Bright Ideas – Lasting Impact

Ein Bericht über die Teilnahme an der „Engaged Management Scholarship Conference 2026“ des Executive Doctorate in Business Administration Council


Unser Planet und unsere Gesellschaft befinden sich im Wandel: Die Gesellschaft, in der wir leben, driftet auseinander – der Reichtum konzentriert sich auf immer weniger Menschen, die Arbeitslosigkeit steigt und die sozialen Unruhen nehmen zu (Robeyns, 2024). Die globale Erwärmung hat bereits erhebliche Folgen für alle Arten, einschließlich des Menschen (Rockström, 2025). Diese Probleme sind auf das heutige Wirtschaftssystem zurückzuführen, das schnelles und unbegrenztes Wachstum auf Kosten der menschlichen und natürlichen Ressourcen in den Vordergrund stellt. Humanitäre, soziale und ökologische Belange werden im aktuellen wirtschaftlichen Rahmen nicht angemessen berücksichtigt (Felber, 2018). Ein Beispiel für die Auswirkungen unseres Wirtschaftssystems sind die jährlich ermittelten „Country Overshoot Days“ (National Footprint and Biocapacity Accounts, 2026).


Im Zusammenhang mit diesen Entwicklungen habe ich nach meinem ersten Workshop auf der Jahrestagung der Academy of Management (AOM) im vergangenen Jahr in Kopenhagen und dem dritten Modul meines DBA-Studiums gemäß einer erneuten Empfehlung von Prof. Dr. David Wagner, Vizedekan und akademischer Leiter des DBA-Programms (Doctor of Business Administration) an der Munich Business School, im Frühjahr dieses Jahres rechtzeitig vor Ablauf der offiziellen Frist einen Beitrag eingereicht, um das Thema meiner Doktorarbeit vorzustellen: „Menschenwürde in der Wirtschaft im Rahmen sozialer und planetarischer Grenzen“ im Rahmen des Doctoral Consortium der Engaged Management Scholarship Conference 2026 an der Universidad Pontificia Comillas. Glücklicherweise wurde ich erneut angenommen, sodass ich vom 15. bis 18. Juli 2026 (wie immer mit dem Zug) nach Madrid reiste. Diese jährliche Konferenz für angewandte Betriebswirtschaftslehre präsentiert jedes Jahr wissenschaftliche Forschungsergebnisse, die einen sinnvollen Wandel vorantreiben, indem sie Unternehmenswachstum und -erfolg mit positiven, nachhaltigen Auswirkungen auf Menschen, Organisationen und die Gesellschaft verbinden.

My dissertation examines the rigorous design of a research project aimed at investigating the influence of human dignity in economics on companies, with particular emphasis on the consideration of human rights which are violated by the existing economic model. In its latest report on the global human rights situation, Amnesty International highlights namely the growing threats to fundamental rights and underscores the essential role of human dignity. The organisation warns that universal human rights are increasingly being undermined, placing global respect for human dignity in serious jeopardy (Amnesty International, 2025). Within the study, human dignity is conceptualised as a fundamental value of human existence, because it is anchored in many constitutions worldwide. But its implementation in corporate contexts varies significantly (Kateb, 2011). As such, human dignity constitutes a critical component of sustainable working conditions, as promoted by the United Nations (UN) Global Compact and articulated in Sustainable Development Goal (SDG) 8: Decent work and economic growth. And the promotion of human dignity aligns with UN Guiding Principles of Business and Human Rights (Ruggie, 2011).


Die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) sind ein Katalog von 31 Grundsätzen, die einen globalen Standard zur Verhinderung und Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen in der Wirtschaft festlegen. Sie basieren auf drei Kernsäulen: Schutz, Achtung und Abhilfe.

Säule I: Staatliche Pflicht zum Schutz der Menschenrechte

Regierungen haben die vorrangige Verpflichtung, vor Menschenrechtsverletzungen durch Dritte, einschließlich Unternehmen, innerhalb ihres Hoheitsgebiets und ihrer Gerichtsbarkeit zu schützen.

Säule II: Verantwortung der Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte

Unternehmen tragen eine globale, eigenständige Verantwortung zur Achtung der Menschenrechte, was bedeutet, dass sie die Rechte anderer nicht verletzen und negative Auswirkungen beheben müssen.

Säule III: Zugang zu Rechtsbehelfen

Sowohl Staaten als auch Unternehmen müssen den Opfern wirksame Möglichkeiten bieten, im Falle von Menschenrechtsverletzungen Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zu erlangen.

Das Feedback der teilnehmenden Doktoranden und Professoren war sehr wertvoll und fruchtbar, sodass ich nun mein Forschungsdesign fertigstellen kann. Darüber hinaus wurde ich vom Wissenschaftlichen Ausschuss des EDBAC – nach der Zulassung zum Doktorandenkonsortium – gebeten, ein Poster für die Konferenz zu erstellen, was ich natürlich mit Stolz angenommen habe.

Anlässlich meiner ersten wissenschaftlichen Arbeit (doppelblind begutachtet) zum Thema „Menschenwürde in der Wirtschaft im Vergleich zur Wirtschaft für das Gemeinwohl“ habe ich ein Poster entworfen, das im Juni auf der „Internationalen Konferenz zur Wirtschaft für das Gemeinwohl 2026“ an der OTH Amberg-Weiden (Deutschland) vorgestellt wurde.

Und worum geht es dabei eigentlich? Es sind die persönlichen Kontakte, die akademische Konferenzen prägen – sowohl auf dem Campus als auch außerhalb –, wie beispielsweise eine Weingutbesichtigung als geselliges Rahmenprogramm im Vorfeld der „Engaged Management Scholarship Conference 2026“, die vom Executive Doctorate in Business Administration Council (EDBAC) in Madrid organisiert wird. Mit meiner Doktorarbeit zum Thema „Menschenwürde in der Wirtschaftswissenschaft“ versuche ich, einen menschenzentrierten Ansatz des Miteinanders zu fördern – sowohl innerhalb als auch außerhalb der akademischen Gemeinschaft.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Executive Doctorate in Business Administration Council (EDBAC) jährlich eine hochkarätige Konferenz zur angewandten betriebswirtschaftlichen Forschung organisiert und eine wissenschaftliche Fachzeitschrift herausgibt sowie hilfreiche Workshops für Doktoranden durchführt.

Die Munich Business School ist offizielles Mitglied, sodass Studierende von Sonderkonditionen profitieren und ihre Netzwerke zu Wissenschaftlern, Forschern und Praktikern ausbauen können. Die persönliche Teilnahme an der jährlichen Konferenz ist allen wärmstens zu empfehlen, die Feedback zu ihrer eigenen Forschung erhalten möchten, und ich ermutige alle Studierenden, an Konferenzen wie der „Engaged Management Scholarship Conference“ teilzunehmen, die zu brillanten Ideen und nachhaltiger Wirkung führt.