Das Erasmus+-Programm der Europäischen Union

Seit 1. Januar 2014 läuft das von der EU beschlossene Bildungsprogramm Erasmus+. Erasmus+ integriert während seiner Laufzeit von 2014-2020 die Bereiche Hochschulbildung, Erwachsenenbildung, Schulbildung, Jugend und Sport. Das Programm ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd Euro ausgestattet.

Mehr Informationen zu Erasmus+ finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission.

Durch Erasmus+ erhalten Studierende, Dozenten und Hochschulmitarbeiter bei Auslandsaufenthalten in 32 förderfähigen Ländern Unterstützung. Diese Länder sind in alphabetischer Reihenfolge: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und Zypern einschließlich der Regionen Azoren, franz. Guayana, Guadeloupe, Kanarische Inseln, Madeira, Martinique und Réunion.

Monaco nimmt momentan nicht an Erasmus+ teil.

Folgende Mobilitätsmaßnahmen werden an der MBS gefördert:

  • Auslandsstudium für Studierende (SMS)
  • Auslandspraktikum für Studierende (SMP)
  • Gastdozenturen (STA)
  • Mobilität von Personal (STT)

Mobilitätsprogramme

Studierende erhalten mit Erasmus+ die Möglichkeit, in einem anderen europäischen Land, mit dem ein Erasmus Abkommen besteht, zu studieren und ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern.

Dabei lernen sie das akademische System einer ausländischen Hochschule kennen und profitieren von deren Lehr- und Lernmethoden. Nach Abschluss des ersten Studienjahres können Studierende für einen Studienaufenthalt zwischen drei und zwölf Monaten an einer ausländischen Gasthochschule bis einschließlich zur Promotion gefördert werden.

Das Programm bietet Studierenden folgende Leistungen:

  • Mobilitätszuschuss zu den auslandsbedingten Mehrkosten von mind. 150 €/Monat bis max. 250 €/Monat
  • Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule
  • Unterstützung bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes
  • Akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen

EIne Auflistung der Kriterien zu Vergabe und Auswahl der Hochschule finden Sie hier:
>> www.eu.daad.de/studierende

Erasmus+ fördert auch Praktika für Studierende in einer Gasteinrichtung im europäischen Ausland (ausgeschlossen sind EU-Institutionen bzw. Institutionen, die EU-Programme verwalten sowie diplomatische Vertretungen der Herkunftsländer der Studierenden).

Studierende können so Arbeitserfahrung in einem internationalen Umfeld sammeln. Darüber hinaus können sie ihre Schlüsselqualifikationen wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Offenheit und Kenntnisse über andere Kulturen und Märkte erweitern.

Studierende können für ein Pflichtpraktikum oder auch ein freiwilliges Praktikum zwischen (mindestens) zwei und (höchstens) zwölf Monaten Förderung erhalten.

Das Student Mobility Programm (SMP) bietet Studierenden folgende Leistungen:

  • Monatlicher Zuschuss von mind. 350 €/Monat bis max. 450 €/Monat
  • EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, Unternehmen und Studierenden
  • Unterstützung bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes
  • Begleitung während des Praktikums durch je einen Ansprechpartner in der Heimathochschule und im Unternehmen
  • Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen

Eine Auflistung der Kriterien zu Vergabe und Auswahl der Hochschule finden Sie hier:
>>www.eu.daad.de/studierende

Erasmus+ fördert Gastdozenturen an europäischen Partnerhochschulen (STA1), die im Besitz einer Erasmus+-Universitätscharta sind.

Die Gastdozenten sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der Gasthochschule stärken, deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen jenen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren können oder wollen. Dabei soll die Entwicklung von gemeinsamen Studienprogrammen der beiden Partnerhochschulen und der Austausch von Lehrinhalten und -methoden einbezogen werden.

Die Lehraufenthalte müssen mindestens acht Unterrichtsstunden in einer Woche oder einem kürzeren Zeitraum umfassen. Es sind allerdings auch längere Lehraufenthalt von bis zu zwei Monaten Dauer förderfähig.

Ebenfalls möglich ist die Förderung von Unterrichtsmaßnahmen von ausländischem Unternehmenspersonal an deutschen Hochschulen (STA2), um die Zusammenarbeit von Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen zu stärken.

Folgender Personenkreis kann beispielsweise im Bereich ST (STA und STT) gefördert werden:

  • Dozenten, die in einem vertraglichen Verhältnis zur Hochschule stehen
  • Dozenten ohne Dotierung
  • Lehrbeauftragte mit Werkverträgen
  • Emeritierte Professoren und pensionierte Lehrende
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter
  • Unternehmenspersonal (Incoming)

Das Programm bietet folgende Leistungen:

  • Erstattung von Fahrtkosten
  • Erstattung von Aufenthaltskosten bis zu einem nach Zielländern gestaffelten EU-Höchstsatz

Eine Auflistung der Kriterien und Details finden Sie auf:
>> www.eu.daad.de/sta

Als eine weitere unterstützende Maßnahme zur Internationalisierung der Hochschulen sind Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulpersonal (Lehre und Verwaltung) an europäischen Hochschulen und an ausländischen Unternehmen/Einrichtungen möglich.

Die Dauer der Auslandsaufenthalte kann von zwei Tagen bis zu zwei Monaten gehen.

Mit dem Programm für Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken (STT) kann Hochschulpersonal aus allen Bereichen gefördert werden, Beispiele hierfür sind:

  • Allgemeine & technische Verwaltung
  • Bibliothek
  • Fachbereiche
  • Fakultäten
  • Finanzen
  • International Office
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Studierendenberatung
  • Technologie & Transfer
  • Weiterbildung

Eine Auflistung der Kriterien und Details finden Sie auf
>> www.eu.daad.de/stt

Die Erasmus Universitätscharta (EUC) wird von der EU-Kommission vergeben. Sie beweist, dass eine Hochschule alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme an Erasmus+ erfüllt. Die Charta der Munich Business School gilt bis 2020 und kann danach erneut beantragt werden. Der Erasmus ID Code der MBS lautet: D MÜNCHEN12.

Förderbedingungen

Alle Studierenden können am Erasmus+-Programm teilnehmen, sofern sie regulär an einer deutschen Hochschule immatrikuliert sind und ihr gesamtes Studium dort absolvieren. Es ist keine Voraussetzung, Bürger eines EU-Landes zu sein. Lehrende und sonstige Mitarbeiter müssen an einer deutschen Hochschule tätig sein, um am Programm teilnehmen zu können.

Haftungsklausel

"Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung [Mitteilung] trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."

Mobilität mit Behinderung

Menschen mit Behinderung können einen Zuschuss für Mehrkosten im Rahmen eines Erasmus+-Aufenthalts erhalten. Dies gilt für alle Erasmus+-Mobilitätslinien (Studium, Praktika, Mobilität zu Unterrichtszwecken und Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken).

 Kontakt


Head of International Center &
Erasmus Program

Elvira Stephenson-Soetewey

+49 (0)89 547678-11
international(at)munich-business-school.de