{"id":6675,"date":"2017-04-28T13:24:54","date_gmt":"2017-04-28T11:24:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/?p=6675"},"modified":"2018-05-30T13:08:12","modified_gmt":"2018-05-30T11:08:12","slug":"wirtschaftsethik-fallbeispiele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2017\/wirtschaftsethik-fallbeispiele\/","title":{"rendered":"Wirtschaftsethik \u2013 Anspruch und Wirklichkeit (Teil 3)"},"content":{"rendered":"<h2>Wirtschaftsethisch diskussionsw\u00fcrdige Sachverhalte<\/h2>\n<p><strong><em>Weiter von: <\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Teil 1: <a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2016\/09\/wirtschaftsethik-wertedebatte\/\">Die Wertedebatte in der BWL<\/a> <\/em><\/strong><\/li>\n<li><strong><em>Teil 2: <a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2016\/wirtschaftsethik-aktuell\/\" rel=\"prev\">Die aktuelle Situation<\/a> <\/em><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>In den weiteren Beitr\u00e4gen der Blogserie \u201eWirtschaftsethik \u2013 Anspruch und Wirklichkeit\u201c thematisieren wir Erfahrungsobjekte, die Fehlentwicklungen der Marktwirtschaft belegen, ohne in Abrede zu stellen, dass sie sich bis dato als einziges Wirtschaftssystem bew\u00e4hrt hat, das summa summarum steigenden Wohlstand schafft. Sch\u00e4tzungsweise ist mehr als eine Milliarde Menschen seit der Jahrtausendwende der absoluten Armut<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> entkommen. Der statistische Wert darf allerdings nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass dieses Wirtschaftsmodell gleichzeitig \u2013 mit zunehmender Regelm\u00e4\u00dfigkeit \u2013 z.B. von Spekulationsblasen, Krisen, Korruption, Steuerhinterziehung und ungerechtfertigter Bereicherung im gro\u00dfen Stil begleitet wird.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<h3>Staatliche Marktinterventionen<\/h3>\n<p>Die Einbettung der Moral in den Markt, Tenor der \u201eMarktliberalisierung\u201c bzw. neoklassischen Synthese, geht von der F\u00e4higkeit von M\u00e4rkten aus, Gleichgewichtszust\u00e4nde zu erzeugen. Der Staat sollte sich so weit wie m\u00f6glich aus dem Wirtschaftsgeschehen heraushalten, da er die effizienteren Marktprozesse nur st\u00f6ren w\u00fcrde. Die Existenz von Arbeitslosigkeit oder Rezessionen wird auf unvollst\u00e4ndige Marktmechanismen oder Defekte des Marktsystems zur\u00fcckgef\u00fchrt, die wirtschaftspolitische Eingriffe rechtfertigen.<\/p>\n<p>Schon \u201eKeynes wollte die bestehende Ordnung durch eine egalit\u00e4rere Wirtschaft, gest\u00fctzt auf ein Vorherrschen der gesellschaftlichen Kontrolle \u00fcber die Investition, ersetzen.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Die Einbettung des Marktes in die Moral bedeutet \u201eMarktregulierung\u201c nach Erhard.<\/p>\n<p>Der Markt ist \u201eethisch blind\u201c. Daher ist die Effizienz ein systematisch nachrangiges Kriterium, das erst im Hinblick auf die vorzugebenden gesellschaftlichen Sinnorientierungen und Legitimit\u00e4tsbedingungen als lebensdienlich begr\u00fcndet werden kann.<\/p>\n<p><em><u>Werteanspruch<\/u><\/em><\/p>\n<p>Um eines vorwegzunehmen, \u201egegen die Marktlogik ist Ethik nicht zu erhalten.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Dennoch gilt, dass Regierungen eine ordnungspolitische Funktion aus\u00fcben m\u00fcssen, wobei Regulative, die auf die Kr\u00e4fte der M\u00e4rkte gerichtet sind, nicht, wie so oft, opportunistischen Beweggr\u00fcnden entspringen sollten, also den W\u00fcnschen irgendeiner m\u00e4chtigen Branche\/Interessengruppe (z.B. Automobil-\/Pharmaindustrie, Banken oder Landwirtschaft) Rechnung tragend.<\/p>\n<p>Es geht auch nicht vordringlich um \u201emehr oder weniger\u201c Staat, sondern um dessen Qualit\u00e4t im Sinne von nachhaltig sinnvoll, dem Gemeinwohl dienlich. Es kann auch nicht darum gehen, mehr Moral zu fordern, ohne sie zu f\u00f6rdern, d.h. Anreize zu schaffen, Regeln auch einzuhalten.<\/p>\n<p>Der Grundlegende Konflikt zwischen interessenbasierter individueller oder unternehmerischer Handlung und gemeinschaftlichem Nutzen ist hinreichend mit dem Gefangenendilemma theoretisch fundiert.<\/p>\n<p>\u201eEin Klugheitsargument zugunsten einer friedlichen sozialen Ordnung operiert mit einer Analyse des Basisspiels, die darauf abzielt, die Spielz\u00fcge in diesem dilemmatischen Spiel nicht direkt (dies w\u00e4re ein Ebenenfehler), sondern indirekt \u2013 vermittelt \u00fcber ein Meta-Spiel \u2013 so zu beeinflussen, dass die Regelinteressen der Spieler besser zur Geltung kommen k\u00f6nnen. Sie f\u00fchrt den Spielern vor Augen, wie ein geeignetes institutionelles Arrangement formaler und informaler Anreize sie aus der f\u00fcr sie misslichen Situation eines sozialen Dilemmas befreien kann. Die besondere Pointe \u2013 und diskursive Qualit\u00e4t \u2013 eines solchen Klugheitsarguments besteht darin, gemeinsame Regelinteressen und damit eine Basis f\u00fcr Konsens aufweisen zu k\u00f6nnen. Hierin liegt ein heuristisches Potential f\u00fcr die Anleitung demokratischer Regelfindungsdiskurse und Regelsetzungsprozesse.\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Schon 1967 reklamierte Galbraith \u201e(\u2026) Wenn wir auch weiterhin daran glauben, dass die Ziele des Industriesystems (\u2026) gleichbedeutend mit unserem Leben seien, (\u2026) wird der Staat seine Konsequenzen ziehen; denn, wenn wirtschaftliche Ziele die einzigen Ziele einer Gesellschaft sind, dann ist es v\u00f6llig in Ordnung, wenn das Industriesystem den Staat beherrscht und ihn seinen Zwecken dienstbar macht. Werden aber andere Ziele energisch genug verfochten, dann wird das Industriesystem wieder seinen nat\u00fcrlichen Platz als besonderer, autonomer Arm des Staates einnehmen; es wird sich nach den \u00fcbergeordneten Zielsetzungen der Gesellschaft richten m\u00fcssen.\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Auch wenn in der Politik makro\u00f6konomische Aspekte im Vordergrund stehen, ist die BWL gehalten, die meist in mikro\u00f6konomischen Einheiten, also einzelwirtschaftlichen Unternehmen aufkeimenden Probleme wie etwa \u00dcberkapazit\u00e4ten, Vernachl\u00e4ssigung der Ausbildungsaufgabe, zweifelhafte Fusionen, Standortverlagerungen, Nutzung von \u201eSteuerschlupfl\u00f6chern\u201c etc. in den richtigen Kontext \u2013 im Sinne von multikausalen Ursache-Wirkungszusammenh\u00e4ngen \u2013 zu stellen und diesbez\u00fcglich ihrer kritischen oder gar ihrer utopischen Funktion gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Homburg lehnt z.B. die Rettungspakete, die Regierungen nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers (\u201eEs war richtig, die Bank nicht zu retten. Wer in einer Marktwirtschaft scheitert, hat keinen Anspruch auf Staatshilfe.\u201c) f\u00fcr Banken geschn\u00fcrt haben, kategorisch ab.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Lehman hat die Krise nicht ausgel\u00f6st, und mit der Lehman-Pleite am 15. September 2008 ist die Welt nicht untergegangen. Ausl\u00f6ser der Finanzkrise war die Hochzinspolitik der Notenbanken. Zu diesem Ergebnis kommt im Prinzip auch der von Obama eingesetzte Untersuchungsausschuss mit der Kernkritik der \u00fcberzogenen Deregulierungspolitik.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-hyporealestate.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-mh-magazine-content wp-image-6732\" src=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-hyporealestate-678x381.jpg\" alt=\"MBS Bankenrettung\" width=\"678\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-hyporealestate-678x381.jpg 678w, https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-hyporealestate-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-hyporealestate.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Richtig und n\u00f6tig war, die Einlagen der Sparer in Deutschland staatlich zu garantieren. Unn\u00f6tig war, Milliarden in deutsche Banken zu pumpen (alleine f\u00fcr die Hypo Real Estate 175 Milliarden Euro). Es ist weder Aufgabe des Steuerzahlers, Zusammenschl\u00fcsse von Unternehmen zu finanzieren, noch sich indirekt \u00fcber Steuersubventionen an Kreditinstituten zu beteiligen, ohne mit Eigent\u00fcmer- bzw. Aktion\u00e4rsrechten ausgestattet zu werden.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Der liberale \u00d6konom Straubhaar, Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), dagegen erkl\u00e4rt, dass die Pleite der US-Bank Lehman Brothers die Weltwirtschaft an den Rand des Kollaps gef\u00fchrt habe.<\/p>\n<p>\u201eEs war der entscheidende Fehler der Politiker, die Pleite von Lehman tatenlos mit anzusehen. Eine gigantische Flutwelle erhob sich, die nicht nur Banken mit sich riss, sondern auch Investoren und mittelst\u00e4ndische Unternehmen. Ohne das Aus f\u00fcr Lehman h\u00e4tte es keine tiefe Weltrezession gegeben \u2013 und keine Konjunkturprogramme.\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Er ignoriert dabei, dass die Deregulierung der Finanzm\u00e4rkte ein Gesch\u00e4ftsmodell wie das von Lehman \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p><em><u>Werterealit\u00e4t<\/u><\/em><\/p>\n<p>&#8222;Weltweit sind \u201aNew Governance\u2018-Prozesse zu beobachten, in denen neben staatlichen Akteuren auch zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen mit Unternehmen sich aktiv daran beteiligen, Ordnungsverantwortung zu \u00fcbernehmen, indem sie Regelfindungsdiskurse f\u00fchren und die entsprechenden Regelsetzungsprozesse vor-anbringen. Solche \u201aNew Governance\u2018-Prozesse betreten Neuland.\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Die Tatsache, dass in der Regierungshauptstadt ca. 5.000 Lobbyisten aktiv sind, also ann\u00e4hernd acht pro Abgeordnetem, in Br\u00fcssel ein Vielfaches davon, spricht f\u00fcr sich. Sofern wahltaktisch Partikularinteressen befriedigt werden, ist dies grunds\u00e4tzlich abzulehnen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Wie die sp\u00e4ter angef\u00fchrten Beispiele belegen, ist politisches Handeln derzeit gepr\u00e4gt durch koalitionsbedingte und w\u00e4hlerstimmenorientierte Kompromisse, oder um mit Luhmann zu sprechen, durch \u201edie Vordringlichkeit des Befristeten\u201c.<\/p>\n<p>Der Ausgangspunkt der heutigen Krise kann der Reagan-\u00c4ra zugeordnet werden, mit deren unersch\u00fctterlicher \u00dcberzeugung, eine unsichtbare Hand \u2013 genannt Marktliberalismus \u2013 f\u00fchre automatisch zu einer gerechteren Kapitalverteilung, indem man unglaubliche Freir\u00e4ume zul\u00e4sst und die Kontrolle auf das vermeintlich absolut Notwendigste reduziert. Dies brachte die wuchernde Gier hervor, die dar\u00fcber hinaus aber noch der globalen Vernetzung, einer positiven R\u00fcckkopplung und der Innovationen des Internet (Online-Derivatehandel) bedurfte.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>2005 mussten die deutschen Landesbanken aufgrund EU-Rechts aus der staatlichen Garantie entlassen werden. Dies wurde dazu genutzt, sich noch rasch mit \u201eg\u00fcnstigem Geld\u201c der \u00f6ffentlichen Hand zu versorgen und dieses dann in h\u00f6chst riskante, spekulative Gesch\u00e4fte zu investieren. Die Verluste aber sind aus \u00f6ffentlichen Mitteln zu tragen (HSE, Bay. Landesbank, S\u00e4chsische Landesbank etc.).<\/p>\n<p>Die Hypo Real Estate kann als die erste \u201ebad bank\u201c klassifiziert werden.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Ihre Existenz (2003) verdankt sie im Wesentlichen der Auslagerung des Immobiliengesch\u00e4ftes der HypoVereinsbank, vorwiegend bestehend aus den nicht werthaltigen Immobilieninvestitionen in den neuen Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die St\u00fctzung dieser Bank unter dem Argument der \u201eSystemrelevanz\u201c ist h\u00f6chst zweifelhaft, wenn man bedenkt, dass einer der Gro\u00dfgl\u00e4ubiger dieses Instituts die Deutsche Bank ist bzw. war, und die Rettungsaktion \u201e\u00fcber Nacht\u201c unter entscheidender Beteiligung von Ackermann, Chef der Deutschen Bank, im Zusammenspiel mit der Bundesregierung vonstattenging.<\/p>\n<p>Generell ist festzustellen, dass zwar allerorten hehre Ziele gesteckt werden, ohne sich ernsthaft und nachvollziehbar mit den \u00fcberhaupt zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln zur Zielerreichung auseinanderzusetzen. Beleg ist z.B. die realit\u00e4tsresistente Prognose- und Erwartungshaltung des Bundesministeriums f\u00fcr Finanzen (BMF) hinsichtlich der Haushaltsentwicklung (und dies gilt bekannterma\u00dfen f\u00fcr die meisten Nationen):<\/p>\n<figure id=\"attachment_6679\" aria-describedby=\"caption-attachment-6679\" style=\"width: 386px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6679 size-full\" src=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-1.jpg\" alt=\"\" width=\"386\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-1.jpg 386w, https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-1-276x200.jpg 276w\" sizes=\"auto, (max-width: 386px) 100vw, 386px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6679\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: BRD-Haushalt 2000-2002, Prognose 2003-2007<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_6676\" aria-describedby=\"caption-attachment-6676\" style=\"width: 422px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6676 size-full\" src=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-2.jpg\" alt=\"\" width=\"422\" height=\"298\" srcset=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-2.jpg 422w, https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-2-283x200.jpg 283w\" sizes=\"auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6676\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: BRD-Haushalt 2003-2005, Prognose 2006-2009<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_6677\" aria-describedby=\"caption-attachment-6677\" style=\"width: 458px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6677 size-full\" src=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-3.jpg\" alt=\"\" width=\"458\" height=\"493\" srcset=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-3.jpg 458w, https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-BRD-haushalt-3-186x200.jpg 186w\" sizes=\"auto, (max-width: 458px) 100vw, 458px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6677\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: BRD-Haushalt 2009-2016, Prognose 2017-2019<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_6678\" aria-describedby=\"caption-attachment-6678\" style=\"width: 501px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-Nettokreditaufnahme.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6678 size-full\" src=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-Nettokreditaufnahme.jpg\" alt=\"\" width=\"501\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-Nettokreditaufnahme.jpg 501w, https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/MBS-Nettokreditaufnahme-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6678\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 4: Nettokreditaufnahme 2005-2011<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fall Abwrackpr\u00e4mie<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Die Umweltpr\u00e4mie, die das Bundeskabinett am 27.01.2009 (r\u00fcckwirkend zum 14. Januar 2009) als Richtlinie zur F\u00f6rderung des Absatzes von Personenkraftwagen beschlossen hat, sollte einerseits der Automobilindustrie helfen, andererseits den Fahrzeugbestand erneuern und damit die Emissionen senken. Ob dies erreicht wurde, ist mehr als umstritten:<\/p>\n<ol>\n<li>Moderne Fahrzeuge haben zwar geringeren Schadstoffaussto\u00df, ben\u00f6tigen aber mehr Energie bei der Herstellung.<\/li>\n<li>Die Umweltpr\u00e4mie wurde vorwiegend f\u00fcr den Kauf von preiswerteren ausl\u00e4ndischen Automarken genutzt (der \u00fcber Jahre konstante Marktanteil ausl\u00e4ndischer Fahrzeuge von etwa 36 % stieg sprunghaft auf 46,5 %).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Subvention hat die L\u00f6sung struktureller Probleme der Automobilindustrie nur prolongiert. Dar\u00fcber hinaus verursacht die Pr\u00e4mie \u201eKollateralsch\u00e4den\u201c, insbesondere bei Reparaturbetrieben (Neuwagen haben oft bis zu 5 Jahre Garantie) und auch im Gebrauchtwagenmarkt.<\/p>\n<p>Des Weiteren locken derartige Pr\u00e4miengelder regelm\u00e4\u00dfig zum Subventionsbetrug.<\/p>\n<p>Folglich k\u00f6nnen Ma\u00dfnahmen wie diese als \u201enicht durchdacht\u201c qualifiziert werden, da<\/p>\n<ul>\n<li>Steuergelder nur begrenzt dem Steuerzahler wieder zuflie\u00dfen<\/li>\n<li>Kriminalit\u00e4t motiviert wird<\/li>\n<li>keine tats\u00e4chliche Entlastung der Energiebilanz auszumachen ist und<\/li>\n<li>die nationale (Automobil-)Wirtschaft l\u00e4ngerfristig eher geschw\u00e4cht als gest\u00e4rkt wird2009 setzte sich die Bundesregierung das Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Stra\u00dfen zu bringen und verabschiedete ein 500-Millionen-Aktionsprogramm. Am 1. Januar 2016 waren gerade mal ca. 25.000 zugelassen. Als Reaktion wurde am 2. Juli 2016 ein Umweltbonus mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro eingef\u00fchrt, der Neuzulassungen von E-Autos mit 4.000 Euro pr\u00e4miert. Die H\u00e4lfte davon tr\u00e4gt der Bund, die andere der jeweilige Automobilhersteller.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Fall Elektromobilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>2009 setzte sich die Bundesregierung das Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Stra\u00dfen zu bringen und verabschiedete ein 500-Millionen-Aktionsprogramm. Am 1. Januar 2016 waren gerade mal ca. 25.000 zugelassen. Als Reaktion wurde am 2. Juli 2016 ein Umweltbonus mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro eingef\u00fchrt, der Neuzulassungen von E-Autos mit 4.000 Euro pr\u00e4miert. Die H\u00e4lfte davon tr\u00e4gt der Bund, die andere der jeweilige Automobilhersteller.<\/p>\n<p>Es kann davon ausgegangen werden, dass auch hier das Ziel verfehlt wird, da die sehr hohen Kaufpreise der Fahrzeuge diese trotz der F\u00f6rderung nicht breitenwirksam interessant machen, die Hersteller ihren Anteil einpreisen sowie das Angebot deutscher Produzenten eher schwach ist.<\/p>\n<p><strong>Fall SoFFin<\/strong><u><\/u><a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>480 Milliarden Euro stellte die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Banken-Hilfspaketes bereit. Die Folgen f\u00fcr sp\u00e4tere Generationen sind nicht absehbar, insbesondere weil<\/p>\n<ul>\n<li>durch die nach Auslaufen der Kurzarbeit drohende Entlassungswelle den Banken neue Kreditausf\u00e4lle bescheren wird<\/li>\n<li>die Banken zwischenzeitlich die M\u00f6glichkeit haben, \u201efaule Papiere\u201c in sog. \u201ebad banks\u201c auszulagern<\/li>\n<li>die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Konsolidierung bei den Landesbanken nicht in Angriff genommen wird<\/li>\n<li>ein Wirtschaftswachstum von &gt;5 %, welches nachhaltig sowohl besch\u00e4ftigungs- als auch steuereinnahmenwirksam w\u00e4re, keinesfalls begr\u00fcndet werden kann<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eDie Banken in ihrer Selbstbezogenheit haben \u00fcbersehen, dass ihre Krise vorbei ist, die ihrer Retter (der Steuerzahler, A.d.V.) aber erst begonnen hat.\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p><strong>Fall Kurzarbeit<\/strong><\/p>\n<p>\u201eKurzarbeit\u201c ist ein Instrument zur politischen Abfederung konjunktureller Absatz-schw\u00e4chen in Unternehmen. Wirklich berechtigt und hilfreich aber nur dann, wenn die aktuellen Absatzprobleme prim\u00e4r konjunktureller und nicht struktureller Art sind.<\/p>\n<p>Subventionen sind immer willkommen<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a>, verz\u00f6gern in der Regel aber dringend notwendige Anpassungen und haben den unerw\u00fcnschten Nebeneffekt, sie ohne Legitimation zu nutzen, wie schon im Falle der Abwrackpr\u00e4mie festgestellt. Die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA) verd\u00e4chtigt diesbez\u00fcglich 116 Firmen.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n<p>Es ist anzuregen, statt Subventionen Darlehen zu geben, die zur\u00fcckzuzahlen sind, wenn sich die konjunkturelle \u201eDelle\u201c relativ schnell, wie bei der Automobilindustrie, wieder \u201eausbeult\u201c. In begr\u00fcndeten F\u00e4llen bleibt ja immer noch die M\u00f6glichkeit, auf eine Tilgung zu verzichten.<\/p>\n<p><strong>Fall &#8222;Kreditklemme&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Merkel hat die deutschen Banken wegen der Gefahr einer Kreditklemme zu einer umfassenderen Kreditvergabe gedr\u00e4ngt. \u201eDeshalb werden wir sehr klar sagen, dass wir diese Aufgabenerf\u00fcllung von den Finanzinstituten auch einfordern. Wir werden mit den Vertretern der Finanzinstitute dar\u00fcber sprechen, was wir unternehmen k\u00f6nnen, um eine Kreditklemme zu verhindern.\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Es wurde angek\u00fcndigt, beim Konjunkturgipfel einen Kreditmediator vorzustellen. Er solle Unternehmen helfen, die Schwierigkeiten haben, Kredite zu akzeptablen Konditionen zu bekommen. Man hoffe darauf, dass solche Mediatoren dann auch auf regionaler Ebene eingesetzt werden und gemeinsam mit dem Beauftragten des Bundes zusammenarbeiten. \u201eAber das kann die Verantwortung der Banken nat\u00fcrlich nicht ersetzen.\u201c<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Nichts dergleichen ist geschehen.<\/p>\n<p>Nach einem Vorschlag der Atomkommission sollen die Kernkraftwerksbetreiber Eon, RWE, Vattenfall und EnBW f\u00fcr die Zwischen- und Endlagerung des Atomm\u00fclls 23,3 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds einzahlen. Das ist mehr als bisher geplant, aber wom\u00f6glich weniger als ben\u00f6tigt. Das Restrisiko, dass alles noch teurer wird, landet demnach dort, wo Risiken dieser Art immer landen: beim Steuerzahler. Die fr\u00fcheren Gewinne werden privatisiert, die k\u00fcnftigen Risiken sozialisiert: Die Amerikaner haben f\u00fcr diesen Sachverhalt einen passenden Begriff erfunden: Corporate Socialism.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/p>\n<h3>Konklusion<\/h3>\n<p>Akzeptieren wir als \u00fcbergeordnete Zielsetzungen auf nationaler Ebene die Normen unseres Grundgesetzes, ist der Werteanspruch und damit \u201edas Meta-Spiel, in dem die Spielregeln f\u00fcr das Spiel festgelegt werden\u201c<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> eigentlich klar. Somit sind Zweifel angebracht, ob die Mehrheit der Abgeordneten der Bestimmung des Art. 38 (1) GG, \u201e(\u2026) sind Vertreterdes ganzen Volkes, an Auftr\u00e4ge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen\u201c, gerecht werden.<\/p>\n<p>Die Beispiele zeigen, dass ein solches Politikverst\u00e4ndnis einerseits die Popper\u2019schen Prinzipien der ethischen Diskussion, andererseits das Nachhaltigkeitspostulat ignoriert.<\/p>\n<p>Auch auf globaler Ebene gibt es seit Jahren vergleichbare Normen wie<\/p>\n<ul>\n<li>Die OECD-Leits\u00e4tze f\u00fcr multinationale Unternehmungen (1976)<\/li>\n<li>Den Global Compact der Vereinten Nationen (1999)<\/li>\n<li>Das Weltethos (2000)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Solange sich die Weltgemeinschaft nicht verbindlich wenigstens auf den kleinsten gemeinsamen Nenner ethischer basics verst\u00e4ndigen kann, wird jeder Spieler weiterhin sein Optimum w\u00e4hlen und damit insgesamt ein Suboptimum das Ergebnis sein.<\/p>\n<p>Dennoch gehen wir davon aus, dass eine Marktwirtschaft Bestand haben wird, wenn die Politik, die Unternehmen bzw. die sie repr\u00e4sentierenden Individuen den Erhard\u2019schen Appell des Ma\u00dfhaltens im Sinne des Umgangs mit den nat\u00fcrlichen und finanziellen Ressourcen, dem Gewinnstreben und der Verteilung der Wertsch\u00f6pfung wieder erneuern.<\/p>\n<p>Genau darauf hat sich staatliche Marktintervention zu konzentrieren und auch zu beschr\u00e4nken, d.h. Ma\u00dflosigkeit, Korruption, Steuerflucht, Umweltverschmutzung, Machtmissbrauch, Ausbeutung sowie Verbrauchert\u00e4uschung mit allen rechtlichen Mitteln zu ahnden.<\/p>\n<p><em><strong>Weiter zu Teil 4:\u00a0<\/strong><\/em><a href=\"http:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2017\/wirtschaftsethik-steuer\/\"><strong>Wirtschaftsethisch diskussionsw\u00fcrdige Sachverhalte \u2013 Steuer<\/strong><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Quellen:<\/strong> <\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Armut ist relativ, Armut ist subjektiv<\/em><br \/>\n<em> Schon Galbraith bemerkte, dass die meisten Erkl\u00e4rungen der Armut von Bewohnern reicher L\u00e4nder stammen. Armut und Wohlstand sind keine Korrelate, sind keine Extreme auf einem Kontinuum, sondern Merkmale eines individuellen Bewusstseins auf einer unterschiedlichen Skala physischer und materieller Art: Armut ist grunds\u00e4tzlich Deprivation (Zustand der Entbehrung und des Mangels): Sie kann einen Mangel an den notwendigsten G\u00fctern bedeuten. Sie kann aber auch psychischen und sozialen Mangel bei materiellem \u00dcberfluss bedeuten.<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. o.V., Markt ohne Moral?, Handelsblatt 29.04.16, S. 58ff<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Buchholz, G., Jundt, I., M\u00fcller, A., Vo\u00df, S., Die Wirtschafts- und Finanzkrise mit Blick auf Marx und Keynes \u2013 Teil 1; WiWi-Online.de, Hamburg, Deutschland, 2011; online im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.odww.net\/artikel.php?id=485\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.odww.net\/artikel.php?id=485<\/a>; Stand: 05.04.2011<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> L\u00fctge, C., Wirtschaftsexperte erkl\u00e4rt, warum wir auf Millionen-Geh\u00e4lter f\u00fcr Manager nicht verzichten k\u00f6nnen, <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.de\/christoph-luetge\/manager-gehalt-deutschland-regulierung-markt-unternehmen_b_14980784.html?utm_hp_ref=germany&amp;ncid=fcbklnkdehpmg00000002\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.huffingtonpost.de\/christoph-luetge\/manager-gehalt-deutschland-regulierung-markt-unternehmen_b_14980784.html?utm_hp_ref=germany&amp;ncid=fcbklnkdehpmg00000002<\/a>; 26.02.17<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Pies, Ingo; Methodologischer Hobbesianismus und das Theorieprogramm einer interessenbasierten Moralbegr\u00fcndung; WiWi-Online.de, Hamburg, Deutschland, 2006; online im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.wiwi-online.de\/start.php?a_title=531&amp;ar=319\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.wiwi-online.de\/start.php?a_title=531&amp;ar=319<\/a>; Stand 16.02.17, S. 4<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Galbraith, J.K., Die moderne Industriegesellschaft, M\u00fcnchen\/Z\u00fcrich 1968, Amerikanische Original-ausgabe, The new industrial State, 1967, S. 376f<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. auch 15.10.2008 <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/doenchkolumne\/doenchs-finanzen-bank-pleite-na-und_aid_340591.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Finanzkrise: Bank pleite? Na und!<\/a>; 27.11.2003 <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/mittelstand-pleite-dank-bank_aid_250534.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mittelstand: Pleite dank Bank<\/a>; 11.10.2001 <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/money-week-banken-pleite_aid_243302.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Money Week: Banken-Pleite<\/a><\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. Siemens, A., \u201eWir sind noch nicht \u00fcber den Berg\u201c, <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/finanzkrise\/staroekonom-straubhaar-wir-sind-noch-nicht-ueber-den-berg_aid_435506.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/finanzkrise\/staroekonom-straubhaar-wir-sind-noch-nicht-ueber-den-berg_aid_435506.html<\/a>; 21.09.09<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Pies, Ingo, a.a.O., S. 5<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Vgl. Held, G., Der Staat muss weg von der sozialen Dienerrolle, <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article6392655\/Der-Staat-muss-weg-von-der-sozialen-Dienerrolle.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article6392655\/Der-Staat-muss-weg-von-der-sozialen-Dienerrolle.html<\/a>; 15.02.10<\/em><br \/>\n<em> \u201eDer klassische Rechts- und Territorialstaat, der am Anfang der Moderne stand, fand seine Legitimit\u00e4t in einem gesellschaftlichen Umfeld, das von Gewalt, Rohheit, Willk\u00fcr, Gier, Tr\u00e4gheit, Aberglauben und H\u00f6rigkeit gepr\u00e4gt war. Er war Zivilisationsmacht gegen die Barbarei, gegen den \u201eNaturzustand\u201c des Kampfes aller gegen alle, wie es Thomas Hobbes ausdr\u00fcckte. Heute soll die Gesellschaft das Gute und Kluge verk\u00f6rpern, w\u00e4hrend der Staat nur noch eine dienende Funktion hat. Der Staat wird zur Sekund\u00e4rveranstaltung, der nachtr\u00e4gliche Umverteilungen vornimmt. Er hat im moralischen Sinn nichts Origin\u00e4res mehr, keine eigene Substanz, keine positive Idee. Diese \u201eSozialisierung\u201c des Staates ist heute die Ursache f\u00fcr sein teures Wuchern. Deutschland braucht eine Doppelspitze mit den beiden Systemen Wirtschaft und Staat. Der Staat wird gebraucht, nicht als Sozialbegleiter, sondern als zivilisierende Macht.\u201c<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl. o.V., Die Krise gewinnt wieder an Kraft, zum Buch von Martin Theyer, Verlorenes Vertrauen &#8211; Das Tsunami Modell der Finanzkrise, <a href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/news\/091202025\/die-krise-gewinnt-wieder-an-kraft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.pressetext.de\/news\/091202025\/die-krise-gewinnt-wieder-an-kraft\/<\/a><\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. Siemens, A., \u201eNiemand braucht die Hypo Real Estate\u201c, <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/spd-finanzexperte-schneider-niemand-braucht-die-hypo-real-estate_aid_472953.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/spd-finanzexperte-schneider-niemand-braucht-die-hypo-real-estate_aid_472953.html<\/a>; 21.01.10<\/em><br \/>\n<em> \u201eDas M\u00fcnchner Institut beantragte eine gigantische Bad Bank, eine Abwicklungsanstalt, in die Verm\u00f6genswerte in H\u00f6he von 210 Milliarden Euro \u00fcberf\u00fchrt werden sollen. In Deutschland konkurrieren eher zu viele Banken als zu wenige. Es w\u00fcrde keine Kreditklemme eintreten, wenn die HRE von der Bildfl\u00e4che verschw\u00e4nde.\u201c<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. <a href=\"http:\/\/www.soffin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.soffin.de\/ <\/a><\/em><br \/>\n<em> \u201eDer Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung wurde am 17. Oktober 2008 mit Inkrafttreten des <strong>Finanzmarktstabilisierungsgesetzes<\/strong> geschaffen. Ziel dieses Gesetzes und aller darauf aufbauender Ma\u00dfnahmen ist es, das Vertrauen in das Finanzsystem wieder herzustellen und den Finanzsektor zu stabilisieren. Die Ma\u00dfnahmen sind mit dem Ziel ausgestaltet worden, Wettbewerbsverzerrungen m\u00f6glichst zu vermeiden und die aus ihnen resultierende m\u00f6gliche Inanspruchnahme von Steuermitteln zu begrenzen. Mit Inkrafttreten des <strong>Gesetzes zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung<\/strong> (sogenanntes \u201eBad-Bank-Gesetz\u201c) am 23. Juli 2009 wird das bisherige Ma\u00dfnahmenpaket um zwei weitere Instrumente erg\u00e4nzt, um den sich \u00e4ndernden Bedarf nach Fortschreiten der Finanzmarktkrise zu adressieren. Das Zweckgesellschaftsmodell erm\u00f6glicht es den Banken risikobehaftete Wertpapiere an eigene Zweckgesellschaften gegen vom SoFFin garantierte Schuldverschreibungen zu \u00fcbertragen. Dadurch werden die Bilanzen der Banken bereinigt und Finanzierungsmittel f\u00fcr die Vergabe neuer Kredite an die Wirtschaft freigesetzt.\u201c<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Wirtschaftswoche, 1.2.2010, Nr. 5, S. 5<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2009-09\/firmen-erschleichen-sich-kurzarbeitergeld\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2009-09\/firmen-erschleichen-sich-kurzarbeitergeld <\/a><\/em><br \/>\n<em> \u201eEnde Juni 2010 wurden 1,4 Millionen Kurzarbeiter aus konjunkturellen Gr\u00fcnden angemeldet. Die Agentur f\u00fcr Arbeit gew\u00e4hrt das konjunkturelle Kurzarbeitergeld (Kug), wenn in Betrieben oder Betriebsabteilungen die regelm\u00e4\u00dfige betriebs\u00fcbliche w\u00f6chentliche Arbeitszeit infolge wirtschaftlicher Ursachen oder eines unabwendbaren Ereignisses vor\u00fcbergehend verk\u00fcrzt wird.\u201c<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> o.V., Offenbar betr\u00fcgen viele Unternehmen bei Kurzarbeiter-Geld, <a href=\"http:\/\/www.google.com\/hostednews\/afp\/article\/ALeqM5grPLUiyLCzlvT3xReeaPF8OeHgFg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.google.com\/hostednews\/afp\/article\/ALeqM5grPLUiyLCzlvT3xReeaPF8OeHgFg<\/a>; 12.09.2009<\/em><br \/>\n<em> \u201eZwei Betrugsmaschen sind besonders h\u00e4ufig: Die Unternehmen melden Kurzarbeit an, die Mitarbeiter m\u00fcssen aber trotzdem voll arbeiten. Dadurch bekommen die Arbeitgeber einen Teil ihrer Personalkosten durch die Arbeitsagentur ersetzt. Oder Firmen kassieren die Lohnzusch\u00fcsse f\u00fcr Besch\u00e4ftigte, die im Urlaub oder krank sind. Auch dies ist strafbar. Um Betr\u00fcger zu erwischen, sind die Arbeitsagenturen nach eigenen Angaben auf Anzeigen von Mitarbeitern angewiesen.\u201c<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> \u201eEs ist hier Aufgabe der Politik, &#8230;zu verhindern, dass eine Kreditklemme zum Kreativit\u00e4tskiller wird.\u201c W\u00f6hrl, D., Cluster: Wachstumskerne der Zukunft, Rede anl\u00e4sslich Kongress Cluster-Offensive Bayern, N\u00fcrnberg 22.07.09<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> &#8222;Ackermanns Mittelstandsfonds richtiger Schritt&#8220;, <a href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/news\/100202030\/ackermanns-mittelstandsfonds-richtiger-schritt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.pressetext.de\/news\/100202030\/ackermanns-mittelstandsfonds-richtiger-schritt\/<\/a>; 03.02.10<\/em><br \/>\n<em> \u201eNach einigen Verz\u00f6gerungen hat die Deutsche Bank nun ihren Fond zur St\u00e4rkung mittelst\u00e4ndischer Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 100 Mio. Euro im Jahr vorgestellt. Das Startvolumen des Fonds betr\u00e4gt 300 Mio. Euro. &#8222;Die St\u00e4rkung des Eigenkapitals vieler mittelst\u00e4ndischer Firmen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ob 300 Mio. Euro ausreichen, ist eine andere Frage&#8220;. Wie die Bank zudem mitgeteilt hat, f\u00fchre man gegenw\u00e4rtig Gespr\u00e4che mit potenziellen Investoren. So hatte auch Daimler zuletzt einen m\u00f6glichen Beitrag angedeutet. Fakt ist aber auch, dass der Mittelstandsfond nur f\u00fcr den \u00dcbergang zu einer besseren Konjunktur gedacht ist. Willkommen sind als Geldgeber aber nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatinvestoren. Der Fond soll zu 100 Prozent ohne \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung auskommen. Zwischen zwei und zehn Mio. Euro bekommen auch Firmen, die bislang noch keine Kunden der Deutschen Bank gewesen sind.\u201c<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Handelsblatt Morning Briefing news@morningbriefingmail.handelsblatt.com; 28.04.16<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Pies, Ingo, a.a.O, S. 3<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Abbildungen: <\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Abbildung 1:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.system-debitismus.de\/Wirtschaft\/Ausgeglichener-Haushalt.gif\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.system-debitismus.de\/Wirtschaft\/Ausgeglichener-Haushalt.gif <\/a><\/em><\/li>\n<li><em>Abbildung 2: <a href=\"http:\/\/www.system-debitismus.de\/Wirtschaft\/Ausgeglichener-Haushalt2.gif\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.system-debitismus.de\/Wirtschaft\/Ausgeglichener-Haushalt2.gif<\/a><\/em><\/li>\n<li><em>Abbildung 3: <a href=\"http:\/\/www.system-debitismus.de\/Wirtschaft\/Bundeshaushalt2007-2011-aus_2007.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.system-debitismus.de\/Wirtschaft\/Bundeshaushalt2007-2011-aus_2007.jpg<\/a><\/em><\/li>\n<li><em>Abbildung 4: <\/em><a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Bilderstrecken\/Mediathek\/Infografiken\/bundeshaushalt-2016-regierungsentwurf.html?notFirst=true&amp;docId=63164#photogallery\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Bilderstrecken\/Mediathek\/Infografiken\/bundeshaushalt-2016-regierungsentwurf.html?notFirst=true&amp;docId=63164#photogallery<\/em> <\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wirtschaftsethisch diskussionsw\u00fcrdige Sachverhalte Weiter von: Teil 1: Die Wertedebatte in der BWL Teil 2: Die aktuelle Situation In den weiteren Beitr\u00e4gen der Blogserie \u201eWirtschaftsethik \u2013 Anspruch und Wirklichkeit\u201c thematisieren wir Erfahrungsobjekte, die Fehlentwicklungen der Marktwirtschaft <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2017\/wirtschaftsethik-fallbeispiele\/\" title=\"Wirtschaftsethik \u2013 Anspruch und Wirklichkeit (Teil 3)\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":34,"featured_media":4789,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10430,10432],"tags":[5240,5238,248,4191,5236,5244,5242,5246,4195,4189],"coauthors":[4197],"class_list":["post-6675","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-archiv","category-archive","tag-abwrackpramie","tag-beispiel","tag-elektromobilitaet","tag-ethik","tag-fallbeispiel","tag-kreditklemme","tag-kurzarbeit","tag-soffin","tag-werte","tag-wirtschaftsethik"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Blog Munich Business School<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Blog Munich Business School\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2017\/wirtschaftsethik-fallbeispiele\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Blog Munich Business School\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Blog Munich Business School\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2017\/wirtschaftsethik-fallbeispiele\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Munich Business School Insights\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/Munich.Business.School\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2017-04-28T11:24:54+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2018-05-30T11:08:12+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/MBS-business-ethics-2.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"678\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"381\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Prof. Dr. Gottfried J. 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