EU-Bewerbungen noch bis 15. August möglich  Jetzt online bewerben – deine letzte Chance auf einen Studienplatz!
MBS Logo

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist eine zentrale Kennzahl in der BWL, die Aufschluss darüber gibt, wie viel ein Unternehmen Deckung der Kosten und zur Erzielung eines Gewinns beiträgt. In diesem Artikel wird der Begriff des Deckungsbeitrags detailliert erläutert, seine Berechnungsmethoden vorgestellt und die Bedeutung dieser Kennzahl für das unternehmerische Handeln beleuchtet.

Deckungsbeitrag in zwei Sätzen

Der Deckungsbeitrag (DB) ist die Differenz zwischen den Umsatzerlösen und den variablen Kosten – er zeigt, wie viel jedes Produkt oder jede Dienstleistung zur Deckung der Fixkosten und letztendlich zur Erzielung eines Gewinns beiträgt. Erst wenn die Summe aller Deckungsbeiträge die Gesamtfixkosten übersteigt, macht das Unternehmen Gewinn.


VP − vKStückformel: Verkaufspreis minus variable Stückkosten = Deckungsbeitrag pro Stück
DB > 0positiver DB: Produkt trägt zur Fixkostendeckung bei – kurzfristig sinnvoll zu produzieren
DB-QuoteDeckungsbeitrag ÷ Umsatz × 100 – der prozentuale Anteil, der nicht für variable Kosten draufgeht
BEP-LinkBreak-Even-Point = Fixkosten ÷ DB pro Stück – der DB ist der Nenner der Gewinnschwellen-Formel

Definition: Was ist der Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die angibt, wie viel ein Unternehmen mit dem Verkauf seiner Produkte oder Dienstleistungen zur Deckung der fixen Kosten und zur Erzielung eines Gewinns beiträgt. Er wird berechnet, indem die variablen Kosten von den erzielten Umsatzerlösen abgezogen werden. Der Deckungsbeitrag ist ein wichtiges Instrument in der Kosten- und Leistungsrechnung, da er es ermöglicht, die Rentabilität einzelner Produkte oder Dienstleistungen zu beurteilen. Ein positiver Deckungsbeitrag bedeutet, dass das Produkt oder die Dienstleistung nicht nur die variablen Kosten deckt, sondern auch zur Deckung der fixen Kosten beiträgt. Ein negativer Deckungsbeitrag weist darauf hin, dass das Produkt oder die Dienstleistung nicht einmal die variablen Kosten deckt und somit nicht rentabel ist.

Zusammengefasst bietet der Deckungsbeitrag wertvolle Einblicke in die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens und unterstützt bei der Entscheidungsfindung hinsichtlich Produktportfolio, Preisstrategien und Kosteneffizienz.

Welcher Deckungsbeitrag ist gut?

Ein "guter" Deckungsbeitrag variiert je nach Branche, Unternehmensstruktur und spezifischen Geschäftszielen. Es gibt jedoch einige allgemeine Richtlinien, die Unternehmen dabei helfen können, ihren Deckungsbeitrag zu bewerten:

  1. Branchenvergleich: Ein guter Ausgangspunkt ist der Vergleich des eigenen Deckungsbeitrags mit dem Branchendurchschnitt. Wenn ein Unternehmen einen höheren Deckungsbeitrag als der Branchendurchschnitt erzielt, ist dies ein Zeichen für eine überdurchschnittliche Rentabilität und Effizienz.
  2. Fixkostenabdeckung: Ein positiver Deckungsbeitrag ist ein erster Indikator für wirtschaftlichen Erfolg, da er zeigt, dass die variablen Kosten gedeckt sind und ein Beitrag zur Deckung der fixen Kosten geleistet wird. Je höher der Deckungsbeitrag, desto besser kann das Unternehmen seine fixen Kosten decken und Gewinne erzielen.
  3. Break-Even-Analyse: Ein Deckungsbeitrag, der es ermöglicht, schnell den Break-Even-Point zu erreichen, ist wünschenswert. Das bedeutet, dass das Unternehmen rasch die Gewinnschwelle überschreitet und in die Gewinnzone eintritt.
  4. Margenziele: Unternehmen setzen häufig interne Margenziele, die auf den Deckungsbeitrag bezogen sind. Ein "guter" Deckungsbeitrag erfüllt oder übertrifft diese Zielvorgaben und trägt so zur Erreichung der finanziellen Gesamtziele des Unternehmens bei.
  5. Veränderungen im Zeitverlauf: Ein steigender Deckungsbeitrag über die Zeit hinweg ist ein gutes Zeichen für die Geschäftsentwicklung. Er zeigt, dass das Unternehmen entweder seine Kostenstruktur verbessert oder seinen Umsatz erhöht hat – oder beides.
  6. Kostenstruktur und Marktbedingungen: Ein guter Deckungsbeitrag reflektiert auch eine gesunde Kostenstruktur und Anpassungsfähigkeit an Marktbedingungen. Unternehmen mit einem hohen Deckungsbeitrag haben oft einen Wettbewerbsvorteil, da sie flexibler auf Marktveränderungen reagieren können.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Deckungsbeitrag nicht isoliert betrachtet werden sollte. Er sollte in Kombination mit anderen finanziellen Kennzahlen und unter Berücksichtigung der spezifischen Geschäftsumstände analysiert werden, um ein vollständiges Bild der finanziellen Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten.

Du hast Interesse an einem BWL Studium?

Arten von Deckungsbeiträgen

Es gibt mehrere Arten von Deckungsbeiträgen, die in der Kosten- und Leistungsrechnung verwendet werden, um die Rentabilität und die Kostenstruktur eines Unternehmens zu analysieren. Die folgenden verschiedenen Arten von Deckungsbeitrag bieten unterschiedliche Einblicke und unterstützen Unternehmen bei der detaillierten Analyse ihrer Kostenstrukturen und der Rentabilität auf verschiedenen Ebenen. Hier sind die wichtigsten Arten von Deckungsbeitrag:


Produktebene · Grundgröße

Stückdeckungsbeitrag (db)

db = Verkaufspreis − variable Stückkosten

Der Deckungsbeitrag pro verkaufter Einheit – die fundamentalste Kenngröße. Er zeigt, wie viel jedes einzelne Stück zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Solange db > 0, lohnt sich die Produktion kurzfristig, selbst wenn das Produkt nach Vollkosten noch Verlust macht.

Beispiel: 50 € Verkaufspreis − 30 € variable Kosten = 20 € db. Jedes verkaufte Stück steuert 20 € zur Fixkostendeckung bei.

Kurzfristige Preisuntergrenze: Der Mindestpreis, bei dem db = 0 ist – also 30 € im Beispiel.

Produktebene · Gesamtsicht

Gesamtdeckungsbeitrag (DB)

DB = Stückdeckungsbeitrag × Absatzmenge

Die Summe aller Stückdeckungsbeiträge für ein Produkt oder eine Produktlinie – zeigt die Gesamtrentabilität. Anders als der Stück-DB berücksichtigt er die tatsächlich abgesetzte Menge und ist damit die Basis für die Erfolgsrechnung.

Beispiel: 20 € db × 1.000 Stück = 20.000 € DB. Dieser Betrag steht zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung.

Alternativ direkt: Umsatz (50.000 €) − variable Gesamtkosten (30.000 €) = 20.000 € DB.

Produktebene · Vergleichsgröße

Deckungsbeitragsquote (DB-Quote)

DB-Quote = Deckungsbeitrag ÷ Umsatzerlöse × 100

Der prozentuale Anteil des Deckungsbeitrags am Umsatz – macht Produkte mit unterschiedlichen Preislagen direkt vergleichbar. Eine hohe DB-Quote signalisiert, dass ein großer Teil jedes Umsatz-Euros nicht durch variable Kosten absorbiert wird.

Beispiel: 20.000 € ÷ 50.000 € × 100 = 40 % DB-Quote. Von jedem Umsatz-Euro bleiben 40 Cent zur Fixkostendeckung.

Auch auf Stückebene: 20 € ÷ 50 € × 100 = 40 % – das Ergebnis ist identisch.

Methode · Kostenrechnung

Direct Costing

Grundsatz: nur variable Kosten → Produkt, Fixkosten → Periode

Keine eigene Kennzahl, sondern ein Kostenrechnungsprinzip: Im Direct Costing werden nur variable Kosten auf Produkte verrechnet, während Fixkosten der Periode als Ganzes zugeordnet werden. Das erleichtert kurzfristige Entscheidungen erheblich – Preisuntergrenzen, Sortimentsoptimierung und Make-or-Buy lassen sich so ohne Willkür bei der Fixkostenschlüsselung beurteilen.

Vorteil im Beispiel: Du siehst sofort: Produkt A (db = 20 €) lohnt kurzfristig, Produkt B (db = −5 €) vernichtet selbst bei Minimalpreisen Wert.

Gegenteil: Vollkostenrechnung – dort werden Fixkosten auf Produkte umgelegt, was Entscheidungen verzerren kann.

System · Einfachstufe

Einstufige Deckungsbeitragsrechnung (DB1)

Betriebsergebnis = DB − fixe Kosten gesamt

Die einfachste Form: Ein einziger Schritt trennt variable von fixen Kosten. Der Gesamtdeckungsbeitrag aller Produkte wird berechnet, dann werden die Fixkosten als Block abgezogen. Schnell und übersichtlich – ideal für Unternehmen mit überschaubarer Kostenstruktur oder für kurzfristige Entscheidungen.

Beispiel: DB 20.000 € − Fixkosten 12.000 € = 8.000 € Betriebsergebnis.

Limitation: Fixkosten gelten pauschal für alle Produkte – keine Differenzierung zwischen produkt- und unternehmensbezogenen Fixkosten.

System · Mehrstufe

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung (DB1 – DB3)

DB1 − Produktfixkosten = DB2 · DB2 − Bereichsfixkosten = DB3

Die präzisere Variante: Fixkosten werden in Schichten zugeordnet. DB1 (= Umsatz − variable Kosten) deckt die produktspezifischen Fixkosten → DB2. DB2 deckt die Bereichsfixkosten (z. B. für eine Produktgruppe) → DB3. DB3 deckt die Unternehmensfixkosten → Betriebsergebnis.

Vorteil: Man sieht genau, auf welcher Ebene ein Produkt oder Bereich profitable ist – und kann fundiert entscheiden, was abgestoßen oder ausgebaut wird.

Standard in der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung (MSDBR) und Grundlage der Profit-Center-Rechnung.

Gruppenebene · Portfolio

Produktgruppen-Deckungsbeitrag

Produktgruppen-DB = Σ DB aller Produkte der Gruppe

Aggregiert die Einzeldeckungsbeiträge verwandter Produkte zu einem Gruppenwert. Sinnvoll, wenn Produkte einer Linie gemeinsame Ressourcen oder Fixkosten teilen – dann lässt sich die Rentabilität der Gruppe als Ganzes beurteilen, auch wenn einzelne Produkte negative DB aufweisen.

Beispiel: Produkt A (DB 20.000 €) + Produkt B (DB −3.000 €) + Produkt C (DB 8.000 €) = 25.000 € Produktgruppen-DB. Die Gruppe ist profitabel, auch wenn B allein Verlust macht.

Grundlage für Portfolio-Entscheidungen: Wann lohnt es, ein Verlustprodukt im Sortiment zu behalten?

Bereichsebene · Controlling

Bereichsdeckungsbeitrag

Bereichs-DB = Gesamtdeckungsbeitrag − Bereichsfixkosten

Bewertet die Rentabilität eines Geschäftsbereichs, einer Abteilung oder eines Profit Centers. Vom Gesamtdeckungsbeitrag des Bereichs werden die Fixkosten abgezogen, die dem Bereich direkt zugerechnet werden können – ohne die Unternehmensfixkosten, die global anfallen.

Beispiel: Bereich Marketing-Produkte: DB 20.000 € − Bereichsfixkosten 8.000 € = 12.000 € Bereichs-DB.

Steuerungsgröße im Profit-Center-Controlling: Der Bereichsleiter verantwortet genau diesen Wert.

Darstellungsform · Betrag

Absoluter Deckungsbeitrag

Absoluter DB = Umsatzerlöse − variable Kosten (in €)

Der Deckungsbeitrag in Euro – im Gegensatz zur prozentualen DB-Quote. Der absolute DB gibt den konkreten Geldbestand an, der zur Deckung der Fixkosten verfügbar ist. Stärke: zeigt das tatsächliche Volumen; Schwäche: lässt sich ohne Umsatzbezug nicht gut mit anderen Produkten vergleichen.

Beispiel: Produkt X erzielt einen absoluten DB von 20.000 €; Produkt Y einen DB von 5.000 € – obwohl Y eine höhere DB-Quote haben könnte, wenn sein Umsatz geringer ist.

Für Budgetentscheidungen zählt der absolute DB: Welches Produkt bringt mehr Geld in die Fixkostendeckung?

Darstellungsform · Effizienz

Relativer Deckungsbeitrag

Rel. DB = Absoluter DB ÷ Engpassgröße (z. B. Maschinenstunden)

Setzt den Deckungsbeitrag ins Verhältnis zu einer knappen Ressource (Engpass) – z. B. Maschinenstunden, Lagerplatz oder Arbeitskräfte. Bei Engpässen ist der relative DB die entscheidende Kennzahl für die Produktionsprogramm-Optimierung: Produziere das, was pro Engpasseinheit den höchsten Deckungsbeitrag bringt.

Beispiel: Produkt A: DB 20 € / 2 Maschinenstunden = 10 €/h. Produkt B: DB 15 € / 1 Maschinenstunde = 15 €/h. Trotz niedrigerem absolutem DB ist B bei Engpass profitabler.

Grundlage der linearen Programmierung und der Engpassrechnung (Theory of Constraints).

Du hast Interesse an einem BWL Studium?

Wichtige Fachbegriffe und Synonyme zum Thema Deckungsbeitrag

Diese Begriffe und Erläuterungen bieten einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Konzepte im Zusammenhang mit dem Deckungsbeitrag und deren Bedeutung für die Unternehmensführung.
Begriff Erklärung
Deckungsbeitrag (DB) Die Differenz zwischen den Umsatzerlösen und den variablen Kosten. Er gibt an, wie viel zur Deckung der fixen Kosten und zur Erzielung eines Gewinns beiträgt.
Umsatzerlöse Der Gesamtbetrag, den ein Unternehmen durch den Verkauf seiner Produkte oder Dienstleistungen erzielt.
Variable Kosten Kosten, die direkt mit der Produktion und dem Verkauf eines Produkts verbunden sind und sich mit der Produktionsmenge verändern, wie Materialkosten und Produktionslöhne.
Fixe Kosten Kosten, die unabhängig von der Produktionsmenge konstant bleiben, wie Miete, Gehälter und Abschreibungen.
Break-Even-Point (BEP) Der Punkt, an dem die Umsatzerlöse die Gesamtkosten (fixe und variable Kosten) decken. Ab diesem Punkt beginnt das Unternehmen, Gewinne zu erzielen.
Deckungsbeitragsrechnung Ein betriebswirtschaftliches Verfahren zur Ermittlung des Deckungsbeitrags. Es dient der Analyse der Rentabilität einzelner Produkte oder Geschäftsbereiche.
Gesamtdeckungsbeitrag Die Summe der Deckungsbeiträge aller Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens.
Stückdeckungsbeitrag Der Deckungsbeitrag pro verkaufte Einheit eines Produkts. Er wird berechnet als Differenz zwischen Verkaufspreis pro Einheit und variablen Kosten pro Einheit.
Deckungsbeitragsquote Der prozentuale Anteil des Deckungsbeitrags an den Umsatzerlösen. Sie wird berechnet als (Deckungsbeitrag/Umsatzerlöse)×100.
Direct Costing Eine Kostenrechnungsmethode, bei der nur die variablen Kosten zur Bestimmung des Deckungsbeitrags herangezogen werden.
Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung Eine erweiterte Form der Deckungsbeitragsrechnung, bei der die fixen Kosten in mehrere Stufen unterteilt werden, um eine detailliertere Analyse zu ermöglichen.
Kurzfristige Preisuntergrenze Der Preis, der mindestens erzielt werden muss, um die variablen Kosten zu decken. Bei diesem Preis wird kein Deckungsbeitrag zur Deckung der fixen Kosten erzielt.
Du hast Interesse an einem BWL Studium?

Deckungsbeitrag berechnen

Deckungsbeitrag berechnen

Der Deckungsbeitrag gibt an, wie viel ein Produkt zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Man unterscheidet zwei Ebenen:

Pro Stück (db): db = Stückpreis − variable Stückkosten
Gesamt (DB): DB = Umsatzerlöse − variable Gesamtkosten

Schrittweise Berechnung:

1. Ermittlung der Umsatzerlöse:
Gesamtbetrag aus dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen (oft aus der Umsatzübersicht).
2. Bestimmung der variablen Kosten:
Kosten, die mit der Produktionsmenge variieren (z. B. Material, Fertigungslöhne, Vertriebskosten).
3. Subtraktion:
Die variablen Kosten werden vom Umsatz abgezogen. Das Ergebnis ist der Deckungsbeitrag.
Kurz-Beispiel:
Umsatz (1.000 €) − Variable Kosten (600 €) = 400 € Deckungsbeitrag.

Beispielrechnung: Deckungsbeitrag

Ein Unternehmen verkauft 1.000 Einheiten eines Produkts. Der Verkaufspreis liegt bei 50 €, die variablen Kosten bei 30 € pro Einheit.

1. Gesamt-Umsatzerlöse:

50 € × 1.000 Einheiten = 50.000 €

2. Variable Gesamtkosten:

30 € × 1.000 Einheiten = 30.000 €

3. Berechnung des Deckungsbeitrags (DB):

50.000 € − 30.000 € = 20.000 €

Ergebnis: Der Deckungsbeitrag beträgt 20.000 €. Dieser Betrag steht dem Unternehmen zur Verfügung, um die Fixkosten zu decken und einen Gewinn zu erwirtschaften.

DB-Rechner: Einstufig und mehrstufig

Trage die Zahlen deines Produkts oder Unternehmens ein – der Rechner zeigt alle Stufen der Deckungsbeitragsrechnung live:


DB IUmsatz − variable Kosten
20.000 €
− Produktfixkosten
−5.000 €
DB IIDB I − Produktfixkosten
15.000 €
− Bereichsfixkosten
−8.000 €
DB IIIDB II − Bereichsfixkosten
7.000 €
− Unternehmensfixkosten
−4.000 €
BetriebsergebnisDB III − Unternehmensfixkosten
3.000 €

Beispielwerte aus der Fallrechnung (VP 50 €, vK 30 €, 1.000 Stück). Alle Balken skalieren relativ zu DB I – dem höchsten Ausgangswert. Negative Werte werden als 0 dargestellt; das Betriebsergebnis wechselt die Farbe (grün = Gewinn, rot = Verlust).

Du hast Interesse an einem BWL Studium?

Warum ist der Deckungsbeitrag wichtig?

Der Deckungsbeitrag ist aus mehreren Gründen von großer Bedeutung für Unternehmen, die folgend dargestellt werden. Insgesamt trägt der Deckungsbeitrag maßgeblich dazu bei, die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens zu verstehen, fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Rentabilitätsanalyse

Der Deckungsbeitrag hilft Unternehmen, die Rentabilität einzelner Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsbereiche zu bewerten. Durch die Ermittlung des Deckungsbeitrags kann ein Unternehmen feststellen, welche Produkte profitabel sind und welche nicht.

Kostenkontrolle

Er ermöglicht eine detaillierte Analyse der Kostenstruktur, indem er die variablen Kosten von den fixen Kosten trennt. Dies hilft Unternehmen, ineffiziente Kostenstellen zu identifizieren und gezielt Maßnahmen zur Kostensenkung zu ergreifen.

Preisgestaltung

Der Deckungsbeitrag liefert wichtige Informationen für die Preisgestaltung. Unternehmen können anhand des Deckungsbeitrags erkennen, welche Preise erforderlich sind, um zumindest die variablen Kosten zu decken und zur Deckung der fixen Kosten beizutragen.

Break-Even-Analyse

Mit dem Deckungsbeitrag kann der Break-Even-Point berechnet werden, also der Punkt, an dem die Erlöse eines Produkts oder einer Dienstleistung genau die Gesamtkosten (variable plus fixe Kosten) decken. Dies ist entscheidend für die Planung und Steuerung des Unternehmens.

Entscheidungsfindung

Der Deckungsbeitrag unterstützt das Management bei strategischen Entscheidungen, wie der Einführung neuer Produkte, der Einstellung unrentabler Produkte oder der Optimierung des Produktionsprogramms.

Ressourcenallokation

Unternehmen können den Deckungsbeitrag nutzen, um Ressourcen effizienter zuzuweisen, indem sie diejenigen Produkte oder Dienstleistungen priorisieren, die einen höheren Deckungsbeitrag und somit eine höhere Rentabilität aufweisen.

Finanzplanung

In der Finanzplanung liefert der Deckungsbeitrag eine Grundlage für Prognosen und Budgetierungen, da er eine realistische Einschätzung der finanziellen Leistungsfähigkeit des Unternehmens ermöglicht.

Du hast Interesse an einem BWL Studium?

Wichtigste Fragen zu dem Thema Deckungsbeitrag kurz beantwortet

Was ist Deckungsbeitrag 1 2 und 3?

+

Wie berechnet man den Deckungsbeitrag in Prozent?

+

Ist Deckungsbeitrag gleich Break-Even-Point?

+

Was ist der Unterschied zwischen Deckungsbeitrag und Gewinn?

+

Wie berechnet man den Deckungsbeitrag pro Stück?

+
Du hast Interesse an einem MBS Studium?

Unsere Hochschule. Ausgezeichnet und Akkreditiert.

Beliebte Studiengänge an der Munich Business School

Unsere Studienprogramme vermitteln dir fundiertes betriebswirtschaftliches Know-how, praktische Kompetenzen und internationale Perspektiven – für eine erfolgreiche Karriere in einer global vernetzten Wirtschaft.

Bachelor International Business
Master Alle Masterprogramme
MBA General Management
DBA Doctor of Business Administration

Fandest du diesen Artikel hilfreich? Hast du Anregungen oder Fragen zu diesem Artikel? Ist dir etwas aufgefallen oder gibt es ein Thema, über das du gerne mehr erfahren möchtest? Dein Feedback ist uns wichtig! Es ermöglicht unser Angebot stetig zu verbessern und genau die Inhalte zu liefern, die dich interessieren.
Redaktion kontaktieren

Hinweis zur Lesbarkeit und Gehaltsangaben: Um die Lesbarkeit zu verbessern, verwenden wir in ausgewählten Beitrag das generische Maskulinum. Diese Entscheidung dient lediglich der sprachlichen Vereinfachung. Selbstverständlich sind alle Personenbezeichnungen in diesen Text geschlechtsneutral zu verstehen und gelten gleichermaßen für alle Geschlechter. Falls Gehaltsspannen angegeben werden, beziehen sich diese auf Deutschland.

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig

Gabler Wirtschaftslexikon – Deckungsbeitrag (Autoren: diverse Experten, 2018)

Controlling-Portal – J. Erichsen (o.J.)

Lexware Unternehmerlexikon – Deckungsbeitrag = Erlöse – var. Kosten (2022)

WHK-Controlling – Wolfgang Kaminski, Marge oder ROI? (2019, whk-controlling.de)

Handelsblatt – „Tech-Konzerne mit hohen Margen“ (Schlagzeilen-Analyse, 2021)