{"id":9708,"date":"2018-06-12T09:36:22","date_gmt":"2018-06-12T07:36:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/?p=9708"},"modified":"2023-07-01T12:10:40","modified_gmt":"2023-07-01T10:10:40","slug":"wirtschaftsethik-moderne-sklaverei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2018\/wirtschaftsethik-moderne-sklaverei\/","title":{"rendered":"Wirtschaftsethik \u2013 Anspruch und Wirklichkeit (Teil 6a): &#8222;Moderne&#8220; Sklaverei und Kinderarbeit"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Im mittlerweile sechsten Teil unserer Reihe <em>Wirtschaftsethik &#8211; Anspruch und Wirklichkeit<\/em> besch\u00e4ftigt sich Prof. Sch\u00e4ffner mit dem wirtschaftsethisch diskussionsw\u00fcrdigen Sachverhalt der &#8222;modernen&#8220; Sklaverei und im Speziellen der Kinderarbeit. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Die polarisierende Auffassung \u201eDer Mensch ist Mittel. Punkt.\u201c oder \u201eDer Mensch ist Mittelpunkt.\u201c<a name=\"_ednref1\" href=\"#_edn1\">[i]<\/a> ist im Zuge des globalen Wettbewerbs (wieder) ein zentrales Thema geworden. Menschenw\u00fcrde und \u00f6konomische Interessen bleiben konfligierende Ziele unter dem Postulat der Gewinnmaximierung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Definition der Arbeit darf demzufolge nicht nur die Produktion von G\u00fctern ber\u00fccksichtigen, sondern verweist vielmehr auf die qualitative Daseinsform des Menschen und soll daher in ihrem Stellenwert auf den ganzheitlichen Lebenszusammenhang des Menschen bezogen gedacht werden.\u201c<a name=\"_ednref2\" href=\"#_edn2\">[ii]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eModerne\u201c Sklaverei<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Sklaverei<\/em> bezeichnet als Zustand absoluter Unfreiheit, Rechtlosigkeit und tendenzieller Entmenschlichung der ihr Unterworfenen die intensivste Form zwischenmenschlicher Ausbeutungs- und Unterdr\u00fcckungsverh\u00e4ltnisse. Dabei ist die Sklaverei keinesfalls ein rein historischer Erkenntnisgegenstand, der lediglich eine bestimmte, l\u00e4ngst vergangene Epoche der Menschheitsgeschichte kennzeichnet, sondern stellt sehr wohl auch ein aktuelles sozialpathologisches Ph\u00e4nomen dar.\u201c<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Alle existierenden Formen von Unfreiheit sind \u00fcberhaupt nur bek\u00e4mpfbar, weil die Sklaverei \u2013 fast \u00fcberall \u2013 verboten ist. Ansonsten g\u00e4be es keine Chance, Formen der Unfreiheit zu bek\u00e4mpfen, f\u00fcr die sich immer Rechtfertigungen finden lassen \u2013 n\u00e4mlich aus &#8222;kultureller Besonderheit&#8220;.<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Werteanspruch<\/h3>\n\n\n\n<p><em>Artikel 4 der Menschenrechte<a name=\"_ednref5\" href=\"#_edn5\">[v]<\/a><\/em> unterscheidet zeitgem\u00e4\u00df zwischen Sklaverei und &#8222;sklaverei\u00e4hnlichen Verh\u00e4ltnissen&#8220;, also Ausbeutungsformen, bei denen irgendwer dem*der bzw. den Betroffenen zustehende Rechte beschneidet, also illegal handelt. Derartige Illegalit\u00e4t ist nur dann m\u00f6glich, wenn kriminelle Strukturen mittels Drohungen und\/oder Korruption die Verfolgung verhindern oder zumindest erschweren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Ales [hat] entweder einen Preis, oder eine W\u00fcrde. Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann auch etwas anderes, als \u00c4quivalent, gesetzt werden; was dagegen \u00fcber allen Preis erhaben ist, mithin kein \u00c4quivalent verstattet, das hat eine W\u00fcrde. Was sich auf die allgemeinen menschlichen Neigungen und Bed\u00fcrfnisse bezieht, hat einen Marktpreis [&#8230;]; das aber, was die Bedingung ausmacht, unter der allein etwas Zweck an sich selbst sein kann, hat nicht blo\u00df einen relativen Wert, d. i. einen Preis, sondern einen innern Wert, d. i. W\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<cite><em>Kant<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Werterealit\u00e4t<\/h3>\n\n\n\n<p>Knapp zwei Drittel der gesch\u00e4tzten 40,3 Millionen \u201emoderner Sklaven\u201c sind in der Asien-Pazifik-Region vorzufinden. Entscheidend ist deshalb, die Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse in globalen Lieferketten (supply chain) zu fokussieren um nachhaltige Verbesserungen zu bewirken.<a name=\"_ednref6\" href=\"#_edn6\">[vi]<\/a> Da der Markt keine Moral besitzt und nur bedingt globale Regeln bzw. Gesetze herrschen, ist Moral in die M\u00e4rkte zu bringen und es ist an den Unternehmen, ihrer <em>Corporate Responsibility<\/em> gerecht zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAn die Selbstheilungskr\u00e4fte des Marktes glaubt kaum jemand\u201c<a name=\"_ednref7\" href=\"#_edn7\">[vii]<\/a>, und Verantwortung ist nur durch Regeln und nicht durch moralische Appelle zu erreichen (<em>Blessing<\/em>), ebenso wie gute <em>Corporate Governance<\/em> in Zukunft eher von der Politik als nur von den freiwilligen Selbstkontrollen der Wirtschaft erreicht werden kann.<a name=\"_ednref8\" href=\"#_edn8\">[viii]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kinderarbeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Zwei Erscheinungsformen der &#8222;modernen&#8220; Sklaverei sind bez\u00fcglich einer verantwortungsvollen Unternehmensf\u00fchrung besonders herauszuheben: Kinderarbeit und <a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2018\/wirtschaftsethik-moderne-sklaverei-ii\/\">Ausbeutung<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Werteanspruch von Kinderarbeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Als Kinderarbeit gelten nach <em>UN Kinderrechtskonvention<\/em> sch\u00e4dliche und\/oder am Schulbesuch hindernde T\u00e4tigkeiten von Menschen unter 18 Jahren (<em>KRK<\/em>, Art. 32).<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[ix]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>International Labour Organisation<\/em> definiert Kinderarbeit als Arbeit von Kindern unter 13 Jahren. Dabei unterscheidet die ILO h\u00e4ufig zwischen &#8222;child work&#8220; (jegliche Kindert\u00e4tigkeit, also auch die einfachere Hausarbeit mit einem Lernwert) und der \u201echild labor\u201c.<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[x]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdenklich sollte dennoch stimmen, dass die Beweggr\u00fcnde f\u00fcr Verbesserungsma\u00dfnahmen oft \u201eheuchlerisch\u201c sind, wie die Geschichte immer wieder zeigt.<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[xi]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Werterealit\u00e4t von Kinderarbeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Kinderarbeit ist in den meisten L\u00e4ndern g\u00e4nzlich verboten, wird jedoch meist stillschweigend hingenommen bzw. Firmen bestechen oftmals, um eine rechtliche Verfolgung zu verhindern. Allerdings ist die Hauptursache f\u00fcr Kinderarbeit Armut und eine solche gibt es auch in Europa.<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[xii]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>UN Labor Agency<\/em> geht von 218 Millionen unzul\u00e4ssig arbeitender Kinder weltweit aus, darunter knapp 50 % M\u00e4dchen, wovon wiederum mehr als die H\u00e4lfte gef\u00e4hrliche Arbeit verrichten, Arbeit in Minen, insbesondere aber Prostitution.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/UNICEF-Kinderarbeit-weltweit.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/UNICEF-Kinderarbeit-weltweit.jpg\" alt=\"UNICEF Kinderarbeit weltweit\" class=\"wp-image-9711\" width=\"634\" height=\"448\" srcset=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/UNICEF-Kinderarbeit-weltweit.jpg 841w, https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/UNICEF-Kinderarbeit-weltweit-283x200.jpg 283w\" sizes=\"auto, (max-width: 634px) 100vw, 634px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung: Kinderarbeit weltweit (\u00a9 UNICEF)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ohne das sp\u00e4rliche Einkommen der Kinder k\u00f6nnten viele Familien gar nicht \u00fcberleben. D.h., Kinderarbeit l\u00e4sst sich sinnvoll nicht einfach mit einem Verbot bek\u00e4mpfen.<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[xiii]<\/a>&nbsp;<u> <\/u><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beispiele f\u00fcr Kinderarbeit in der Wirtschaft<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">McDonald\u2019s<\/h4>\n\n\n\n<p>Man fand 2000 heraus, dass in einer chinesischen Fabrik Kinder das Happy-Meal-Spielzeug herstellen. Mehr als 100 Kinder im Alter von 12 Jahren waren 8 Stunden t\u00e4glich mit einem Lohn von umgerechnet 1,49 \u20ac\/Tag damit besch\u00e4ftigt, das Spielzeug f\u00fcr die westeurop\u00e4ischen Kinder herzustellen.<a name=\"_ednref14\" href=\"#_edn14\">[xiv]<\/a> Als dieser Skandal bekannt wurde, k\u00fcndigte McDonald\u2019s den Kindern und setzte diese samt Familie auf die Stra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">H&amp;M<\/h4>\n\n\n\n<p>H&amp;M erh\u00e4lt seine Ware von etwa 700 Zulieferern, wobei ca. 60 % aus Asien stammen.<br>Vor allem auf den Baumwollplantagen, in L\u00e4ndern, in denen die rechtliche Lage bez\u00fcglich Kinderarbeit nicht klar definiert ist<a name=\"_ednref15\" href=\"#_edn15\">[xv]<\/a>, werden viele Kinder als g\u00fcnstige Arbeitskr\u00e4fte genutzt. Dadurch, dass die Wertsch\u00f6pfungskette in keiner Hinsicht kontrolliert wird, wird jegliche Verantwortung f\u00fcr diesen Prozess schlicht auf die Zulieferer verlagert.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kakao<\/h4>\n\n\n\n<p>Europ\u00e4er*innen essen 15 Milliarden Tafeln Schokolade im Jahr.<a name=\"_ednref16\" href=\"#_edn16\">[xvi]<\/a> Auf den meisten Kakao-Plantagen herrscht Sklaverei, vor allem an der Elfenbeink\u00fcste, wo Kinder jeden Tag \u00fcber die Grenzen geschmuggelt werden. Die verantwortlichen Firmen exkulpieren sich, indem sie argumentieren, dass sie die Plantagen nicht besitzen und sie deshalb mit der Kinderarbeit nichts zu tun haben.<br>Durchschnittlich etwa 6 Cent von einer Tafel Schokolade, so haben NGOs berechnet, bekommen Kakaobauer f\u00fcr ihre Arbeit. Um ein menschenw\u00fcrdiges Leben zu f\u00fchren, brauchen sie das Dreifache. Viele Verbraucher*innen w\u00fcrden diese Differenz von 12 Cent gerne zahlen, wenn sie sicher sein k\u00f6nnten, dass das Geld auch wirklich den Bauern zugutekommt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Palm\u00f6l<\/h4>\n\n\n\n<p>Palm\u00f6l ist noch beliebter als Raps- und Sonnenblumen\u00f6l. Es wird zum Beispiel f\u00fcr Cremes, Margarine, Duschgel, Kerzen und Kosmetik genutzt. Das Problem bei Palm\u00f6l ist nicht nur die Kinderarbeit, sondern auch die Abholzung von Regenw\u00e4ldern. Mit gutem Beispiel voran geht Ferrero. Mit ihrer Marke Nutella haben sie sich dazu entschieden, Palm\u00f6l nur aus zertifizierten Plantagen in Malaysia zu beziehen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bananen<\/h4>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Anbau und die Ernte von Bananen wird in vielen L\u00e4ndern den Arbeiter*innen nicht einmal das Existenzminimum f\u00fcr eine Familie an Lohn gezahlt. Hier tragen die Kinder t\u00e4glich die doppelte Menge ihres eigenen Gewichtes und sind mit Pestiziden belasteten Bl\u00e4ttern ausgesetzt. Chiquita hat sich entschieden, dagegen vorzugehen, indem es Mitglied der <em>Rainforest Alliance<a name=\"_ednref17\" href=\"#_edn17\">[xvii]<\/a><\/em> geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kobalt<\/h4>\n\n\n\n<p>Der CO2-Aussto\u00df, der bei Produktion und Entsorgung von Komponenten f\u00fcr E-Autos entsteht, ist die eine Problematik. Die andere sind die Rohstoffe, die insbesondere f\u00fcr die Batterietechnologie pl\u00f6tzlich in gro\u00dfen Mengen gebraucht werden. So hat der Nachfrage-Boom nach Kobalt dazu gef\u00fchrt, dass der Preis f\u00fcr den Rohstoff zwischen 2016 und 2017 um 120 Prozent gestiegen ist. Kobalt wird zu 60 Prozent im Kongo abgebaut. Dort aber sind laut Amnesty International bereits Kinder im Alter von sieben Jahren unter teilweise lebensgef\u00e4hrlichen Bedingungen in den Minen besch\u00e4ftigt.<br>Daimler hat nun das <em>Human Rights Respect System<\/em> vorgestellt, mit dem der Konzern Menschrechtsverst\u00f6\u00dfe in der Lieferkette eind\u00e4mmen will. Das System soll bis 2020 fl\u00e4chendeckend etabliert sein. Daf\u00fcr hat der Konzern 50 Rohstoffe identifiziert, bei denen das Unternehmen die Lieferkette transparent machen und regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberwachen will. Es umfasst die systematische Pr\u00fcfung potenzieller Menschenrechtsrisiken, das Definieren der erforderlichen Ma\u00dfnahmen, um die Risiken zu minimieren, sowie die Evaluation der Umsetzung und ein umfassendes Reporting.<a name=\"_ednref18\" href=\"#_edn18\">[xviii]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Grabsteine<\/h4>\n\n\n\n<p>\u201eDer nordrhein-westf\u00e4lische Landtag hatte 2014 das NRW-Bestattungsgesetz ge\u00e4ndert und die Aufstellung von Grabsteinen aus L\u00e4ndern verboten, in deren Natursteinsektor gegen die v\u00f6lkerrechtliche ILO-Konvention bez\u00fcglich ausbeuterischer Kinderarbeit versto\u00dfen wird. Steine aus solchen L\u00e4ndern d\u00fcrfen nur Verwendung finden, wenn sie als kinderarbeitsfrei zertifiziert wurden. Die Umsetzung des Gesetzes wurde aber per Verordnung ausgesetzt, weil Unklarheit dar\u00fcber bestand, f\u00fcr welche Lieferl\u00e4nder die Zertifizierungspflicht gelten solle.\u201c<a name=\"_ednref19\" href=\"#_edn19\">[xix]<\/a><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\"><strong>Weiter zu: <a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2018\/wirtschaftsethik-moderne-sklaverei-ii\/\">Teil 6b \u2013 \"Moderne Sklaverei\" und Ausbeutung<\/a><\/strong>\n\nAlle Teile der Reihe <em>Wirtschaftsethik - Anspruch und Wirklichkeit<\/em> im \u00dcberblick: \n\nTeil 1: <a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2016\/09\/wirtschaftsethik-wertedebatte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Wertedebatte in der BWL<\/a>\nTeil 2: <a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2016\/wirtschaftsethik-aktuell\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die aktuelle Situation<\/a>\nTeil 3: <a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2017\/wirtschaftsethik-fallbeispiele\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Staatliche Marktinterventionen <\/a>\nTeil 4: <a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2017\/wirtschaftsethik-steuer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Steuer<\/a>\nTeil 5: <a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/2017\/wirtschaftsethik-korruption\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Korruption<\/a><\/pre>\n\n\n\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a name=\"_edn1\" href=\"#_ednref1\">[i]<\/a> Neuberger, O., Der Mensch ist Mittelpunkt. Der Mensch ist Mittel. Punkt., 8 Thesen zum Personalwesen, in: Personalf\u00fchrung 1990\/1, S. 3-10<br><a name=\"_edn2\" href=\"#_ednref2\">[ii]<\/a> Reichert, R., Anthropologie der Arbeit im Postfordismus, Marburger Forum, Beitr\u00e4ge zur geistigen Situation der Gegenwart&nbsp; Jg. 3 (2002), Heft 1; <a href=\"http:\/\/archive.is\/NnCf5#selection-10.0-15.69\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/archive.is\/NnCf5#selection-10.0-15.69<\/a>; 14.05.18<br><a name=\"_edn3\" href=\"#_ednref3\">[iii]<\/a> Flaig, E., Weltgeschichte der Sklaverei, M\u00fcnchen 2009. beck\u2019sche reihe 1884. ISBN 978-3-406-58450-3.<br><a name=\"_edn4\" href=\"#_ednref4\">[iv]<\/a> Vgl. Jellen, R., Formen von Unfreiheit, Interview mit dem Althistoriker Egon Flaig \u00fcber alte und neue Sklaverei, <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31712\/1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31712\/1.html<\/a>; 08.03.10<br><a name=\"_edn5\" href=\"#_ednref5\">[v]<\/a> Resolution der Generalversammlung 217 A (III). Allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte, Vereinte Nationen, 10.12.1948<br><a name=\"_edn6\" href=\"#_ednref6\">[vi]<\/a> Vgl. o.V., what is modern slavery? <a href=\"https:\/\/www.walkfreefoundation.org\/understand\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.walkfreefoundation.org\/understand\/<\/a><br><a name=\"_edn7\" href=\"#_ednref7\">[vii]<\/a> Sanjo, J., 63. Dt. Betriebswirtschafter-Tag 2009<br><a name=\"_edn8\" href=\"#_ednref8\">[viii]<\/a> Ebd.<br><a name=\"_edn9\" href=\"#_ednref9\">[ix]<\/a> Vgl. o.V., Kinderarbeit &#8211; Ein Recht auf Arbeit? <a href=\"http:\/\/www.radioq.de\/2009\/09\/kinderarbeit-ein-recht-auf-arbeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.radioq.de\/2009\/09\/kinderarbeit-ein-recht-auf-arbeit\/<\/a>; 23.09.2009<br><a name=\"_edn10\" href=\"#_ednref10\">[x]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/global\/topics\/child-labour\/lang--en\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.ilo.org\/global\/topics\/child-labour\/lang&#8211;en\/index.htm<\/a><br><a name=\"_edn11\" href=\"#_ednref11\">[xi]<\/a> K\u00fcst, H., Zwischen Rohrstock und Fabrik, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/duisburg\/zwischen-rohrstock-und-fabrik_aid-16417685\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/duisburg\/zwischen-rohrstock-und-fabrik_aid-16417685<\/a><br><a name=\"_edn12\" href=\"#_ednref12\">[xii]<\/a> 24 % der EU-Bev\u00f6lkerung (\u00fcber 120 Millionen Menschen) sind von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, darunter 27 % der Kinder, 20,5 % der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen und 9 % der Erwerbst\u00e4tigen. <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/social\/main.jsp?catId=751&amp;langId=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/ec.europa.eu\/social\/main.jsp?catId=751&amp;langId=de<\/a>; 14.05.18<br><a name=\"_edn13\" href=\"#_ednref13\">[xiii]<\/a> Vgl. Saadi, I., Debatte 20 Jahre Kinderrechte Das Recht auf Kinderarbeit, <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/das-recht-auf-kinderarbeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/das-recht-auf-kinderarbeit\/<\/a>; 08.03.10<br><a name=\"_edn14\" href=\"#_ednref14\">[xiv]<\/a> Vgl. o.V., Wer billig kauft, kauft sehr teuer! <a href=\"http:\/\/www.initiative.cc\/Artikel\/2004_10_11%20wer%20billig%20kauft.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.initiative.cc\/Artikel\/2004_10_11%20wer%20billig%20kauft.htm<\/a><br><a name=\"_edn15\" href=\"#_ednref15\">[xv]<\/a> Vgl. o.V., Konflikt \u2013 Baumwolle, abgerufen von <a href=\"https:\/\/www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de\/tag\/hm\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de\/tag\/hm\/<\/a><br><a name=\"_edn16\" href=\"#_ednref16\">[xvi]<\/a> Vgl. o.V., Kinderarbeit in Afrika: Bittere Ernte, URL: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/kinderarbeit-in-afrika-bittere-ernte-a-721491.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/kinderarbeit-in-afrika-bittere-ernte-a-721491.htm<\/a><br><a name=\"_edn17\" href=\"#_ednref17\">[xvii]<\/a> Die Rainforest Alliance ist eine 1987 gegr\u00fcndete internationale Zertifizierungsorganisation. Die Zentrale der Organisation befindet sich in New York City, die Europavertretung befindet sich in London.<br><a name=\"_edn18\" href=\"#_ednref18\">[xviii]<\/a> Vgl. Guhlich, A., Rohstoffe f\u00fcr E-Autos: Daimler will gegen Kinderarbeit vorgehen, Stuttgarter Zeitung, 02.05.18<br><a name=\"_edn19\" href=\"#_ednref19\">[xix]<\/a> Fischer, S., Grabsteine aus Kinderarbeit verbieten &#8211; Neue Studie fordert Bundesl\u00e4nder zum Handeln auf, <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news691908\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/idw-online.de\/de\/news691908<\/a>; 16.05.18<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">F\u00fcr Inhalt und Form dieses Beitrags ist der Autor verantwortlich.<\/pre>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/?mtm_campaign=Insights_Banner_Startseite-DE&amp;mtm_source=Blog&amp;mtm_medium=Banner-Blog\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/mbs-insights-billdbord-web-1.jpg\" alt=\"Banner &quot;Studiere Wirtschaft in M\u00fcnchen&quot;\" class=\"wp-image-20910\" style=\"width:1400px;height:236px\" width=\"1400\" height=\"236\" srcset=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/mbs-insights-billdbord-web-1.jpg 950w, https:\/\/www.munich-business-school.de\/insights\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/mbs-insights-billdbord-web-1-800x135.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><br><strong>Du interessierst dich f\u00fcr Wirtschaft und m\u00f6chtest umfassendes Business Know-How erwerben?<\/strong><br>Dann sind die internationalen BWL-Studieng\u00e4nge an der Munich Business School (MBS) genau das Richtige f\u00fcr dich! An der MBS paukst du keine trockene Theorie aus alten Lehrb\u00fcchern, sondern lernst ergebnisorientiert und sammelst wertvolle praktische Erfahrungen. \u00dcberzeuge dich selbst:<br><br><a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/en\/bachelor\/bachelor-international-business?mtm_campaign=Insights_Banner_Bachelor-IB-DE&amp;mtm_source=Blog&amp;mtm_medium=Banner-Blog\">Bachelor International Business<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/master\/master-international-business\/?mtm_campaign=Insights_Banner_Master-IB-DE&amp;mtm_source=Blog&amp;mtm_medium=Banner-Blog\">Master International Business<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/master-bwl\/master-international-business-finance?mtm_campaign=Insights_Banner_Master-IB-Finance-DE&amp;mtm_source=Blog&amp;mtm_medium=Banner-Blog\">Master International Business I Finance<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/en\/master\/master-innovation-and-entrepreneurship?mtm_campaign=Insights_Banner_Master-IE-DE&amp;mtm_source=Blog&amp;mtm_medium=Banner-Blog\">Master Innovation and Entrepreneurship<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/master\/master-international-marketing-and-brand-management?mtm_campaign=Insights_Banner_Master-IMBM-DE&amp;mtm_source=Blog&amp;mtm_medium=Banner-Blog\">Master International Marketing and Brand Management<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/master\/master-sports-business-and-communication\/?mtm_campaign=Insights_Banner_Master-SBC-DE&amp;mtm_source=Blog&amp;mtm_medium=Banner-Blog\">Master Sports Business and Communication<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/mba\/mba-full-time?mtm_campaign=Insights_Banner_MBA-DE&amp;mtm_source=Blog&amp;mtm_medium=Banner-Blog\">MBA General Management<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.munich-business-school.de\/dba?mtm_campaign=Insights_Banner_DBA-DE&amp;mtm_source=Blog&amp;mtm_medium=Banner-Blog\">Doctor of Business Administration<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Im mittlerweile sechsten Teil unserer Reihe Wirtschaftsethik &#8211; Anspruch und Wirklichkeit besch\u00e4ftigt sich Prof. Sch\u00e4ffner mit dem wirtschaftsethisch diskussionsw\u00fcrdigen Sachverhalt der &#8222;modernen&#8220; Sklaverei und im Speziellen der Kinderarbeit. 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