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Deckungsbeitrag

Deckungsbeitrag ist eine Wirtschaftskennziffer, die Unternehmen verwenden können, um die Differenz aus Erlöse und variablen Kosten zu berechnen. Der Deckungsbeitrag (Umsatz minus variable Kosten) gibt an, welcher Betrag zur Deckung der Fixkosten und anschließend zur Erzielung eines Gewinns vor Steuern verbleibt. In diesem Artikel erklären wir die Definition, die Berechnung und welche Unternehmen einen besonders hohen Deckungsbeitrag aufweisen.

Deckungsbeitrag Definition

Der Deckungsbeitrag ist ein wichtiger Finanzbegriff, der angibt, wie viel Gewinn ein Unternehmen mit seinen Produkten oder Dienstleistungen erwirtschaftet. Der Begriff wird häufig in der Betriebswirtschaftslehre verwendet und gibt an, ob ein Unternehmen seine Kosten decken kann. Die Definition des Deckungsbeitrages ist die Differenz zwischen Erlös und variablen Kosten. Er steht dem Unternehmen zur Deckung der anfallenden Fixkosten und zur Erzielung eines Gewinns zur Verfügung. Die variablen Kosten sind die Kosten, die direkt mit der Herstellung oder dem Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung verbunden sind. Die fixen Kosten hingegen bleiben unabhängig von der Produktion oder dem Verkauf gleich. Zu den fixen Kosten zählen beispielsweise Miet- oder Pachtzahlungen. Der Deckungsbeitrag berechnet sich somit aus dem Unterschied zwischen den Einnahmen und den variablen Kosten. Je höher der Deckungsbeitrag ist, desto besser kann ein Unternehmen seine Kosten decken und desto rentabler ist es. Der Deckungsbeitrag ist ein wichtiger Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und sollte daher regelmäßig berechnet werden. [1]

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Was sagt uns der Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag gibt an, welchen Erfolgsbeitrag die Produkte oder Aktivitäten liefern – also wie viel vom Umsatz nach Abzug der direkt zurechenbaren Kosten zur Deckung der Fixkosten und Erzielung eines Gewinns verbleibt. Ein hoher Deckungsbeitrag signalisiert eine hohe finanzielle Leistungsfähigkeit und erleichtert es dem Unternehmen, Gewinne zu erwirtschaften. [2]

Deckungsbeitrag Formel: Wie wird der Deckungsbeitrag berechnet?

Der Deckungsbeitrag ist eine wichtige Kennzahl, die Unternehmen verwenden, um zu bestimmen, wie profitabel ihre Produkte oder Dienstleistungen sind. Die Berechnungsformel lautet:

Deckungsbeitrag = Umsatzerlöse – variable Kosten

Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel von den Umsatzerlösen nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt, um die Fixkosten zu decken und Gewinne zu erzielen. Er kann auch verwendet werden, um zu bestimmen, wie viel Umsatz ein Unternehmen generieren muss, um seine Fixkosten zu decken.

Die Berechnung erfolgt mit folgender Formel:

Break-even-Umsatz = Fixkosten / Deckungsbeitragsquote

Beispielrechnung:

Ein Unternehmen hat Fixkosten in Höhe von 100.000 € und eine Deckungsbeitragsquote von 40%. Um seine Kosten zu decken, muss es einen Umsatz von mindestens:

100.000 € / 0,40 = 250.000 € erzielen.

Das bedeutet, dass bei einem Umsatz von 250.000 € genau die Fixkosten gedeckt sind, das Unternehmen aber noch keinen Gewinn macht. [3]

Ist Marge und Deckungsbeitrag das gleiche?

Nein, Marge und Deckungsbeitrag sind nicht das Gleiche. Die Marge ist der Gewinn, den ein Unternehmen pro verkaufte Einheit erzielt. Der Deckungsbeitrag hingegen gibt an, wie viel Prozent des Umsatzes eines Unternehmens von der Marge abgedeckt wird. Die meisten Unternehmen streben nach einer möglichst hohen Marge. Dennoch sollte man die Bedeutung des Deckungsbeitrags nicht unterschätzen. Bei einem negativen Deckungsbeitrag bedeutet das, dass das Unternehmen mehr Geld ausgegeben hat, um Produkte zu verkaufen, als es mit den verkauften Produkten eingenommen hat. Dies kann fatale Folgen haben, da das Unternehmen in die Schulden gerät und letztlich bankrottgehen könnte. Um negative Auswirkungen des Deckungsbeitrags zu vermeiden, sollten Sie immer darauf achten, dass Ihr Unternehmen einen positiven oder zumindest neutralen Deckungsbeitrag erzielt. [4]

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Beispiele: Unternehmen mit hohem Deckungsbeitrag

Ein Unternehmen mit hohem Deckungsbeitrag weist oft auch andere positive Merkmale auf, wie beispielsweise eine niedrige Verschuldung oder eine gute Wachstumsrate. Allerdings muss der Deckungsbeitrag nicht zwangsläufig positiv sein – es gibt Fälle, in denen Unternehmen trotz positiver Merkmale einen negativen Deckungsbeitrag aufweisen, insbesondere bei stark wachsenden Start-ups oder Geschäftsmodellen, die ihre Produkte anfangs unter Einstandspreis verkaufen, um Marktanteile zu gewinnen.

Unternehmen mit hohem Deckungsbeitrag haben oft den Vorteil, dass sie wirtschaftliche Abschwünge besser überstehen und langfristig profitabel wachsen können. Besonders erfolgreiche Unternehmen nutzen ihre hohen Margen, um in Innovation, Expansion oder strategische Übernahmen zu investieren.

Beispiele für Unternehmen mit traditionell hohen Deckungsbeiträgen sind:

  • Apple – Durch hohe Produktmargen und ein starkes Markenimage erzielt Apple außergewöhnlich hohe Deckungsbeiträge.
  • Google (Alphabet) – Als Anbieter digitaler Dienstleistungen (z. B. Werbung, Cloud-Computing) hat Alphabet eine hochprofitable, skalierbare Geschäftsstruktur.
  • Meta (Facebook) – Meta erzielte zeitweise extrem hohe Deckungsbeiträge mit über 80 % Bruttomarge, vor allem durch sein werbe basiertes Geschäftsmodell.
  • Amazon – Amazon hatte lange Zeit nur geringe Deckungsbeiträge, da es stark in Wachstum und Infrastruktur investierte. Erst durch margenstarke Sparten wie Cloud-Services (AWS) ist der Gesamt-Deckungsbeitrag deutlich gestiegen.

Es gibt jedoch auch Unternehmen, die bewusst über einen bestimmten Zeitraum hinweg negative Deckungsbeiträge in Kauf nehmen. Beispielsweise subventionierten einige E-Commerce-Unternehmen ihre Verkäufe, um Marktanteile zu gewinnen – ein riskantes Vorgehen, das meist nur kurzfristig durch Investorengelder tragbar ist. [5]

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Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig

[1] Gabler Wirtschaftslexikon – Deckungsbeitrag (Autoren: diverse Experten, 2018)

[2] Controlling-Portal – J. Erichsen (o.J.)

[3] Lexware Unternehmerlexikon – Deckungsbeitrag = Erlöse – var. Kosten (2022)

[4] WHK-Controlling – Wolfgang Kaminski, Marge oder ROI? (2019, whk-controlling.de)

[5] Handelsblatt – „Tech-Konzerne mit hohen Margen“ (Schlagzeilen-Analyse, 2021)