MBS Explorer Days Creativity & Expression – Mit Gesetzentwürfen und Kreativität gegen die Weltarmut

In selbständiger Gruppenarbeit in verschiedenen virtuellen Räumen entwickelten die Studierenden zunächst ihren Charakter weiter aus und beschäftigen sich mit der Lebenssituation und den Bedingungen in ihren jeweiligen Ländern. Basierend auf diesen Erkenntnissen erarbeiteten sie schließlich ein Gesetz, dass ihr*e Protagonist*in verabschieden sollte, um gemäß des ersten UN-Ziels für nachhaltige Entwicklung Armut zu bekämpfen. Dabei sollten die Studierenden jedoch nicht nur das Wohlergehen ihres jeweiligen Charakters adressieren, sondern einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen sowie eine größtmögliche Wirkung mitdenken. „Das Einnehmen neuer Perspektiven wird den Studierenden auch in ihrem zukünftigen Arbeitsleben ständig begegnen. Die Welt wird komplexer und rückt immer näher zusammen, sodass Flexibilität und die Fähigkeit, sich in neue Bereiche, Umgebungen, Standpunkte und Themen einzuarbeiten, zentrale Kernkompetenzen sind, um in der Arbeitswelt der Zukunft bestehen zu können. Das Planspiel ist deshalb eine hervorragende Übung!“, erläutert Prof. Dr. Patricia Kraft die Relevanz dieses Vorgehens.

Bühne frei für die kreativen Medienprodukte an Tag zwei

Am Nachmittag des ersten Workshoptages erhielten die Studierenden schließlich einen Überblick über verschiedene Medienprodukte und -tools sowie nützliche Tipps und Tricks, die sie für die Vorstellung ihres Charakters und Gesetzes am nächsten Tag nutzen konnten. Dabei waren der Kreativität der Studierenden keinerlei Grenzen gesetzt. Nach einer weiteren Gestaltungsphase stand der zweite Workshoptag ganz im Zeichen des Pitchs. Alle 14 Studierendengruppen stellten ihren Charaktere und Gesetzentwürfe zur Armutsbekämpfung vor und bedienten sich dazu ganz unterschiedlicher Methoden und Medienprodukte – von gemeinschaftlich vorgetragen Konzepten in Kombination mit Kampagnenpostern und -videos, über Flyer und Instagramstories, die die Charaktere nutzen würden, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, hin zu aufgenommenen Reden, (animierten) Filmen und ganzen Talkshows, in denen die Charaktere auftraten und ihren Standpunkt vertraten. Das nachfolgende Video gibt einen Überblick über die verschiedenen Beiträge – und da sage noch einmal jemand, BWL-Studierende hätten keinen Sinn für kreative und experimentelle Ausdrucksformen!

Für die Bachelorstudierenden waren die MBS Explorer Days: Creativity & Expression in jedem Fall eine aufregende und neue Lernerfahrung – sowohl hinsichtlich der Fragestellung als auch der medialen Umsetzung. „Es war eine gewaltige und teils auch beängstigende Aufgabe, ein Gesetz zu entwerfen, das für möglichst viele Staaten passen und umsetzbar sein sollte, und nicht nur an sich selbst zu denken.“, beschreibt eine Gruppe ihre Erfahrung. Eine andere Studentin fügt hinzu: „Mit unserem Charakter in Kanada – einem der wohlhabendsten Länder der Welt – fiel es zunächst schwer, an ein geeignetes Gesetz zur Armutsbekämpfung zu denken, da wir nicht einfach auf Grundbedürfnisse, wie beispielsweise den Zugang zu sauberem Trinkwasser, abzielen konnten, sondern darüber hinaus gehen mussten.“ Nachdem aber erst einmal ein Gesetz gefunden war und die geschilderten Hindernisse mit ein wenig Recherche abgebaut werden konnten, schienen die Studierenden in der medialen Ausgestaltung förmlich aufzublühen.