Von München nach London: MBS-Alumna Linda Brosig studiert jetzt an der London School of Economics

MBS Insights: Trotz deiner Zeit hier in München und an der MBS blieb die London School of Economics immer dein Ziel und seit dem Wintersemester 2020 absolvierst du deinen Master dort. Hast du in besonderer Weise darauf hingearbeitet oder gab es deiner Meinung nach besondere Faktoren, die die Bewerbung zum Erfolg geführt haben?

Linda Brosig: Schon während meiner Zeit an der MBS wusste ich, dass ich noch einen Master machen möchte und da war die LSE in meinem persönlichen Ranking ganz oben. Außerdem wollte ich sehr gerne wieder nach England zurück, um in London zu leben. Als ich mir die Studienangebote an der LSE angeschaut habe, entdeckte ich den Studiengang „Management of Information Systems and Digital Innovation“, den ich jetzt auch studiere. und ist etwas spezifischer mit einem Fokus auf Innovation und neuen Technologien. Das Programm klang sehr spannend, da es sehr zukunftsorientiert ist und einen spezialisierten Fokus auf Management von neuen Technologien und Innovation legt. Das hat auch sehr gut zu den Praktika gepasst, die ich in meinem Gap Year zwischen Bachelor- und Masterstudium absolviert habe: Zum einen habe ich bei KPMG in der Finanzberatung mit Schwerpunkt Digital Transformation & Process Excellence gearbeitet, wo es also auch um die Digitalisierung im Finanzwesen ging. Zum anderen war ich bei Accenture Strategy, einer Beratung, die ebenfalls für ihren Technologiefokus bekannt ist.
Ich denke, das Wichtigste für eine erfolgreiche Bewerbung ist es, seine Motivation für den Studiengang überzeugend herauszuarbeiten und zu beschreiben warum man denkt, dass das Programm einen in seiner Laufbahn weiterbringt. Zum Beispiel konnte ich durch meine Erfahrungen an der MBS und die relevanten Praktika mein Interesse für den Studiengang sehr gut belegen. Sicher haben auch mein Bachelorabschluss und die positiven Referenzschreiben meiner Professor*innen die Zusage begünstigt, letzten Endes glaube ich aber, dass Noten nicht alles sind und für die LSE vor allem diverse Erfahrungen und Enthusiasmus für das jeweilige Programm zählt. Es ist wichtig, das Motivationsschreiben so spezifisch wie möglich auf das ausgewählte Studienprogramm zu schneidern, seine Motivation überzeugend rüberzubringen und mit relevanter Erfahrung zu untermauern – sei es durch Kurse, Praktika, Lese- oder Forschungsaktivitäten. Wenn man das macht, stehen die Chancen gut, auch an den Top-Hochschulen der Welt angenommen zu werden.

MBS Insights: Wie war dein erstes Semester an der LSE? Wie sind deine Erfahrungen bisher?

Linda Brosig: Mein erstes Semester an der LSE hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich konnte sehr viele neue Erfahrungen sammeln – auch wenn durch Corona nicht alles so war wie erwartet. Dennoch hat die LSE das sehr gut gelöst: Wir hatten einen Mix aus Präsenzunterricht am Campus und Online-Vorlesungen und generell gab es sehr viel Unterstützung seitens der Hochschule. Der akademische Anspruch an der LSE ist sehr hoch und es war sehr spannend, von Professor*innen unterrichtet zu werden, die führend auf ihrem Gebiet sind und regelmäßig ihre eigenen Studien publizieren. Ein absolutes Highlight war die „Sprint Week“: Das war ein einwöchiges Beratungsprojekt in Zusammenarbeit mit Roland Berger und Visa, bei dem wir eine digitale Lösung für Betrugsprävention entwickeln mussten. Außerdem kann ich viel von meinen Kommiliton*innen lernen: Durch die vielen Nationalitäten, die diversen akademischen und professionellen Hintergründe und vor allem dadurch, dass alle eine Passion für unterschiedliche Themengebiete haben, wird es auch außerhalb der Vorlesungen und Gruppenarbeiten nie langweilig.

MBS Insights: Zu guter Letzt: Hast du noch einen Tipp für aktuell eingeschriebene Studierende, wie sie ihr Studium an der MBS bestmöglich gestalten oder auch auf den ersten Blick unerreichbar scheinende Ziele erreichen können?

Linda Brosig: Für die Zeit an der MBS kann ich nur raten, cool zu bleiben, auch wenn es manchmal viel auf einmal zu sein scheint, und so viele Dinge wie möglich mitzunehmen. Gerade mit Blick auf Kommiliton*innen, Dozierende und Professionals, die zu Vorträgen an die MBS kommen, hat man die Chance, viele interessante Persönlichkeiten kennenzulernen, die die persönliche Laufbahn nachhaltig beeinflussen können. Das sollte man nicht unterschätzen – Networking gehört genauso dazu wie das Lernen!
Für Masterbewerbungen kann ich eine Sache auf jeden Fall empfehlen: Frühzeitig bewerben! Je früher man sich bewirbt, desto höher sind die Chancen, angenommen zu werden, da dementsprechend noch viele Plätze im Studiengang frei sind.

MBS Insights: Vielen Dank für das Interview!