abteilung ihres Lieblingsvereins. Und schon Ende April kam dann das elektrisierende Angebot. Ina erinnert sich noch genau: „Es war ein Donnerstag, und es hieß: Bis Montag können Sie noch an Ihrer Arbeit schreiben, ab Dienstag Einarbeitung im Vorstandssekretariat. Vertragsbeginn am 1. Mai – sind Sie einverstanden“?“ Für Ina eine rein rhetorische Frage...

Und dieser „perfekte Berufsstart“ wie Ina Christoffer ihren Einstieg bei der FC Bayern München AG nennt, fand seine Vollendung bei zwei Highlights noch im Mai. Ina durfte den Verein zum DFB-Pokalfinale nach Berlin und eine Woche später sogar zum Champions- League-Finale nach Madrid begleiten.

Welche Träume hat sie jetzt, da ihr alter Traum so früh in Erfüllung gegangen ist? Da bleibt die Noch-Studentin diskret, genau wie im Hinblick auf alle Themen, mit denen sie beim FC Bayern befasst ist. Aber eins ist ihr wichtig nach den Erfahrungen der ersten Wochen beim Rekordmeister: „Ich kann weder Praktika noch Eintrittskarten vermitteln, da muss jeder Student und jedes Team die offiziellen Wege gehen“. Nur indirekt und langfristig kann Ina Christoffer vielleicht helfen – denn genau wie Christian Nerlinger wird auch sie dafür sorgen, dass die Absenderadresse „Munich Business School“ weiterhin einen guten Ruf in der Chefetage der FC Bayern München AG genießt.

Wie war Ihr Tag?

Ich bin gerade aus dem Urlaub zurückgekommen, jetzt geht es an die Organisation verschiedener Events, wie der Berlin Fashion Week, die in den nächsten Wochen anstehen und die Vorbereitung der dazugehörigen Pressearbeit.

Was ist das Beste an Ihrem Job?

Er ist sehr abwechslungsreich – wenn ich morgens ins Büro komme, weiß ich oft nicht, was der Tag alles bringen wird. Ich genieße auch den persönlichen Kontakt zu interessanten Personen wie Journalisten, Designern, Bloggern, Saloninhabern etc.

Was mögen Sie nicht so sehr?

Eigentlich mag ich alles an meinem Job. Er ist definitiv nicht langweilig und bringt jeden Tag etwas Neues.

Was bringt Ihnen Ihr Studium an der MBS heute?

Die internationale Ausrichtung und die Praxisorientierung bringen mir bis heute am meisten. Aber auch das breite Spektrum an Vorlesungen von Finanzmanagement (das ich bei der Erstellung des Budgets benötige) bis Unternehmenskommunikation (das die theoretische Grundlage meiner täglichen Arbeit bildet) ist für mich immer noch wesentlich. Wie sonst würde ich z. B. wissen, was der NOP ist oder wie eine Pressemitteilung aufgebaut sein sollte?

Was macht ein Studium an der MBS aus?

Breites, betriebswirtschaftliches Allgemeinwissen von Finanzbuchhaltung über Kommunikationsmanagement bis hin zum Interkulturellen Management. So sieht man nach dem Studium das Unternehmen als Ganzes und kann Funktionsweisen schneller durchleuchten. Zusätzlich bietet die MBS durch die Praxisorientierung eine tolle Vorbereitung auf die Arbeitswelt. Man kann schon während des Studiums in nationale und internationale Unternehmen blicken und entscheiden, welcher Bereich einem am meisten zusagt.

Welche 3 Dinge fallen Ihnen spontan beim Stichwort MBS ein?

Praxisorientierung, Auslandssemester und eine super Grundlage für die Arbeitswelt.

Wie war der Übergang vom Studium in die Berufspraxis?

Ohne Probleme – durch Praktika im PR-Bereich und den Kontakt zu den Unternehmen wusste ich schon während meiner Abschlussarbeit, wie es direkt danach weiter geht. Ohne die Praktika im Studium wäre das nicht möglich gewesen.

Sind Sie heute da, wo Sie als Studentin hinwollten?

Das kann ich definitiv sagen. Als ich mein Studium beendet habe, dachte ich eigentlich nicht, dass ich so schnell so weit komme. Dreieinhalb Jahre nach dem Studium für die gesamte Öffentlichkeitsarbeit von Aveda für drei Länder verantwortlich zu sein, das hätte ich mir nie erträumen lassen. Aber wer weiß, wo mich die Zukunft noch hinbringt.

Haben Sie Tipps fürs Bewerben nach dem Studium?

Man sollte schon während des Studiums ein Netzwerk schaffen und Kontakte knüpfen, die man am Ende des Studiums für den Jobeinstieg nutzen kann. Das MBS Netzwerk ist hier hervorragend geeignet: Durch die Alumni, die in den unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen tätig sind, findet sich immer ein Kontakt zu dem Bereich, der einen interessiert.

Welchen Ratschlag haben Sie rückblickend fürs Studium parat?

Egal, welchen Job man später ausübt, ist die Wahrscheinlichkeit doch groß, dass man irgendwie mit Budgets etc. in Berührung kommt. Deswegen mein Tipp: mit Zahlen im Studium nicht gleich verzweifeln. Und vom Studium alles mitnehmen, was nur geht: vom Fachwissen über die Erfahrungen im Ausland bis hin zu den netten Kommilitonen.

Von der Theorie in die Praxis

Das Auslandssemester ist für alle MBS Studenten ein absolutes Highlight. Nicht nur das kennen lernen neuer Kulturen, Lernen an einer anderen Hochschule und das Schließen neuer Freundschaften prägen die Zeit. Manch einer bringt auch eine neue Geschäftsidee mit nach Hause. Bachelorabsolvent Claus Weiß kam während seines Auslanddssemesters in San Diego auf die Idee das Kultprodukt „Acai Beere“ nach Deutschland zu bringen und ein Café zu eröffnen. Der Businessplan entstand noch während der Studienzeit, die Eröffnung von „Daddy Longlegs“ erfolgte im Jahr 2013. Mit uns hat Clauss Weiß über seine Geschäftsidee und seinen Weg vom Studium in den Job gesprochen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, „Daddy Longlegs“ zu gründen?

Die Idee entstand bei meinem Auslandsstudium an der San Diego State University. Neben einer super Zeit habe ich auch eine Geschäftsidee aus meinem Auslandsemester mit nach Hause gebracht.

Was ist das besondere an Ihrem Produkt Acai Beere?

Es trifft den aktuellen Zeitgeist von gesunder Ernährung die vor dem Kunden zubereitet wird. Es spendet sehr viel Power und ist insbesondere für Sportler perfekt geeignet.

Als Geschäftsführer von „Daddy Longlegs“ arbeiten Sie nur nebenberuflich. Was ist Ihr Hauptjob?

Mein Hauptjob ist in der Immobilienprojektentwicklung für ein Münchner Familienunternehmen. Ich sehe im Immobilienbereich meine berufliche Zukunft, das Thema Gastronomie ist sozusagen mein Hobby.

Würden Sie sagen, Sie haben schon Ihren Traumjob gefunden?

Ich habe mit den Themen Immobilien und Gastronomie auf jeden Fall meine Traumbranchen getroffen. Bei dem Münchner Familienunternehmen fühle ich mich ebenfalls sehr wohl und ich kann so meine beiden Leidenschaften perfekt miteinander verbinden.

Was sind Ihre nächsten großen Ziele?

Ich bin immer offen für Projekte im Immobilienbereich und in der Gastronomie. Wobei mich im Immobilienbereich insbesondere die schwierigen Projekte reizen- die Objekte die auf den 1. Blick mit großen Problemen behaftet sind. Sei es die optische Wirkung nach außen oder eine schwierige Lage des Objektes. Im Gastronomiebereich würde ich hingegen nur auf erprobte und nachgewiesene gute Lagen setzen.

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Stay hungry – Stay foolish! Wenn mir Leute sagen, dass etwas nicht möglich ist nehme ich diese Einschätzung erstmal nicht als gegeben hin. Es ist fast alles möglich, wenn man bereit ist den Preis dafür zu zahlen. Ich versuche außerdem immer etwas gegen den Strom zu schwimmen. Bis jetzt hat dies ganz gut geklappt.

In wiefern profitieren Sie in Ihrer heutigen Position von Ihrem Studium an der MBS?

Ich profitiere auf fachlicher Seite von sämtlichen Kursen rund um das Thema Finanzen und Steuern. Als Kleinunternehmer sollte man von Steuer zumindest eine grobe Ahnung haben. Von persönlicher Seite helfen die vielen Präsentationen souverän vor einem Kunden aufzutreten.

Was macht, aus Ihrer Sicht, ein Studium an der MBS aus?

Es ist sehr praxisnah und familiär. Das Netzwerk, das ich während meiner Zeit an der MBS aufbauen konnte ist für mich sehr wertvoll.

Welche 3 Dinge fallen Ihnen spontan ein, wenn Sie an Ihre Zeit an der MBS zurückdenken?

Freunde

Spaß

Gute betriebswirtschaftliche Ausbildung

Sind Sie heute da, wo Sie als Student hinwollten?

Mein ursprüngliches Ziel war die Übernahme des Familienunternehmens. Daher kann man sagen, dass ich mein Ziel von damals nicht erreicht habe. Allerdings bin ich mit dem neuen Weg und den neuen Chance sehr zufrieden und habe die Entscheidung nicht nach „Hause“ gegangen zu sein nicht bereut.

Welchen Ratschlag können Sie Studenten an der MBS für Ihr Studium geben? (=Wenn Sie noch mal studieren könnten, was würden Sie anders machen?)

Ich habe immer fürs Leben gelernt. Mit dieser Einstellung habe ich bisher immer nur positive Erfahrungen gesammelt. Aus diesem Grund würde ich genau das auch allen Studenten empfehlen: Lernt nicht nur für Euren Lebenslauf, lernt fürs Leben! Wenn man mit Begeisterung und Engagement seine Arbeit macht, wird man auch Erfolg haben. 

Waren Sie eigentlich ein guter Student?

Ich war ein durchwachsener Student. In den Fächern, die mir gefallen haben oder in denen ich viel für meinen beruflichen Werdegang herausholen konnte, habe ich intensiv gelernt. Es gab auch Fächer für die ich nur das Nötigste getan habe.

Alumni Relations

Martina Dengler

+49 (0)89 547678-270
Martina.Dengler(at)munich-business-school.de