{"id":4785,"date":"2016-09-19T14:50:06","date_gmt":"2016-09-19T12:50:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/?p=4785"},"modified":"2018-05-30T12:51:05","modified_gmt":"2018-05-30T10:51:05","slug":"wirtschaftsethik-wertedebatte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2016\/wirtschaftsethik-wertedebatte\/","title":{"rendered":"Wirtschaftsethik \u2013 Anspruch und Wirklichkeit (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<h2>Die Wertedebatte in der BWL<\/h2>\n<p>Sp\u00e4testens seit der Finanzkrise 2006\/07 haben einige der menschlichen Kardinalfragen wieder gro\u00dfe Popularit\u00e4t erreicht, nicht nur im Allgemeinen, sondern im Speziellen.<\/p>\n<p>Die Frage nach Gleichheit, Gerechtigkeit, Fairness, Gl\u00fcck, (\u00f6kologischer) Verantwortung, grunds\u00e4tzlich der Auffassung \u00fcber Werte, Moral, Ethik und Nachhaltigkeit besch\u00e4ftigt &#8222;Stammtische&#8220; und Medien gleicherma\u00dfen wie Politik und Wissenschaft. Seien es Menschenrechte (Fl\u00fcchtlingskatastrophe, Menschenhandel, Folter, moderne Sklaverei und Ausbeutung), Reichtum (Managergeh\u00e4lter und Boni), Hunger und Armut, Korruption (FIFA), Betrug (VW), Steuerverk\u00fcrzung (Apple u.a.), Steuerhinterziehung (Panama-Papers), Klimaerw\u00e4rmung (CO2-Emissionshandel), Umweltsch\u00e4digung (Giftm\u00fcllexporte, Fracking, Rodung von Regenw\u00e4ldern, \u00dcberfischung der Welt-meere, toxische D\u00fcngemittel und Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung), Begrenzung des Zugangs zu Arzneimitteln, Cyber-Kriminalit\u00e4t und Internet-Abzocke, Tierhaltung und Lebensmittelskandale, Produktpiraterie, Schmuggel, Waffenhandel etc. Die Erfahrungsobjekte (Beobachtungen) boomen, die Erkenntnisobjekte (Ursache-Wirkungszusammenh\u00e4nge) stagnieren.<\/p>\n<h3>Zunahme ethisch diskussionsw\u00fcrdiger Sachverhalte<\/h3>\n<p>Unverkennbar ist, dass die starke Zunahme ethisch diskussionsw\u00fcrdiger Sachverhalte einerseits einhergeht mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1989, die mit dem wirtschaftlichen Globalisierungsph\u00e4nomen gleichgesetzt werden kann, andererseits mit dem Fortschritt in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK), insbesondere im Bereich Internet und Digitalisierung.<\/p>\n<p>Ex ovo bedingt die Existenz von zwei oder mehr Lebewesen aufgrund des nat\u00fcrlichen Selbsterhaltungstriebes gewisser Regeln, die Koexistenz \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich machen. Jede Pflanze, jedes Tier verf\u00fcgt \u00fcber Schutz- bzw. Verteidigungseigenschaften (Gift, Stachel, Panzer, Tarnf\u00e4rbung etc.), die das \u00dcberleben sichern sollen. Die Natur zeichnet sich aber gerade dadurch aus, dass sie den berechtigten Schutz der &#8222;Einzelinteressen&#8220; nur soweit &#8222;garantiert&#8220;, als er f\u00fcr das Gleichgewicht des Gesamtsystems erforderlich ist. Vereinfacht sind dies die Naturgesetze.<\/p>\n<p>Gleiches muss f\u00fcr das menschliche Dasein und damit f\u00fcr die Menschheit gelten, ist aber nicht naturgegeben, sondern muss k\u00fcnstlich hergestellt werden. Dem individuellen und\/ oder gemeinschaftlichen Selbsterhaltungstrieb (Egoismus) sind im gesamtgesellschaftlichen Interesse Grenzen zu setzen.<\/p>\n<p>Deshalb ist es Illusion, zu glauben oder gar zu erwarten, dass Appelle an singul\u00e4res und\/ oder kollektives ethisch-moralisches Verhalten die gew\u00fcnschte gesamtgesellschaftliche Wirkung erzielen, die auch noch von Dauer ist. In entwickelten, eher von Wohlstand als von existenzieller Not gekennzeichneten Gesellschaften ist asoziales und\/ oder kriminelles Verhalten keine &#8222;Notwehr&#8220; zur Sicherung des eigenen Lebens. Es ist sicherlich auch nicht richtig, dass Gut oder B\u00f6se genetischen Ursprungs sind oder davon auszugehen ist, dass der Mensch grunds\u00e4tzlich ein asoziales Gesch\u00f6pf ist, wie es die Vertreter der &#8222;schwarzen Anthropologie&#8220; (z.B. Hobbes, Adorno) unterstellten. Vielmehr ist es so, dass die jeweiligen Umst\u00e4nde der Sozialisierung den Ausschlag geben, wie sich ein Individuum verh\u00e4lt. Nun ist Sozialisierung aber nicht ein einmaliger, sondern ein lebensbegleitender Prozess<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, d.h., Verhalten ist eher situativ als prinzipiell und dementsprechend Ver\u00e4nderungen unterworfen.<\/p>\n<p>Insofern ist es folgerichtig, dass die Wirtschaftsethik drei Ebenen unterscheidet:<\/p>\n<ul>\n<li>Individualethik<\/li>\n<li>Institutions- bzw. Unternehmensethik und<\/li>\n<li>Rahmen- bzw. Ordnungsethik.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese sind sozusagen die Stakeholder (Menschen, Unternehmen, Politik) eines Wirtschaftssystems und deren meist konflikt\u00e4re Ziele nicht oder zumindest nicht einfach in Einklang zu bringen. Selbst die Verst\u00e4ndigung auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner gleicht der Quadratur des Kreises.<\/p>\n<h3>Corporate Citizenship als notwendige Voraussetzung<\/h3>\n<p>Bezeichnenderweise ist die Bereitschaft von Unternehmen, dieses Thema unmittelbar zu f\u00f6rdern, eher gering. Es besteht deshalb nach wie vor die begr\u00fcndete Annahme, dass der Begriff &#8222;Greenwashing&#8220; die vorherrschende betriebliche Realit\u00e4t treffend charakterisiert. Die wenigen substanziellen Nachhaltigkeitskonzepte bedeutender Unternehmen wie Siemens (gezwungenerma\u00dfen) oder DATEV e.G. sowie inhabergef\u00fchrter Unternehmen wie Hipp und Henkel (freiwillig aus \u00dcberzeugung) finden zwar Follower, aber eher einer &#8222;Me too&#8220;-Philosophie folgend als der Einsicht, dass Sustainability und Corporate Social Responsibility die Gesch\u00e4ftsmodelle der Zukunft sein werden.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Insofern muss einerseits in der Praxis noch erhebliche \u00dcberzeugungsarbeit geleistet, andererseits F\u00fchrungsnachwuchs herangebildet werden, dessen Mindset Corporate Citizenship als notwendige Voraussetzung f\u00fcr wirtschaftlich erfolgreiches und nachhaltiges Handeln unterstellt.<\/p>\n<p>Auch die nationale und internationale Politik verlieren sich in Absichtserkl\u00e4rungen und halbherzigen \u00c4nderungen bzw. Neuformulierungen von Gesetzesgrundlagen der Ordnungspolitik, etwa bei den Themen Korruption, Bankenregulierung, Finanztransaktionssteuer oder Disziplinierung von Ratingagenturen.<\/p>\n<p>In diesem und den nachfolgenden Beitr\u00e4gen meiner Blogserie wird der Versuch unternommen, &#8222;richtige&#8220; von &#8222;unrichtigen&#8220; Handlungen abzugrenzen, den Gleichklang zwischen &#8222;Recht&#8220; und &#8222;Gerechtigkeit&#8220; kritisch zu hinterfragen, eine pragmatische Schnittmenge zwischen &#8222;Egoismus&#8220; und &#8222;Altruismus&#8220; zu definieren sowie eine sensualistische wirtschaftliche T\u00e4tigkeit zu proklamieren.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Dabei werde ich mich mit der Wertedebatte in der BWL, der Darstellung von faktisch gegebenen und wesentlichen non-ethischen Wirtschaftssachverhalten sowie Erkl\u00e4rungs- und L\u00f6sungsans\u00e4tzen besch\u00e4ftigen, obwohl ich mir bewusst bin, nicht die eigentlichen Adressaten zu erreichen oder sie gar zu \u00e4ndern.<\/p>\n<h3>Die Wertedebatte in der BWL<\/h3>\n<p>Bei der Beurteilung eines Status Quo ist ein Blick in die Historie \u2013 zu oft vernachl\u00e4ssigt \u2013 durchaus aufschlussreich. Erst im 20. Jahrhundert erreichte die Betriebswirtschaftslehre eine Auspr\u00e4gung, die es erlaubt, von einer wissenschaftlichen Disziplin zu sprechen. Damit verbunden war aus pragmatischen Gr\u00fcnden eine Konzentration auf die rein wirtschaftliche, wertfreie Sicht der Betriebe und des betrieblichen Handelns.<\/p>\n<p>Das besondere Merkmal der ethisch-normativen Grundausrichtung der fr\u00fchen handelskundlichen Literatur geriet deshalb vielfach in Vergessenheit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/MBS-business-ethics-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4790\" src=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/MBS-business-ethics-1.jpg\" alt=\"MBS Wirtschaftsethik\" width=\"678\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/MBS-business-ethics-1.jpg 678w, https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/MBS-business-ethics-1-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schon Autoren des 17. Jahrhunderts, beispielsweise Jacques Savary<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a>, sahen sich aufgrund der negativen Bewertung der Handelst\u00e4tigkeit und des Kaufmannsberufes durch die antike Philosophie und die kirchliche Morallehre des Mittelalters veranlasst, sich durch ausf\u00fchrliche Rechtfertigung des Kaufmannsstandes um dessen moralische Anerkennung zu bem\u00fchen und Grunds\u00e4tze sowie Verhaltensregeln f\u00fcr den &#8222;Ehrbaren Kaufmann&#8220; aufzustellen. Dieses Erfordernis ist heute geradezu &#8222;in&#8220;.<\/p>\n<p>Den Schwerpunkt der empirisch-realistischen Richtung der Betriebswirtschaftslehre (Schmalenbach) bildete eine auf einer vorwiegend empirisch-induktiven betriebswirtschaftlichen Theorie basierende &#8222;angewandte Betriebswirtschaftslehre&#8220; (wissenschaftliche Kunstlehre), deren Ergebnisse unmittelbar der betrieblichen Praxis dienen sollten.<\/p>\n<p>Ziel der normativ-wertenden Richtung der Betriebswirtschaftslehre (Nicklisch) ist es, Normen f\u00fcr betriebliches Handeln zu setzen, d.h., ausgehend von obersten, allgemein-g\u00fcltigen Grundnormen (&#8222;ewigen Werten&#8220;) die f\u00fcr die Betriebswirtschaftslehre als Einzelwissenschaft g\u00fcltigen Sondernormen abzuleiten, diesen Normen entsprechende Verfahren zu entwickeln und durch &#8222;Erziehung der Entscheidungstr\u00e4ger&#8220; zu versuchen, den vorgefundenen Ist-Zustand betrieblichen Handelns in den postulierten Soll-Zustand zu \u00fcberf\u00fchren.<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Ziel der theoretischen Richtung der Betriebswirtschaftslehre (Schmidt) und der Privatwirtschaftslehre (Rieger) ist nur die Erkenntnis, die systematische Erforschung der empirischen betrieblichen Probleme, aber nicht die Entwicklung von Anleitungen und Rezepten.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Die entscheidungsorientierte BWL setzt Grundmodelle ein, die die Verhaltensweisen von Entscheidungstr\u00e4gern beschreiben und erkl\u00e4ren:<\/p>\n<ol>\n<li>Individuum: die Bestimmungsgr\u00f6\u00dfen seines Verhaltens sind Bed\u00fcrfnisse, Wertvorstellungen, Interessen, Vorstellungen \u00fcber Umwelt etc.; der Mensch handelt im Rahmen seiner eigenen &#8222;Psycho-Logik&#8220;<\/li>\n<li>Gruppe: Spielregeln, die das Verhalten der einzelnen Mitglieder im sozialen System steuern, sind Normen, Regeln, Verhaltenserwartungen<\/li>\n<li>Organisation: Unternehmen als Koalition von Interessengruppen (&#8222;Ph\u00e4nomen der Macht&#8220;)<\/li>\n<li>Aufzeigen der Strukturmerkmale (Macht, Kommunikationsbeziehungen, Arbeitsteilung etc.)<\/li>\n<li>Einzelne Koalitionsmitglieder verfolgen Individualziele<\/li>\n<li>Unternehmensziele entstehen aus Verhandlungsprozessen der Interessengruppen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Einbeziehung der gesellschaftlichen Bestimmungsgr\u00f6\u00dfen war weder damals, noch ist sie heute als Modell ausreichend entwickelt.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Eine erste Entwicklung der BWL in Richtung einer &#8222;F\u00fchrungslehre&#8220; erfolgte durch Heinen. Ihm zufolge<\/p>\n<ul>\n<li>ist die Unternehmung ein zielgerichtetes soziotechnisches System, das Informationen gewinnt und verarbeitet<\/li>\n<li>ist die BWL zu den sozial-\/ verhaltenswissenschaftlichen Nachbardisziplinen zu \u00f6ffnen<\/li>\n<li>steht der Mensch im Mittelpunkt, ist F\u00fchrung auch &#8222;Menschenf\u00fchrung&#8220;<\/li>\n<li>ist alles betriebliche Geschehen durch menschliches Entscheiden gepr\u00e4gt<\/li>\n<li>gibt die (kritische) BWL im Rahmen ihrer Erkl\u00e4rungsaufgabe beschreibende Aussagen und &#8222;optimale&#8220; Gestaltungs- sowie Verhaltensempfehlungen (angewandte Wissenschaft)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich der Entwicklungsstand der BWL charakterisieren als eine f\u00fchrungsorientierte Betriebswirtschaftslehre. Dabei stellt die Unternehmenspolitik den eigentlichen Inhalt in einem stark differenzierten und umweltabh\u00e4ngigen soziotechnischen System dar. Und auch die ethischen, moralischen, sozialen Einstellungen und Werthaltungen, insbesondere des Top-Managements, werden zumindest (wieder) zum Ausdruck gebracht.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich (erw\u00fcnschte) Prinzipien bei der Leistungserstellung<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> sind dabei<\/p>\n<ul>\n<li>das Humanprinzip (gekennzeichnet durch die Begriffe &#8222;Selbstachtung, -verwirklichung und -best\u00e4tigung&#8220; sowie &#8222;Humanisierung der Arbeit&#8220;)<\/li>\n<li>das Prinzip geringstm\u00f6glicher Umweltbelastung (gekennzeichnet durch die Begriffe &#8222;Ressourcenschonung&#8220; und &#8222;Vermindern und Verhinderung von Umweltbelastungen&#8220;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>oder \u00fcbergeordnet<\/p>\n<ul>\n<li>das Prinzip der Nachhaltigkeit<br \/>\n&#8211; Mit der Kategorie Nachhaltigkeit verf\u00fcgt die Weltgesellschaft \u00fcber einen kosmopolitischen Begriff sui generis.<br \/>\n&#8211; Die Nachhaltigkeitskategorie hat einen lokalen Anwendungsbezug.<br \/>\n&#8211; Sie formuliert ein s\u00e4kulares internes Kriterium, das die Funktionalit\u00e4t sozialer Prozesse in einer Langfristperspektive betrachtet.<br \/>\n&#8211; Die Nachhaltigkeitssemantik tr\u00e4gt wesentlich dazu bei, den Gegensatz zwischen \u00d6konomie und \u00d6kologie als vermeintlichen Gegensatz zu \u00fcberwinden.<br \/>\n&#8211; Nachhaltigkeit formuliert eine zukunftsorientierte Heuristik f\u00fcr die Suche nach gemeinsamen Regelinteressen.<br \/>\n&#8211; Sie ist eher als die Kategorie der &#8222;Gerechtigkeit&#8220; oder &#8222;sozialen Gerechtigkeit&#8220; in der Lage, die Institutionalisierung globaler Probleml\u00f6sungen fruchtbar anzuleiten. Insofern ist Nachhaltigkeit die vielversprechendste Heuristik f\u00fcr die Herausforderungen der Weltgesellschaft.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9] <\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine &#8222;Flut&#8220; von Ethikdeklarationen, so begr\u00fc\u00dfenswert sie einerseits ist, &#8222;provoziert&#8220; andererseits, auf die offensichtlichen Widerspr\u00fcche zwischen Absichtserkl\u00e4rungen und realen Gesch\u00e4ftspraktiken hinzuweisen. Dies muss in einem offenen Prozess, d.h., unter Teilnahme aller Stakeholder, geschehen, um ethische Dynamik in die gewollte Moralisierung der M\u00e4rkte zu bringen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Die Rahmenordnung (Ordnungsethik) muss die Integrit\u00e4t der Wirtschaftenden st\u00fctzen, nicht er\u00fcbrigen. Sie muss daf\u00fcr sorgen, dass der verantwortungsvoll Handelnde (Individualethik) im Wettbewerb nicht der &#8222;Dumme&#8220; ist, dass Unternehmensethik im Markt nicht &#8222;bestraft&#8220; wird.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Wir schlie\u00dfen uns deshalb auch nicht der Auffassung von Edwards an, dem Medizin-Nobelpreistr\u00e4ger 2010, dass immer die Ethik sich dem (technischen) Fortschritt anzupassen hat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/MBS-business-ethics-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4792\" src=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/MBS-business-ethics-4.jpg\" alt=\"MBS Wirtschaftsethik\" width=\"678\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/MBS-business-ethics-4.jpg 678w, https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/MBS-business-ethics-4-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dort, wo Beteiligte (Manager, Mitarbeiter, Anteilseigner, Kunden, Lieferanten etc.) mehr oder weniger ausschlie\u00dflich ihre Orientierung und ihre Verhaltensweise im \u00d6konomischen Prinzip und damit in der (pers\u00f6nlichen, individuellen) Gewinnmaximierung begr\u00fcndet sehen, leistet die klassische BWL geradezu &#8222;Vorschub zu Fehlverhalten&#8220;. Nachweisbar f\u00fcgt dies den einzelnen Unternehmen (hier: Manager, Arbeitnehmer, Eigent\u00fcmer) als auch dem unternehmerischen Umfeld (hier: Kunden, Lieferanten, Gesellschaft und Staat), ja allen Stakeholdern langfristig erhebliche Sch\u00e4den zu.<\/p>\n<p>Eine vordergr\u00fcndige Ursache mag darin bestehen, dass es weiterhin zwei Auffassungen hinsichtlich des Erkenntnisobjektes der BWL gibt:<\/p>\n<ol>\n<li>Die BWL besch\u00e4ftigt sich nicht mit dem Betrieb schlechthin, sondern nur mit der wirtschaftlichen Seite. Die technischen, rechtlichen, soziologischen, psychologischen, ethischen Aspekte der Betriebe sind auszuklammern und geh\u00f6ren in die Untersuchungsgebiete anderer (wissenschaftlicher) Disziplinen, wobei die erzielten Gewinne ausschlie\u00dflich dem Kapitaleigner zustehen.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/li>\n<li>Das Ziel einer &#8222;bestm\u00f6glichen Versorgung des Marktes&#8220; im Sinne einer &#8222;gemeinwirtschaftlichen Wirtschaftlichkeit&#8220; ist im Rahmen des marktwirtschaftlichen Systems die unternehmerische Maxime.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Um der zweiten Auffassung, die fortan auch unsere ist, gerecht zu werden, m\u00fcssen Managementkonzepte ein bestimmtes &#8222;Bild&#8220; entwerfen, das die jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Sicht des Menschen usw.) reflektiert.<\/p>\n<p>So gesehen war beachtenswert, dass der franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident Sarkozy 2009, kurz vor dem G-20-Gipfel in Pittsburgh, forderte, das BIP als Wachstumsindikator (= Auffassung 1) zu ersetzen und zwar durch den Ma\u00dfstab &#8222;wie gl\u00fccklich und zufrieden die Menschen sind&#8220;. Gemessen werden sollen dabei Umweltfolgen, Sozialprobleme, Freizeit, die Qualit\u00e4t \u00f6ffentlicher Dienste und unbezahlte Wertsch\u00f6pfung (= Auffassung 2).<\/p>\n<p>Diese Forderung wurde z.B. unterst\u00fctzt durch den Nobelpreistr\u00e4ger und US-\u00d6konomen Joseph Stiglitz und den indischen Wirtschaftsphilosophen Amartya Sen.<\/p>\n<p>Sie fordern, das Befinden der Menschen sowie dessen Nachhaltigkeit als zus\u00e4tzliche Faktoren zu erheben.<\/p>\n<p>Offensichtlich haben wir es dann mit einem dreidimensionalen Problem in der Wirtschaftsethikdebatte zu tun.<\/p>\n<p>Die 77-j\u00e4hrige Elinor Ostrom etwa, die 2009 den Alfred-Nobel-Ged\u00e4chtnispreis f\u00fcr \u00d6konomie erhielt, kritisiert die offiziell als alternativlos dargestellte &#8222;Klimapolitik&#8220; gem\u00e4\u00df dem Kyoto-Protokoll. In ihrem popul\u00e4rsten Werk &#8222;Governing the Commons&#8220;, begr\u00fcndet sie nachvollziehbar, dass Landbewohner instinktiv f\u00e4hig sind, Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften und es dazu keiner staatlichen Reglementierung bedarf. Weil sie miteinander reden, gemeinsame Nutzungsregeln aushandeln und diese auch \u00fcberwachen. Dem &#8222;Common Sense&#8220; wird aber von Theorie und Politik nicht der Stellenwert einger\u00e4umt, den er unter einfachen Menschen offenbar hat. Ostrom setzt damit auf die Dimension der Individualethik.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Anders die &#8222;Tragedy of the Commons&#8220; (Tragik der Allmende) des amerikanischen Mikrobiologen Hardin, die immer noch die umwelt\u00f6konomischen \u00dcberlegungen beeinflusst: Er bezieht sich auf die Theorie von Malthus (1766-1834) und vergleicht die menschliche Spezies mit Bakterien, die sich so lange exponentiell vermehrt, bis sie aus Nahrungsmangel eingeht. Freie Menschen stellen somit die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die Umwelt dar, weil sie egoistisch Nutzenmaximierung betreiben. Deshalb m\u00fcsse von der neoliberalen Theorie Adam Smith&#8217;s Abstand genommen werden, d.h., der Staat muss regulierend knappe Ressourcen verwalten.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p>Hardin glaubt somit nicht an eine Ethik des Individuums, weshalb eine Ordnungsethik unabdingbar sei.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Auch die Arbeiten Williamsons sind keine Modellspielereien, sondern besch\u00e4ftigen sich wie Ostrom mit konkreten Problemen der Corporate Governance, sehen den Markt als ein Teilsystem, das sich wie alle anderen in einer Gesellschaft zu bew\u00e4hren hat. Dies gilt auch f\u00fcr die durch den Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4ger von Hayek begr\u00fcndete \u00f6sterreichische Schule der Politischen \u00d6konomie sowie die Public-Choice-Theorie von Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4ger Buchanan. Aufbauend auf der subjektiven Wertlehre besch\u00e4ftigten sich beide nicht mit Konstruktionen wie dem homo oeconomicus, sondern mit dem Vern\u00fcnftigkeitsgrad menschlicher Entscheidungen, worauf sich eine Unternehmensethik begr\u00fcnden l\u00e4sst.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16] <\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Weiter zu: <a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2016\/09\/wirtschaftsethik-aktuell\/\">Teil 2: Die aktuelle Situation<\/a>\u00a0<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Wesentliche Phasen dabei sind: Erziehung (Elternhaus), Schul-\/Berufsausbildung, Studium\/Fort- und Weiterbildung, berufliches Umfeld und beruflicher Fortgang, religi\u00f6ser, politischer, gesellschaftlicher Status etc.<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Dies wird auch unterst\u00fctzt durch die Ausf\u00fchrungen zum Impact Investment (wirtschaftlich kalkulieren, ethisch handeln). Vgl. Zirus, W., Schmidkonz, C., Impact Investing oder der Wunsch nach &#8222;Doing Good while Doing Well&#8220; (Teil 1), <a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2016\/08\/impact-investing-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2016\/08\/impact-investing-2\/<\/a>, 26.08.2016<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Basis dieser Artikelserie ist meine MBS interne Ver\u00f6ffentlichung &#8222;Werte in der Unternehmenspolitik und Unternehmensf\u00fchrung des 21. Jahrhunderts&#8220;, M\u00fcnchen 2011, welche ich als Reader zu meiner Vorlesung MGMT 501 &#8222;Wirtschaftsethik im globalen Kontext&#8220; angefertigt habe. Die Artikelserie soll insbesondere Aspekte aufgreifen, die in den vergangenen f\u00fcnf Jahren zum Erfahrungs- und Erkenntnisgewinn beigetragen haben.<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Jacques Savary war ein enger Mitarbeiter des franz\u00f6sischen Finanzministers Colbert. Sein Werk wurde in mehrere Sprachen \u00fcbersetzt und erschien 1676 in deutscher Sprache unter dem Titel &#8222;Der vollkommene Kauff- und Handelsmann&#8220;. Savarys Werk hatte einen nachhaltigen Einfluss auf die handelswissenschaftliche Literatur der folgenden hundert Jahre.<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. Grochla, E., Hrsg., Betriebswirtschaftslehre Teil 1: Grundlagen, Stuttgart 1978, S.4<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. W\u00f6he, G., D\u00f6ring, U., Einf\u00fchrung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre 20., neubearb. Aufl., M\u00fcnchen 2000, S.57<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. Brinkmann, J., Pies, I., Diskussionspapier Nr. 05-1 Wittenberg-Zentrum f\u00fcr Globale Ethik: Corporate Citizenship: Raison d&#8217;etre korporativer Akteure aus Sicht der \u00f6konomischen Ethik<\/em><br \/>\n<em> &#8222;Bereits 1937 stellte der sp\u00e4tere Nobelpreistr\u00e4ger Ronald Coase in seinem ber\u00fchmten Aufsatz &#8218;The Nature of the Firm&#8216; die Frage, was die raison d&#8217;\u00eatre von Unternehmen sei. Aus wirtschaftsethischer Perspektive ist von besonderer Bedeutung, dass Unternehmen als korporative Akteure angesehen werden. Sie sind Objekt der Zuschreibung von Verantwortung f\u00fcr Handlungsfolgen. Ihre Verantwortungsf\u00e4higkeit ist aus Sicht der \u00f6konomischen Ethik sogar integraler Bestandteil ihrer raison d&#8217;\u00eatre.&#8220;<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. Hopfenbeck, W., Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Managementlehre, 14. Aufl., M\u00fcnchen 2002, S.78<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. Pies, I., Nachhaltigkeit: eine semantische Innovation von welthistorischer Bedeutung; WiWi-Online.de, Hamburg, Deutschland, 2007; online im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.wiwi-online.de\/start.php?a_title=531&amp;ar=328\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.wiwi-online.de\/start.php?a_title=531&amp;ar=328<\/a><a href=\"#_ftnref10\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" name=\"_ftn10\"><br \/>\n[10]<\/a> Bruckner, R., &#8222;Gewinnmaximierung ist nicht rechtfertigungsf\u00e4hig&#8220;, <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1271374644444\/Wirtschaftsethiker-im-Interview-Gewinnmaximierung-ist-nicht-rechtfertigungsfaehig\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/derstandard.at\/1271374644444\/Wirtschaftsethiker-im-Interview-Gewinnmaximierung-ist-nicht-rechtfertigungsfaehig<\/a>; 21.04.2010<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl. Thielemann, U., Die Macht des Kapitals und die Ohnmacht der Moral, <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/blogs\/nzz_votum\/nzzvotum_wirtschaft_ethik\/die_macht_des_kapitals_und_die_ohnmacht_der_moral_1.5339875.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.nzz.ch\/blogs\/nzz_votum\/nzzvotum_wirtschaft_ethik\/die_macht_des_kapitals_und_die_ohnmacht_der_moral_1.5339875.html<\/a>; 31.03.2010<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Drastisch formulierte es Friedman in &#8222;Kapitalismus und Freiheit&#8220;:<\/em><br \/>\n<em> &#8222;Das Unternehmen ist ein Instrument der Aktion\u00e4re, die es besitzen (\u2026). In einem freien Wirtschafts-system gibt es nur eine einzige Verantwortung f\u00fcr die Beteiligten: sie besagt, dass die verf\u00fcgbaren Mittel m\u00f6glichst gewinnbringend eingesetzt und Unternehmungen unter dem Gesichtspunkt der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Profitabilit\u00e4t gef\u00fchrt werden m\u00fcssen, solange dies unter Ber\u00fccksichtigung der fest-gelegten Regeln des Spiels geschieht, d.h. unter Beachtung der Regeln des offenen und freien Wettbewerbs und ohne Betrugs- und T\u00e4uschungsman\u00f6ver(\u2026)Es gibt wenig Entwicklungstendenzen, die so gr\u00fcndlich das Fundament unserer freien Gesellschaft untergraben k\u00f6nnen, wie die Annahme einer anderen sozialen Verantwortung durch Unternehmen, als die, f\u00fcr die Aktion\u00e4re ihrer Gesellschaften so viel Gewinn wie m\u00f6glich zu erwirtschaften.&#8220;<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. Ostrom, E., Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action. Cambridge University Press, Cambridge 1990, ISBN 0-521-40599-8, deutsch: Die Verfassung der Allmende. Mohr, T\u00fcbingen 1999, ISBN 3-161-46916-X<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Vgl. G\u00e4rtner, E.L., Wirtschaftsnobelpreis 2009 an Elinor Ostrom und Oliver Williamson: Eine Ohrfeige f\u00fcr den &#8222;Klimaschutz&#8220;, <a href=\"http:\/\/ef-magazin.de\/2009\/10\/15\/1565-wirtschaftsnobelpreis-2009-an-elinor-ostrom-und-oliver-williamson-eine-ohrfeige-fuer-den-klimaschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/ef-magazin.de\/2009\/10\/15\/1565-wirtschaftsnobelpreis-2009-an-elinor-ostrom-und-oliver-williamson-eine-ohrfeige-fuer-den-klimaschutz<\/a>; 03.03.2010<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. Hardin, G., The Tragedy of the Commons. In: Science. 162\/1968. S. 1243-1248 (deutsch in: Michael Lohmann (Hrsg.): Gef\u00e4hrdete Zukunft. Hanser, M\u00fcnchen 1970, S. 30-48 und dtv Bd. 920, M\u00fcnchen 1973, S. 29-46)<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Vgl. G\u00e4rtner, E.L., a.a.O.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Wertedebatte in der BWL Sp\u00e4testens seit der Finanzkrise 2006\/07 haben einige der menschlichen Kardinalfragen wieder gro\u00dfe Popularit\u00e4t erreicht, nicht nur im Allgemeinen, sondern im Speziellen. 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