Die MBS-Community: Einzigartig durch Einsatzbereitschaft und Fürsorge

Young Asian woman wearing surgical mask sits cross legged with a laptop on her legs on the floor and forms a heart with her hands

Lernen während einer Pandemie ist nicht einfach. Es kann sehr anstrengend für die eigenen Emotionen und den mentalen Zustand sein. Der eingeschränkte soziale Kontakt wirkt sich auch auf die Positivität aus. Trotz des Drucks, der während dieser Pandemie auf uns ausgeübt wird, bin ich stolz auf all die Anstrengungen, die wir unternommen haben, um uns gegenseitig zu unterstützen. Wenn ich die positiven Erfahrungen und Wechselwirkungen innerhalb der MBS-Community im vergangenen Jahr Revue passieren lasse, komme ich auf eine lange Liste.

Während des vergangenen akademischen Jahres fanden viele einzigartige Initiativen statt und ich bin mir sicher, dass ich mir nicht mal aller bewusst bin, wofür ich mich schon jetzt entschuldige. Einige der positiven Aktionen sind normal und gibt es an sich schon länger, haben während der Pandemie aber eine andere Form angenommen, wie z.B. das Buddy-Programm für Sprachaustausch und interkulturelles Lernen oder Chats mit Studiengangsleiter*innen. Andere Aktionen hingegen sind neuere Ideen, die nicht so üblich sind, beispielsweise Happy-Hour- oder Morgenkaffee-Treffs, Kaffeeklatsch mit dem Dekan (wie viele Universitäten bieten das an?) und natürlich persönliches Coaching. Darüber hinaus bieten die MBS-Dozierenden zusätzliche (optionale) Treffen an, um Studierende in verschiedenen Kursen zu unterstützen, zum Beispiel beim akademischen Schreiben.

Die coolste Initiative

Noch bis vor kurzem und seit Anfang 2021 sahen die Lockdownbestimmungen in München vor, dass sich ein Haushalt nur mit einer weiteren Person treffen darf. Für internationale Studierende, die erst seit kurzem in München sind, kann dies eine sehr herausfordernde Zeit sein. Aus diesem Grund bot Professorin Maráz Studierende eines Kurses begrenzte Plätze an, um mit ihr am Wochenende vorschriftsmäßig durch München zu laufen und die Stadt zu entdecken! Ist das nicht das Coolste? Noch nie zuvor habe ich von einem solchen Angebot an einer Universität gehört. Großartig!

Einsatzbereitschaft und Fürsoge

Viele an der MBS bringen Opfer wie die oben genannten, indem sie ihre persönliche Zeit investieren, um andere auf unzählige Arten zu unterstützen. Und warum? Denken Sie nicht, dass das zum Job der Dozierenden und Mitarbeitenden gehört. Es ist nicht ihre Aufgabe, zusätzliche Chat-Zeit anzubieten oder mit anderen am Wochenende spazieren zu gehen. Gleichzeitig ist es auch nicht so, als hätten wir alle mehr Zeit, weil wir aufgrund des Lockdown nicht reisen oder so viele Dinge unternehmen können. Tatsächlich erfordert der Online-Unterricht von den Dozierenden mindestens 20 % mehr Zeit (viele haben im letzten Jahr auch nicht ihren vollen Urlaub genommen). Also, was ist es stattdessen? Es ist ein Gefühl der Fürsorge für die MBS-Community und der Versuch, sich gegenseitig zu unterstützen. Alle, die die Werte der MBS leben, tragen ihren Teil dazu bei.

Gemeinschaftliches Engagement

Es ist eine Gemeinschaftsleistung, Positivität zu fördern und sich gegenseitig zu unterstützen. Wenn ich zum Beispiel Noten oder Feedback an die Studierenden verschickt habe, gab es meistens auch eine positive Reaktion und Rückmeldung von den Studierenden. Viele haben zurückgemailt und sich für die Zeit bedankt, die investiert wurde, um das Feedback elektronisch zu versenden und sie zu unterstützen. Dies zeigt, dass die MBS-Studierenden auch in den schwierigen Zeiten an der Entwicklung eines positiven Umfelds beteiligt sind. Die Studierenden scheinen sich auch wohl dabei zu fühlen, Empfehlungen auszusprechen, die sie weiter unterstützen würden. Ausgezeichnet. Es funktioniert nur, wenn alle beteiligt sind.

Blick nach vorne

Was die Zukunft bringt, ist ungewiss. Klar ist jedoch, dass sich die MBS-Community auch weiterhin gegenseitig unterstützen wird. Demnächst betrachten wir in einer Veranstaltung auch die Kraft des Schreibens als eine weitere Möglichkeit, um während der Pandemie positiv zu bleiben. Wenn Sie Vorschläge für weitere Unterstützungsangebote haben, lassen Sie es uns gerne wissen.

Über Prof. Dr. Christopher Weilage 56 Artikel
Christopher Weilage, Professor für Betriebswirtschaft und Business Communication, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen International Business und Kommunikation. Weilage absolvierte seinen MBA International Business an der Moore School of Business der University of South Carolina, USA und anschließend den IMBA International Business an der Helsinki School of Economics and Business in Finnland. Am Lehrstuhl für Deutsch als Fremdsprache der LMU München promovierte der gebürtige US-Amerikaner zum Thema E-Learning.