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Incoterms

Der Begriff Incoterms steht für „internationale Handelsklauseln“ und regelt die Rechte und Pflichten von Käufer und Verkäufer beim internationalen Kauf- und Vertragsverhältnis. Die Klauseln werden seit 1936 von der Internationalen Handelskammer (englisch: International Chamber of Commerce, ICC) herausgegeben und in unregelmäßigen Abständen, meist etwa alle zehn Jahre, überarbeitet. Die aktuelle Version 2020 ist seit dem 1. Januar 2020 in Kraft. Hier findest du alles, was du über dieses Thema wissen musst! [1]

Alles Wissenswerte über Incoterms in Kürze

Incoterms sind eine Reihe von Vertragsbestimmungen, die für den internationalen Warenhandel entwickelt wurden. Sie dienen dazu, den Handel zwischen Unternehmen aus verschiedenen Ländern zu vereinheitlichen und zu beschleunigen. Die Incoterms sind weltweit anerkannt und werden von internationalen Organisationen (UNCITRAL, UNECE u.a.) empfohlen, besitzen jedoch nicht den Status eines formellen UN-Abkommens. Sie werden verwendet, um zu bestimmen, welche Partei für die Kosten des Transportes und der Versicherung verantwortlich ist. Incoterms sind Bestandteile von Kaufverträgen (Verträgen über den Kauf von Waren) und regeln vor allem Lieferung, Kosten und Risikoübertragungen.

In der Logistik werden Incoterms häufig genutzt, um die Rechte und Pflichten bei der Versendung von Waren zu regeln. Dabei handelt es sich um eine Reihe von internationalen Abkommen, die auf den ersten Blick etwas kompliziert erscheinen. Doch wenn man die Regeln einmal verstanden hat, ist es einfach, Incoterms zu nutzen. Die Regeln für Incoterms wurden ursprünglich von der Internationalen Handelskammer (ICC) festgelegt und stehen seit über 60 Jahren unter dem Schutz des WIPO-Abkommens. [2]

Incoterms Kompass
Wer trägt was? · Risiko & Kosten auf einen Blick
Alle Transportmodi
Nur Seetransport
← Vorteil Verkäufer Vorteil Käufer →
▶  Incoterm anklicken für Details zu Risiko, Kosten & Gefahrenübergang
EXW
Ex Works
Der Verkäufer stellt die Ware am eigenen Werk bereit. Alle weiteren Kosten und Risiken – Transport, Versicherung, Zoll – trägt vollständig der Käufer. Maximale Eigenverantwortung für den Käufer.
VerkäuferKäufer
Käufer 95 %
5 %95 %
Gefahrenübergang
Ab Werk
Transport
Alle Modi
Fracht
Käufer
Verzollung
Käufer
FCA
Free Carrier
Der Verkäufer liefert die Ware an einen benannten Ort oder Frachtführer und übernimmt die Exportverzollung. Das Risiko geht am vereinbarten Übergabepunkt über.
VerkäuferKäufer
Verk. 25 %
Käufer 75 %
25 %75 %
Gefahrenübergang
Übergabe an Frachtführer
Transport
Alle Modi
Fracht
Käufer
Verzollung
Verkäufer (Export)
FAS
Free Alongside Ship
Der Verkäufer liefert die Ware längsseits des Schiffes im Abgangshafen. Ab diesem Punkt trägt der Käufer alle Kosten und Risiken – inklusive Verladen.
VerkäuferKäufer
Verk. 30 %
Käufer 70 %
30 %70 %
Gefahrenübergang
Längsseits Schiff
Transport
Nur See / Binnenschiff
Fracht
Käufer
Verzollung
Käufer
FOB
Free On Board
Der Klassiker im Seetransport. Das Risiko geht über, sobald die Ware an Bord des Schiffes im Abgangshafen ist. Häufig für Containerverkehr genutzt.
VerkäuferKäufer
Verk. 40 %
Käufer 60 %
40 %60 %
Gefahrenübergang
An Bord (Abgangshafen)
Transport
Nur See / Binnenschiff
Fracht
Käufer
Verzollung
Käufer
CFR
Cost and Freight
Der Verkäufer bezahlt die Fracht bis zum Bestimmungshafen – das Risiko geht jedoch bereits an Bord im Abgangshafen über. Kosten und Risiko fallen auseinander.
VerkäuferKäufer
Verk. 55 %
Käufer 45 %
55 %45 %
Gefahrenübergang
An Bord (Abgangshafen)
Transport
Nur See / Binnenschiff
Fracht
Verkäufer
Verzollung
Käufer
CPT
Carriage Paid To
Wie CFR, aber für alle Transportmodi. Der Verkäufer zahlt Fracht bis zum Bestimmungsort – Risiko geht aber schon beim ersten Frachtführer am Abgangsort über.
VerkäuferKäufer
Verk. 55 %
Käufer 45 %
55 %45 %
Gefahrenübergang
1. Frachtführer (Abgang)
Transport
Alle Modi
Fracht
Verkäufer
Verzollung
Käufer
CIF
Cost, Insurance & Freight
Wie CFR, zusätzlich schließt der Verkäufer eine Mindest-Transportversicherung (ICC Clause C) ab. Weit verbreitet im internationalen Seetransport.
VerkäuferKäufer
Verk. 60 %
Käufer 40 %
60 %40 %
Gefahrenübergang
An Bord (Abgangshafen)
Transport
Nur See / Binnenschiff
Versicherung
Verkäufer (Mindest)
Verzollung
Käufer
CIP
Carriage & Insurance Paid
Wie CPT, aber der Verkäufer schließt eine umfangreichere Transportversicherung ab (ICC Clause A – Vollschutz). Gilt für alle Transportmodi.
VerkäuferKäufer
Verk. 60 %
Käufer 40 %
60 %40 %
Gefahrenübergang
1. Frachtführer (Abgang)
Transport
Alle Modi
Versicherung
Verkäufer (Vollschutz)
Verzollung
Käufer
DAP
Delivered at Place
Der Verkäufer liefert bis zum benannten Bestimmungsort. Das Entladen übernimmt der Käufer. Beliebt im E-Commerce und Direktlieferung.
VerkäuferKäufer
Verkäufer 80 %
80 %20 %
Gefahrenübergang
Am Bestimmungsort
Transport
Alle Modi
Fracht
Verkäufer
Verzollung
Käufer
DPU
Delivered at Place Unloaded
Wie DAP, aber der Verkäufer übernimmt auch das Entladen am Bestimmungsort. Der einzige Incoterm, der Entladen als Verkäuferpflicht definiert.
VerkäuferKäufer
Verkäufer 85 %
85 %15 %
Gefahrenübergang
Nach dem Entladen
Transport
Alle Modi
Fracht + Entladen
Verkäufer
Verzollung
Käufer
DDP
Delivered Duty Paid
Maximale Verpflichtung für den Verkäufer: er liefert die Ware vollständig verzollt und versteuert bis zur Haustür des Käufers. Der Käufer muss sich um nichts kümmern.
VerkäuferKäufer
Verkäufer 95 %
95 %5 %
Gefahrenübergang
Am Bestimmungsort
Transport
Alle Modi
Fracht
Verkäufer
Verzollung
Verkäufer
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Was sind Incoterms einfach erklärt?

Incoterms bieten eine Reihe von Regeln, die für alle Parteien klar definiert sind. Wenn beim Verkauf eines Gutes ein Incoterm vereinbart wird, werden die Rechte und Pflichten der Parteien im Hinblick auf die Kosten und das Risiko des Versandes definiert. Zum Beispiel ist es dem Verkäufer unter dem Incoterm EXW (Ex Works) nicht erlaubt, den Preis zu erhöhen, um die Versandkosten zu decken. Diese Regeln helfen den Parteien, Meinungsverschiedenheiten zu vermeiden und sicherzustellen, dass alle Beteiligten ihren Pflichten nachkommen. Es ist äußerst wichtig, dass beide Parteien über die Anwendung der Incoterms informiert sind und diese korrekt anwenden. Daher ist es ratsam, beim Abschluss eines Vertrags darüber zu sprechen und alles schriftlich festzuhalten. Es ist auch hilfreich, einen Sachverständigen in internationalem Handel hinzuzuziehen, um sicherzustellen, dass alle relevanten Informationen berücksichtigt werden. Bei der Auswahl des richtigen Incoterms sollte man sich auch überlegen, welche Kosten für den Verkäufer oder Käufer entstehen können. Einige Incoterms erfordern zum Beispiel vom Käufer die Übernahme der Versand- und Transportkosten; andere ermöglichen es dem Verkäufer oder Käufer jedoch, diese Kosten selbst zu tragen. Es ist daher wichtig zu verstehen, welche Kostenvorteile sich aus der Auswahl des richtigen Incoterms ergeben können. In einigen Fällen kann es vorteilhaft sein, mehrere verschiedene Incoterms in einem Vertrag zu verwenden. Es gibt noch viele weitere Details über die Anwendung von Incoterms – etwa welche Dokumentation notwendig ist und welcher Versandweg gewählt wird – aber angesichts der Komplexität des Themas empfehlen Experten dringend den Rat eines Fachmanns einzuholen. Insbesondere beim Export oder Import von Gütern ins Ausland sollte man immer professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um Rechtsstreitigkeiten sowie finanzielles Risiko zu minimieren. [3]

Welche Incoterms gibt es?

Es gibt insgesamt elf verschiedene Incoterms, die in zwei Kategorien eingeteilt sind. Die erste Kategorie umfasst alle Transportarten. Die sieben Klauseln EXW, FCA, CPT, CIP, DAP, DPU, DDP gelten für jeden Transportmodus. Nur für den Seetransport (inkl. Binnenschiff) gibt es eine separate Kategorie, diese umfassen die vier Klauseln FAS, FOB, CFR, CIF.

Die Incoterms (International Commercial Terms) sind ein internationaler Satz von Handelsbedingungen, die festlegen, wie die Kosten und Verantwortlichkeiten für den Kauf und Verkauf von Waren zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt werden. Sie wurden ursprünglich im Jahr 1936 vom Internationalen Handelskammer-Komitee herausgegeben. Die aktuelle Version der Incoterms, die als Incoterms 2020 bekannt ist, wurde am 16.09.2019 veröffentlicht und enthält 11 verschiedene Klauseln. Die 11 Incoterms können in 4 Gruppen eingeteilt werden. Jeder dieser Terminklassen hat spezifische Anweisungen über die Kosten, die Verantwortlichkeiten und die Risiken des Verkäufers und des Käufers:

  • E - EXW (Ex Works) Der Verkäufer muss seine Waren an einem bestimmten Ort zur Abholung bereithält, aber keine weiteren Dienstleistungen erbringt.
  • F - FCA (Free Carrier): Der Verkäufer muss seine Waren an einem bestimmten Ort an einen Spediteur, Frachtführer oder anderen Transportmitteln liefern.
  • C - CPT (Carriage Paid To): Der Verkäufer ist für den Transport seiner Waren bis zum Zielort verantwortlich ist.
  • D - DAP (Delivered at Place): Der Verkäufer übernimmt alle Transport-, Versicherungs- und Zollabwicklungskosten bis zum Bestimmungsort des Käufers.

Es ist wichtig zu beachten, dass jedes Land seine eigenen gesetzlichen Bestimmungen hat, wenn es um den Import/Export von Waren geht. Daher sollte man vor dem Kauf oder Verkauf von Produkten im Ausland sicherstellen, dass man alle notwendigen Informationen über die jeweilige Rechtsordnung besitzt. Zudem sollte man auch sicherstellen, dass man alle relevanten Gebühren und Steuern berücksichtigt hat, bevor man einen Vertrag abschließt. [4]

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Wie werden Incoterms angewandt?

Die Anwendung von Incoterms ist entscheidend, um in internationalen Handelsverträgen Rechte und Pflichten zwischen Käufer und Verkäufer zu klären. Bei der Auswahl der richtigen Incoterms müssen einige Faktoren berücksichtigt werden, beispielsweise die Art des Transports oder die Struktur des Lieferkettennetzwerks. Incoterms werden in den Handelsvertrag zwischen Käufer und Verkäufer aufgenommen und beschreiben die Verpflichtungen beider Parteien in Bezug auf Transport, Versicherung, Abgaben, Versanddokumentation, Zollformalitäten usw. Die Incoterms legen auch fest, wann das Risiko des Warenverlusts vom Verkäufer auf den Käufer übergeht. Der Unterschied zwischen Incoterms liegt vor allem darin, welche Aufgaben der Käufer und welche Aufgaben der Verkäufer übernehmen müssen. Je nachdem, welches Incoterm verwendet wird, muss eine Partei einige oder alle Logistik-Aufgaben übernehmen – von der Organisation des Transports bis hin zur Erstellung notwendiger Dokumente. Bei der Auswahl eines bestimmten Incoterm sollten Käufer und Verkäufer sorgfältig abwägen und sicherstellen, dass es ihren speziellen Bedürfnissen entspricht. Ein falscher Incoterm kann teure Fehler verursachen und erhebliche rechtliche Probleme verursachen. Daher ist es wichtig, mit einem Experten zusammenzuarbeiten, der Ihnen bei der Auswahl des richtigen Incoterm helfen kann. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass Käufer und Verkäufer die Bestimmungen ihres jeweiligen Landes kennen. Es ist nicht empfehlenswert, internationale Handelstransporte ohne eine gründliche Kenntnis aller relevanten Gesetze und Vorschriften in Bezug auf Zölle und Steuern durchzuführen. Es ist daher ratsam, spezialisierte Berater oder Anwaltskanzleien hinzuzuziehen, um sicherzustellen, dass die Gesetze eingehalten werden. Zusammenfassend liefert Ihnen die richtige Anwendung von Incoterms alle Informationen über den Lieferprozess sowie Rechte und Pflichten aller Beteiligter – vom Hersteller bis zum Endverbraucher.

Die Unterschiede zwischen den Incoterms

Die Incoterms definieren die Verantwortlichkeiten und Rechte der Parteien bei einem Export- oder Importgeschäft. Es gibt verschiedene Arten von Incoterms, die für unterschiedliche Handelspraktiken verwendet werden. Je nach Art des Geschäfts können die Bedingungen variieren, sodass es wichtig ist, sich über die jeweiligen Incoterms zu informieren, bevor ein Vertrag abgeschlossen wird.

Die Unterschiede zwischen den Incoterms liegen vor allem in den Regeln und Verantwortlichkeiten bezüglich des Transports und der Verzollung. Einige Incoterms beschreiben, woher die Waren versendet werden, andere beschreiben, wann der Käufer die Waren erhält und ob der Käufer für die Verzollung verantwortlich ist oder nicht. Einige Arten von Incoterms werden auch verwendet, um festzulegen, welche Kosten vom Verkäufer oder vom Käufer übernommen werden müssen.

In den meisten Fällen unterscheiden sich Ex-Works-Incoterms von dem Free Carrier-Incoterm dadurch, dass dem Käufer mehr Verantwortung für den Transport und die Verzollung übertragen wird. Beim Free Carrier-Incoterm ist es dem Käufer gestattet, selbst eine Spedition oder einen Kurierdienst zu beauftragen. Im Gegensatz dazu holt beim Ex-Works-Incoterm der Käufer die Waren direkt beim Verkäufer ab und ist für alle anfallenden Lieferkosten verantwortlich. Ein weiterer Unterschied besteht zwischen den Cost Insurance and Freight (CIF)-Incoterm und dem Free On Board (FOB)-Incoterm: Der CIF-Incoterm besagt, dass der Verkäufer für alle anfallenden Lieferkosten sowie Versicherungskosten verantwortlich ist; im Gegensatz dazu hat der Käufer beim FOB-Incoterm alle anfallenden Lieferkosten sowie Versicherungskosten zu tragen.

Auch die Abwicklung steuerlicher Angelegenheiten kann je nach Art des Geschäfts variieren. Beim Delivery Duty Paid (DDP)-Incoterm tritt der Verkäufer in die Rolle des Zahlungspflichtigen ein; er muss daher für alle notwendigen Steuerabgabengebühren aufkommen und auch alle damit verbundene Dokumentation abwickeln. Bei all dieser Arbeit liegt es in seiner Verantwortung sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden und keine Fehler gemacht werden.

Im Gegensatz dazu muss bei Delivery Duty Unpaid (DDU)-Incoterm der Käufer selbst die Abwicklung steuerlicher Angelegenheit erledigen. Es gibt noch andere Unterschiede zwischen den verschiedenen Incoterms, je nachdem welches Geschäft man tätigt – daher sollten sich InteressentInnen vor jedem Vertragsabschluss über deren jeweilige Details informieren, um rechtliche Folgen zum Schutz aller Parteien auszuschließen! [5]

Alle Incoterms im Vergleich
Incoterms 2020 · 11 Klauseln auf einen Blick
Incoterm Transport Gefahrenübergang Fracht
Verk.
Vers.
Verk.
Zoll
Verk.
Verkäufer-Anteil
EXW
Ex Works
Alle Modi Ab Werk des Verkäufers
5 %
FCA
Free Carrier
Alle Modi Übergabe an Frachtführer
25 %
FAS
Free Alongside Ship
Nur See Längsseits Schiff (Abgangshafen)
30 %
FOB
Free On Board
Nur See An Bord (Abgangshafen)
40 %
CFR
Cost and Freight
Nur See An Bord (Abgangshafen)
55 %
CPT
Carriage Paid To
Alle Modi 1. Frachtführer (Abgangsort)
55 %
CIF
Cost, Insurance & Freight
Nur See An Bord (Abgangshafen)
60 %
CIP
Carriage & Insurance Paid
Alle Modi 1. Frachtführer (Abgangsort)
60 %
DAP
Delivered at Place
Alle Modi Am Bestimmungsort
80 %
DPU
Delivered at Place Unloaded
Alle Modi Nach dem Entladen
85 %
DDP
Delivered Duty Paid
Alle Modi Am Bestimmungsort
95 %

Wie werden Incoterms in der Logistik eingesetzt?

In der Logistik werden Incoterms genutzt, um die Verantwortung für den Transport von Gütern zwischen dem Käufer und dem Verkäufer zu regeln. Die Incoterms legen fest, wer welche Kosten trägt und wann die Güter übergeben werden. Zudem geben die Incoterms Auskunft darüber, wo die Güter abgeladen werden und ob der Käufer die Güter selbst weitertransportieren oder abholen muss. Häufig genutzte Incoterms sind unter anderem EXW, FOB, DAP und DDP.

  • EXW bedeutet, dass der Verkäufer die Ware ab Werk bereitstellt. Der Käufer ist für den gesamten Transport und alle anfallenden Kosten verantwortlich.
  • DAP bedeutet, dass der Verkäufer die Güter bis zum angegebenen Bestimmungsort liefert und alle anfallenden Kosten trägt.
  • DDP bedeutet, dass der Verkäufer die Güter bis zum angegebenen Bestimmungsort liefert und alle anfallenden Kosten, einschließlich Zoll- und Einfuhrsteuern, trägt.
  • FOB bedeutet, dass der Verkäufer die Güter an Bord des Schiffes bringt. Der Käufer ist für den weiteren Transport und alle anfallenden Kosten verantwortlich. [6]

Beispiele für den Einsatz von Incoterms in der Praxis

In der Praxis werden Incoterms für eine Vielzahl von Handelsgeschäften verwendet. Im Folgenden sind einige Beispiele aufgeführt, in denen diese Regeln zur Anwendung kommen.

  1. FOB (Free On Board): Dieser Incoterm wird häufig bei Seetransporten verwendet und bedeutet, dass der Verkäufer die Ware bis an Bord des Schiffs liefert und die Kosten für den Transport übernimmt, ab hier jedoch die Verantwortung des Käufers beginnt.
  2. EXW (Ex Works): Der EXW-Incoterm stellt einen sehr einfachen Weg dar, die Ware zu übergeben: Der Verkäufer hat geliefert, sobald die Ware am Standort bereitgestellt ist. Der Käufer trägt jedoch alle Transport- und Versicherungskosten für die Beförderung der Ware vom Lagerort des Verkäufers bis zum Bestimmungsort.
  3. CIF (Cost Insurance and Freight): Mit diesem Incoterm tragen sowohl der Käufer als auch der Verkäufer eine gewisse Risikoübernahme: Beim CIF-Incoterm organisiert und bezahlt der Verkäufer den Seetransport zum Bestimmungshafen und schließt eine Transportversicherung ab. Das Transportrisiko geht jedoch bereits im Verschiffungshafen auf den Käufer über, auch wenn der Verkäufer zur Absicherung eine Versicherung zugunsten des Käufers abgeschlossen hat. Der Verkäufer ist verantwortlich für die Organisation des Transports sowie für sicherstellen, dass die Ware vollständig versichert ist.
  4. DDU (Delivered Duty Unpaid): Mit diesem Incoterm übernimmt der Verkäufer das Risiko und die Kosten des Transports, aber nicht die Zölle oder Abgaben, die vom Zielort erhoben werden können. Die Zölle oder Abgaben werden vom Empfänger bezahlt und müssen bei Lieferung entrichtet werden.
  5. DDP (Delivered Duty Paid): Der DDP-Incoterm bietet den größtmöglichen Service und Komfort für den Käufer: Der Verkäufer organisiert den Versand, versichert die Ware und übernimmt auch alle im Zielland anfallenden Zölle oder Abgaben. Daher hat der Käufer keine weiteren finanziellen Belastungen zur Erhebung seiner Waren nach Lieferung vor Ort zu tragen. Insbesondere international tretende Unternehmen sollten sich daher unbedingt mit den unterschiedlichen Incoterms vertraut machen, um ihre Handelsgeschäfte rechtssicher abwickeln zu können. Es ist auch ratsam, einen Fachanwalt oder Rechtsberater hinzuzuziehen, um Unsicherheiten im Vorfeld auszuräumen und Missverständnissen vorzubeugen - insbesondere in Bezug auf globale Geschäftsbeziehungen und internationale Vertragsgestaltung. [7]
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Liste aller Incoterms

Die Incoterms (International Commercial Terms) sind entscheidend für internationale Geschäftsabschlüsse, da sie die Verteilung von Transport- und Zollkosten sowie Pflichten und Gefahrenübergänge zwischen Käufer und Verkäufer regeln. Es ist wichtig, dass beide Parteien die Incoterms vor Vertragsabschluss einvernehmlich festlegen.

Seit dem 1. Januar 2020 gelten die aktualisierten Incoterms 2020.

  • EXW – Ex Works (ab Werk)
  • FCA – Free Carrier (frei Frachtführer)
  • CPT – Carriage Paid To (frachtfrei)
  • CIP – Carriage and Insurance Paid to (frachtfrei versichert)
  • DAP – Delivered At Place (geliefert benannter Ort)
  • DPU – Delivered at Place Unloaded (geliefert benannter Ort entladen)
  • DDP – Delivered Duty Paid (geliefert verzollt)
  • FAS – Free Alongside Ship (frei längsseite Schiff)
  • FOB – Free On Board (frei an Bord)
  • CFR – Cost and Freight (Kosten und Fracht)
  • CIF – Cost, Insurance and Freight (Kosten, Versicherung und Fracht)

[8]

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Hinweis zur Lesbarkeit und Gehaltsangaben: Um die Lesbarkeit zu verbessern, verwenden wir in ausgewählten Beitrag das generische Maskulinum. Diese Entscheidung dient lediglich der sprachlichen Vereinfachung. Selbstverständlich sind alle Personenbezeichnungen in diesen Text geschlechtsneutral zu verstehen und gelten gleichermaßen für alle Geschlechter. Falls Gehaltsspannen angegeben werden, beziehen sich diese auf Deutschland.

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig

[1] Incoterms® Rules history - ICC - International Chamber of Commerce: iccgermany.de/standards-incoterms/incoterms-2020-in-der-uebersicht

[2] UN Endorses Incoterms 2010 ICCs Rules for International Trade | USCIB: uscib.org/un-endorses-incoterms-2010-iccs-rules-for-international-trade-ud-4393

[3] Incoterms | IHK München: ihk-muenchen.de/de/Service/Internationalisierung/Exportdokumente-Zoll-Exportkontrolle/Incoterms

[4] Überblick über die Incoterms 2020 - WKO: wko.at/aussenwirtschaft/ueberblick-incoterms-2020

[5] Zoll online - Lieferbedingungen - Die wichtigsten Lieferbedingungen im Überblick (Incoterms® 2020: zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/Zollwert/Methoden-der-Zollwertermittlung/Transaktionswert-fuer-die-eingefuehrte-Ware/Berichtigungen-Artikel-71-72-UZK/Befoerderungs-und-Versicherungskosten/Lieferbedingungen/lieferbedingung.html

[6] Incoterms® Explained - DHL Global Forwarding - Israel: dhl.com/il-en/home/global-forwarding/freight-forwarding-education-center/incoterms-explained.html

[7] Incoterms® Rules history - ICC - International Chamber of Commerce: iccgermany.de/standards-incoterms/incoterms-2020-in-der-uebersicht

[8] Know Your Incoterms: trade.gov/know-your-incoterms