Tobias @ American University of Sharjah

MBS SBC Tobias Weber

Tobias Weber, Student im Programm Master Sports Business and Communication, hat sein Auslandssemester an der American University of Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten verbracht. Im SBC Auswärts-Blog schildert er seine Erfahrungen.

Warum hast du dich für diese Partnerhochschule entschieden?

Ich habe mich über die verschiedenen Optionen für mein Auslandssemester informiert. Die American University of Sharjah genießt einen guten Ruf und schneidet auch in internationalen Rankings gut ab. Darüber hinaus wollte ich unbedingt eine neue Kultur kennenlernen. Und das warme Klima in den Emiraten war natürlich auch ein Pluspunkt für Sharjah.

Wie unterscheidet sich das Studentenleben im Ausland von deinem Freizeit- und Studienalltag in Deutschland/München?

Man muss zwischen Sharjah und den anderen Emiraten unterscheiden. Sharjah ist dominiert von der islamischen Kultur, wohingegen beispielsweise Dubai stark westlich orientiert ist. Generell kann man sagen, dass hier alles, wirklich alles sehr weitläufig ist. Aktivitäten außerhalb der Universität verlangen nach Planung und viel Zeit. Jedoch lassen sich in Dubai sämtliche Dinge unternehmen, die man sich vorstellen kann.

MBS SBC Tobias WeberDas Studentenleben an der Universität ist streng, aber sehr gemeinschaftlich ausgerichtet. Alkohol und Tabak sind auf dem gesamten Unigelände verboten, was für viele Studenten wohl schon ein Ausschlusskriterium darstellt. Trotzdem gibt es viele universitäre Veranstaltungen, die die Kulturen zusammenführen. Das Wohnen im Studentenwohnheim gestaltet sich schlicht, man hat jedoch alles, was man braucht: Gemeinschaftszimmer mit Bein (arabisches Sky) und Billard, einen Fitnessraum und eine Waschküche; alles kann man kostenlos nutzen. Auf dem Unigelände befinden sich auch mehrere Einkaufsmöglichkeiten, Fast-Food-Ketten und Restaurants. Daher findet das meiste auf dem Gelände statt.

Was war deine beste/schlimmste/lustigste Erfahrung im Ausland?

Die besten Erfahrungen sammelte ich während dem Spring Break: Diverse Ausflüge nach Dubai und ein Besuch im Aquaventure, dem größten Wasserpark der Welt, ließen die Ferien viel zu schnell verstreichen.

Mit meinem schlimmsten Erlebnis hatte ich von Beginn an gerechnet: Die „Fahrkünste“ der Araber sowie der vielen indischen und pakistanischen Taxifahrer machen Unfälle unausweichlich. Daher war auch ich nach kurzer Zeit in einen davon verwickelt. Mehr als ein Blechschaden war es jedoch nicht.

Wie war das sportliche Angebot an der Partnerhochschule?

Was das sportliche Angebot der Universität angeht, können sich viele deutsche Hochschulen eine Scheibe abschneiden: Es werden jegliche Sportarten angeboten, zu denen man sich zum Beginn des Semesters einschreiben kann. Zudem ist es im Sport-Komplex möglich, ein 5-Sterne-Fitnessstudio zu besuchen, in das Schwimmbad zu gehen oder beispielsweise Squash zu spielen. Außerdem verfügt die Universität über diverse Sportplätze für Fußball oder Cricket. Ich selbst habe jedoch nur das Fitnessstudio besucht und in unregelmäßigen Abständen die Fußballschuhe geschnürt.

Welche Tipps und Anregungen hast du für zukünftige Studenten an der Partnerhochschule?

Lernt Leute mit einem Auto kennen! Die einzige Hürde an der American University of Sharjah sind die weiten Entfernungen zu jeglichen Aktivitäten außerhalb der Universität.

Welches Fazit ziehst du aus dem Auslandssemester und was nimmst du für die Zukunft mit?

Ich habe aus diesen vier Monaten gelernt, sich neuen Dingen nicht zu verschließen. An manches musste man sich hier stark gewöhnen, wenn man jedoch bestimmte Gepflogenheiten akzeptiert, kann man eine Kultur wie hier besser verstehen und verinnerlichen.